Große Rennen

 

Hier wollen wir unsere streng subjektiven Lieblingsrennen vorstellen, soweit auf YouTube im Internet verfügbar.

 

1989 U.S. Triple Crown: Preakness Stakes

Sunday Silence schlägt Easy Goer in den Preakness Stakes
Sunday Silence schlägt Easy Goer in den Preakness Stakes

Der Beginn hat es in mehrfacher Hinsicht in sich; zum einen Sunday Silence und Easy Goer, zwei der besten und ebenbürdigsten Rennpferde der jüngeren Vergangenheit, zum anderen ihre denkwürdige Begegnung in den Preakness Stakes, dem zweiten Edelstein in der amerikanischen Triple Crown mit einem der packensten Endkämpfe dieses Sports, und zum weiteren mit dem Kommentar von Trevor Denman, einem Südafrikaner, der einen völlig neuen Stil der Rennkommentierung nach Amerika brachte. Heute kommentiert er in Santa Anita, Del Mar, Breeders Cup. Beachten Sie im Film, wie Sunday Silence Ende Gegenüber abgedrängt wird, wieder kommt, wie Easy Goer kurz vor dem Ziel nach rechts hängt, und wie Trevor Denmann eine neue Renntaktik beschreibt – he scraps the paint!

Breeders Cup Classic 1989

Es schließt sich sachlich wie chronologisch folgerichtig das Breeders Cup Classic aus dem gleichen Jahr an. Schauplatz ist ein abendlicher Gulfstream Park in Florida, Kommentator der andere Große der Zunft, Tom Durkin. Der ist ansonsten zuständig für die New Yorker Rennbahnen von Belmont Park, Aqueduct und Saratoga weiter im Norden. Pat Day macht als Reiter von Easy Goer wieder mit, aber Sunday Silence wird statt von Pat Valenzuela von Chris McCarron geritten, und zwar streng nach Wittinghams Order, also ohne Peitscheneinsatz. Achten Sie darauf, und auf Ende Gegenüber, wenn McCarron und Sunday Silence dagegen halten. Unglaublicher „Move“ , wie man in den USA dazu sagt.

Irish Champion Stakes 2001: Fantastic Light vs. Galileo

Irish Champion Stakes: Fantastic Light schlägt Galileo
Irish Champion Stakes: Fantastic Light schlägt Galileo

 Und dann dieses Dokument, Irish Champion Stakes 2001, Fantastic Light gegen Galileo. Oder wie „team tactics“ und  Frankie Dettori Galileo und Mick Kinane geschlagen haben. Hier entscheidet sich das Rennen nach unserer Ansicht bereits eingangs der Geraden, als Dettori innen geht und Kinane außen rum muß. Das hat gekostet. Und dann macht Dettori einen wesentlich eleganteren Eindruck im Endkampf als Kinane, aber auf welch hohem Niveau! Was für ein Rennen, kommentiert in Irish.

ARC 1986: Dancing Brave

Dancing Brave
Dancing Brave

Der Arc von 1986 wird oft als bestbesetzter aller Zeiten beschrieben; zumindest der Sieger Dancing Brave hat mit dem höchsten Rating aller Zeiten von umgerechnet etwa 110,5 GAG einen bis heute gültigen Rekord gesetzt. Aber das Rennen war in der Tat eine spektakuläre Sache, vor allen Dingen wegen Dancing Braves unglaublichem Kick in der Geraden, als er vom letzten Platz die Gegner überrollte. Ansonsten ist Acatenango für uns von Interesse, der Fünfter wurde, aber niemals eine Chance auf den Sieg hatte und reell geschlagen war. Vielleicht hätte Steve Cauthen ihn nach dem Nicker am Start nicht so schnell nach vorne reiten sollen, aber gewonnen hätte er nach meiner Ansicht niemals. Das mag für einige Fans in Deutschland schwer verdaulich sein, aber der Rennfilm ist da völlig unbestechlich. 

Arc 1965: Sea Bird II

Sea Bird nach seinem Sieg im Arc
Sea Bird nach seinem Sieg im Arc

 

Ein ganz Großer in seinen beiden besten Rennen – Seabird II im Englischen Derby und im Arc 1965. Erstaunlich, wie das Pferd wie vom Gummiband gezogen vom Rest weggeht, im Arc sogar noch austrudelnd Richtung Tribüne driftet. Im Arc waren mit von der Partie der Französische Derbysieger Reliance, der Irische Derbysieger Meadowcourt, der Kentucky Derby und Preakness Stakes Sieger Tom Rolfe und Anilin, dreimaliger Sieger im Preis von Europa. Die alle hatten nullkommanull Chancen.

 

 

 

Arc 1975: Star Appeal

Star Appeal im Gestüt
Star Appeal im Gestüt

Und natürlich der große Sieg, dem alle seitdem vergeblich hinterher laufen, trotz aller Bemühungen aber nicht wiederholen konnten. Star Appeal und Greville Starkey, in Schlangenlinien zum Sieg im Arc 1975, und dazu der großartige Kommentar von Adi Furler, der ungläubig das Unglaubliche bestaunte, eine Sensation in jeder Hinsicht. Wenn auch das Pferd in Irland gezogen wurde, es wurde in Deutschland von Theo Grieper für den Stall Moritzberg trainiert, und damit warf es nach Permit bei den Trabern der andere Deutsche, der Paris erobert hat

Melbourne Cup 2005: Makybe Diva gewinnt den Melbourne Cup zum dritten Mal in Folge

Makybe Diva gewinnt unter Jockey Glen Boss.
Makybe Diva gewinnt unter Jockey Glen Boss.

 „A Champion becomes a Legend!“ im Melbourne Cup 2005, als Makybe Diva mit Glenn Boss zum dritten Mal en suite gewinnt. Das wichtigste Galopprennen der südlichen Hemisphäre, das größte Spektakel Australiens, ein nationaler Feiertag.

Mi Emma

Mi Emma beim Training im Frühjahr 2008 im Gestüt Idee
Mi Emma beim Training im Frühjahr 2008 im Gestüt Idee

Grobe Klasse, wie man sie selten sieht, Mi Emma in Düsseldorf und in Baden Baden gegen Soldier Hollow, also der besten deutschen Mitteldistanzer der letzten Jahre. Dazwischen ihre beste Leistung in den Coronation Stakes in Ascot als zweite zu Invincible Ink, trotz Peitschenverlust von Eddie Pedroza. Leider im internet nicht verfügbar, aber wir arbeiten dran. Und der unglückliche Auftritt in Deauville, wo sie von MicK Kinane völlig verknallt wurde. Alles in allem eine großartige Rennstute, die sehr viel laufen konnte.

Breeders Cup Turf 2003

Johar und High Chaparral im toten Rennen. Falbrav wird Dritter.
Johar und High Chaparral im toten Rennen. Falbrav wird Dritter.

2003 gastierte der Breeders Cup in Santa Anita, Los Angeles. Eine sehr stimmige Kulisse der San Gabriel Mountains und schwül heißes Klima, genau das Richtige für Europäische Pferde im Herbst. Umso beeindruckender einige Leistungen, und besonders eindrucksvoll das Turf Rennen über 2.400 Meter, traditionell eine Europäische Domaine. Hihg Chaparral, Johar und Falbrav in der engsten Ankunft aller Zeiten, und jeder besonders hervor zu heben: High Chaparral als vermeintlich bester Steher im Feld mit Sulamani, schien schon geschlagen Ende Gegenüber, aber dann hat ihn Mick Kinane sehr dramatisch und ununterbrochen schnell gemacht und hingefummelt; Falbrav mit Darryl Holland als Unglücksrabe, der wohl auch über 2.000 Meter besser war und als Frontrenner trotzdem ein Riesenrennen gelaufen ist, Holland aber wie ich denke zu Unrecht Kritik einbrachte und merkwürdigerweise einen Karriereknick, der bis heute anhält. Und Alex Solis auf Johar, beide mit einen völlig untypisch amerikanischen Late Run exakt bis ins Ziel, der dritte Sieger von insgesamt viereren an diesem Breeders Cup tag für Trainer Richard Mandella. Großer Sport von allen sechs Beteiligten.

Epsom Derby 1981: Shergar

Shergar gewinnt unter Walter Swinburn das Epsom Derby mit 10 Längen Vorsprung.
Shergar gewinnt unter Walter Swinburn das Epsom Derby mit 10 Längen Vorsprung.

 

Als Walter Swinburn ausgangs Tattenham Corner die Hände etwas mehr auf den Hals setzte, ging er ab wie eine Rakete, ganz ohne irgendeine sichtbare Anstrengung. Vollendete Kunst. Eines der eindrucksvollsten Derbies aller Zeiten, dem eine entsprechende Vorstellung im Irish Derby folgte. Dann wurde Shergar entführt, und alles war zu Ende. Was für eine Geschichte.

Pause: Lestor Piggot

Lester Pigott  gewinnt 1990 mit 50 Jahren den Breeders Cup mit Royal Academy
Lester Pigott gewinnt 1990 mit 50 Jahren den Breeders Cup mit Royal Academy

John Gosden erzählt, und in der Mitte dieses Teils ein Juwel, Lester Pigott und Royal Academy im Breeders Cup 1990. Da war Lester Pigott dem Gefängnis entstiegen und 50 Jahre alt.  Davor und danach Weisheiten eines großen Trainers, Reminiszenzen an Vincent O`Brien und Alec Head, an dies und das und die USA. Sie werden Teil 2 dieses sehr informativen Interviews selbst finden.