19. Jahrhundert

 

Es ist der Gipfel an Unanständigkeit und Schäbigkeit, was sich der Vorstand des HRC in Sachen Bohumil Nedorostek leistet. Ein feiges und unanständiges Verstecken hinter angeblich zuständigen Versicherungsfragen, wo doch nicht eine Versicherung Veranstalterin war, sondern der HRC, und wo es doch nicht um Ansprüche des Herrn Nedorostek gegenüber einer Versicherung geht, sondern gegenüber dem veranstaltenden HRC. Der Veranstalter war für den Zustand der Bahn zuständig, nicht eine Versicherung, und der Veranstalter sollte dieses Thema aus der Welt geschafft haben, und zwar schon sehr lange, statt sich hinter Pseudoargumenten zu verstecken. Aber so sind die beiden Herren Wahler und Darboven, taub und blind und empfindungslos für das, was sich gehört. Es reicht nicht, am Tag des Unglücks am Krankenbett zu erscheinen, womöglich Schokolade mitzubringen oder Spielzeug oder einen Blumenstrauß von der Tankstelle, dann aber nie wieder und ansonsten zu bedauern, mehr könne man für den „armen Kerl“ nicht tun. Allein für diese Sentenz des Herrn Wahler aus Bevensen schämt man sich abgrundtief, dieses blasierte und patronisierende Geschwafel eines Gutsherrn ohne gutes Benehmen, von dem man zwar weiß, daß er nicht aus Hamburg kommt, aber nicht, daß er sozialgedanklich  auch aus dem 19. Jahrhundert ist. Aber natürlich hätte man schon längst was für den Herrn Nedorostek tun können, nämlich eine Umlage im Verein, um meinetwegen ex gratia und ohne Präjudiz für die Sach- und Rechtslage € 10.000 als Schmerzensgeld aufzubringen und auszukehren. Gegen Generalquittung, wenn es denn der Beruhigung dient. Ich bin mit € 300,- dabei, als beschämtes Vereinsmitglied. Oder über die BV oder das DVR. Die versicherungstechnischen Details kann  man dann intern mit der Versicherung klären und notfalls Rückgriff nehmen. Das geht alles, wenn man will. Man will aber nicht.

 

Abgesehen von diesem schäbigen Aspekt gesellt sich hier der Aspekt der Außenwirkung unfroh hinzu, in Form von Artikeln im ansonsten dem Sport tendenziell wohl gesonnenen Abendblatt. Aber das ist selbst dieser eher konservativen Zeitung zu viel. Der Rennsport hat es in der Öffentlichkeit schon schwer genug; mit dieser unsäglichen Geschichte des Vorstands des HRC macht er ein weiteres Faß auf, ohne Not und Anstand, und vor den Augen einer immer kritischeren Öffentlichkeit.

 

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Kommentare: 43
  • #1

    soweit (Mittwoch, 02 Juli 2014 16:36)

    ich mich mit Versicherungsangelegenheiten auskenne, hat der Versicherungsnehmer (Rennverein) ja wohl die Obliegenheit, die Regulierung dem Versicherer zu überlassen. Richtig ist, dass der Rennverein direkt haftet. Daher wäre es wohl das vernünftigste, dem Geschädigten einen fähigen Interessenvertreter an die Seite zu stellen, damit dieser entscheiden kann, wie weiter vorgegangen wird, also entweder Verhandeln mit der Versicherung oder Klage. Dem Rennverein sind wohl wirklich die Hände gebunden.

  • #2

    ja klar, (Mittwoch, 02 Juli 2014 17:45)

    denen geht der arsch auf grundeis, weil sich die staatsanwaltschaft für das geschehen interessiert. sie sind befangen und knauserig, so einfach ist das. wenn wer was schuldet, dann der rv. weil der den platz vorhält und die hecken schneidet oder auch nicht und für die sichtverhältnisse zuständig ist und nicht die versicherung. und für den zustand der hindernisse und die kommunikationsmöglichkeiten unterwegs. zusammen mit der rennleitung. das ist alles nicht aufgabe einer versicherung. das ist alles ablenkendes geschwätz und gesülze.

  • #3

    kassandro (Mittwoch, 02 Juli 2014 19:58)

    Mir kommen jetzt gleich die Tränen. Der Herr Nedorostek ist als Polizeibeamter weich gefallen. Um den brauchen wir uns keine Sorgen machen und die ganze Pozessiererei hat ihn wohl nur seine Anwältin eingeredet. Am Sonntag werden wir in Hamburg zwei H.S. sehen. Der eine H.S., Hanseat und Weltbürger, kommt mit fast 96 Jahren noch einmal zu seiner Lieblingsveranstaltung, um seine Solidarität mit ihr zu bekunden. Der andere etwas jüngere H.S., Möchtegern-Hanseat und Möchtegern-Weltbürger, kann es einfach nicht verkraften, daß diese großartige Veranstaltung auch ohne seine Mithilfe sich anschickt an alte Zeiten anzuknüpfen.

  • #4

    Kriemhilde (Donnerstag, 03 Juli 2014 07:51)

    Tränen kommen mir auch, wenn ich "Kassandro" seinen Schwachsinn lese.

  • #5

    Er hat aber recht. (Donnerstag, 03 Juli 2014 08:28)

    Die Behandlungskosten zahlt zunächst die KV des Geschädigten (und kann sich selbige gegebenenfalls vom Schädiger bzw. von dessen Versicherung zurückholen).

    Was den Anspruch des Geschädigten auf Schmerzensgeld betrifft, wird die Sache ihren Gang gehen wie in tausenden anderen Fällen auch:
    der Geschädigte wird es fordern - der Schädiger bzw. dessen Versicherung wird entweder zahlen oder vor Gericht ziehen.
    Kann das Opfer eines Autounfalls etwa erwarten, daß der Unfallgegner seine Geldbörse zückt und vorab schon einmal ein Schmerzensgeld fürs Schleudertrauma hinblättert?
    Ein ganz normaler Vorgang also. Keine moralische Keule erforderlich.

  • #6

    stimmt, (Donnerstag, 03 Juli 2014 08:29)

    als polizist soll sich der kerl nicht so anstellen, und außerdem weiß er doch, was auf ihn zukommt, wenn er in hamburg mitmacht.

  • #7

    Traurig aber wahr (Donnerstag, 03 Juli 2014 09:19)

    Die Totengräber sind unter uns!

  • #8

    Ein Zitat (Donnerstag, 03 Juli 2014 11:13)

    dem man eine sicher nicht gemeinte Färbung beimischt und der an sich schon unterirdische Hinweis, dass der Präsident nicht aus Hamburg ist, sprechen eine
    klare Sprache...

  • #9

    kassandro (Donnerstag, 03 Juli 2014 11:42)

    Bad Bevensen liegt zwischen Uelzen und Lüneburg direkt an der Bahnstrecke Uelzen-Hamburg, gehört also zum erweiterten Umland Hamburgs und ist verkehrmäßig mit diesem recht gut verbunden.

  • #10

    kassandro (Donnerstag, 03 Juli 2014 11:42)

    jetzt auch violinenexperte. kein feld, das er nicht beackert.

  • #11

    Armer Kerl (Donnerstag, 03 Juli 2014 14:55)

    ja, die sprache ist sonnenklar, besonders, wenn der präsident das hanseatische seines tuns betont.

  • #12

    Der Blogist (Donnerstag, 03 Juli 2014 16:28)

    ist aber auch nicht aus HH, wenn er auch so tut!!!

  • #13

    heimatkundler (Donnerstag, 03 Juli 2014 16:55)

    der blogist wohnt in hamburg. mehr hat er nie behauptet. darboven wohnt auch in hamburg. mehr nicht. wahler wohnt in bevensen.

  • #14

    Und (Donnerstag, 03 Juli 2014 16:59)

    wo ist jetzt das Problem ihr Flachpfeifen???

  • #15

    Kriemhilde (Donnerstag, 03 Juli 2014 17:28)

    Dass ist richtig, da oben ist das Land flach.

  • #16

    Als Polizist.... (Donnerstag, 03 Juli 2014 20:17)

    ...weich gefallen - welcher ein Klopper.

    Der "arme Kerl" ist kleiner Angestellter und insofern fürwahr ein solcher...

  • #17

    In 2 Jahren sind 10.000 Euro (Donnerstag, 03 Juli 2014 20:58)

    auch nur noch 8.000 Euro wert. Weiß nicht, ob Versicherungsmathematiker mit dem Kaufkraftverlust von fällig gewordenen Policen kalkulieren und das deswegen verschleppen.
    Heute bekommt man dafür vielleicht noch einen kleinen Dacia oder Kia.

  • #18

    Heute (Donnerstag, 03 Juli 2014 21:36)

    bin ich gar nicht erst hin. Gestern konnte man wenigstens nach den Trabrennen kommen. Heute: Trabrennen, dann Verteranen-Reiten, dann Hauptrennen und dann wieder ein Trabrennen. Lasst mal stecken! Und ab 20 Uhr stehen da nur noch Holländer rum. Da bleib ich lieber inner Kühltonne liegen.

  • #19

    sir harry lewis (Freitag, 04 Juli 2014 07:52)

    die arrogante hartleibigkeit dieser leute ist geradezu stilbildend. schleimscheißerisch im auftritt, aber herzlos bis auf den grund. kotzbrocken nennt man solches personal.

  • #20

    di (Freitag, 04 Juli 2014 09:13)

    contenance, wenn ich bitten darf. so geht man nicht mit hanseatischen kaffeekönigen um, und auch nicht mit bevenser anwälten. wie schon jemand richtig bemerkt hat, hat niemand den herrn nedorostek gezwungen, in horn zu reiten. das hat er ganz freiwillig getan, und nun muß er eben diese suppe mit der versicherung auslöffeln. da können die herren vom hrc leider so gar nichts für ihn tun. warum auch?

  • #21

    UNCLE SAM (Freitag, 04 Juli 2014 09:18)

    man sieht auch am schweigen der jubelperser, daß das thema nicht prickelt. wenngleich turf times es neulich mal kurz anriß, wenn ich das recht erinnere. aber ansonsten schweigen. auch wenn es wegen des sensationspotentials natürlich heftig in den BILD geschulten fingern juckt. aber man möchte die feier um helfi und moonie und trallalala nicht stören. zur not macht görsldorf eine pressekonferenz, oder gibt ein aktuelles bulletin raus. pfiffige pr maschine das!

  • #22

    früher, (Freitag, 04 Juli 2014 09:27)

    wurde er nur belächelt,ob seiner reitkünste.dank hh hat er wohlgesonnene freunde und gönner

  • #23

    Kriemhilde, (Freitag, 04 Juli 2014 12:26)

    da hatte er ja richtig mit diesen Unfall .

  • #24

    2. Versuch (Kriemhilde) (Freitag, 04 Juli 2014 13:20)

    Da hatte er ja richtig Glück mit diesen Unfall.

  • #25

    glückskeks (Freitag, 04 Juli 2014 16:00)

    ja, er kann von glück sagen, daß er in hamburg runtergefallen ist bzw. zusammengestoßen. da ist er wenigstens weich gefallen. und in echt hanseatischer umgebung. abends war sogar ein kaffeekönig am krankenbett. das ist schmerzensgeld genug.

  • #26

    Kriemhilde (Freitag, 04 Juli 2014 21:05)

    Es bleibt spannend. Wer wirft sich in diesen Jahr auf d. Hambuger Rasen um glücklich zu werden ?

  • #27

    300 Euro sind ungefähr soviel (Freitag, 04 Juli 2014 21:23)

    wie Herr Di in Italien für einen einfachen
    Tischwein springen läßt :-)

  • #28

    Wenn der Kaffeebaron (Freitag, 04 Juli 2014 21:28)

    dem Jockey jede Woche ein Pfund Idee-Kaffee
    schenkt, dann hat dieser in Naturalien über
    die zweite Lebenshälfte auch seinen geldwerten Vorteil
    in der Tasche.

    Ich nenne das die unpragmatische Bohnen-Lösung.

  • #29

    ja, (Samstag, 05 Juli 2014 07:49)

    mann nennt das barter geschäft - tausche zucker gegen stahl. tausche gesundheit gegen kaffee. hatte wahler nicht das fernseh angekündigt? kein live bericht. soweit man weiß.

  • #30

    bei ausreichender unfallversicherund, (Samstag, 05 Juli 2014 08:10)

    diese ist pflicht für die lizenz, dürften krankenhausaufenthalte und krankentagegeld und schmerzensgeld kein problem darstellen.

  • #31

    hier spricht (Samstag, 05 Juli 2014 10:14)

    herr kaiser von der iduna. rundrum sorglos paket mann, wahrscheinlich ein club vorsteher oder ein beauftragter.

  • #32

    Dafür gabs 10.000 : (Samstag, 05 Juli 2014 10:28)

    Plakat-Urteil nach Fahrradunfall

    Ein verkehrswidrig auf einem Fahrradweg aufgestelltes Wahlplakat kam der SPD bereits teuer zu stehen.

    Die Bundespartei musste 10.000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz an eine Radfahrerin zahlen, die mit ihrem Fahrrad daran hängen blieb und sich schwer verletzte.

    Der von der Partei im Europawahlkampf 2004 aufgestellte Plakatständer hatte rund 20 Zentimeter in den Fahrradweg hineingeragt. Die Frau musste im Gesicht operiert werden und war sechs Wochen lang krank geschrieben.

    Das Landgericht Frankfurt wies ein Mitverschulden der Frau an dem Unfall, wie die SPD argumentiert hatte, zurück. (AZ 2/20 O 78/06), dpa vom 27.4.2006.

  • #33

    denn (Samstag, 05 Juli 2014 10:33)

    Schuld daran ist nur die SPD!!!

  • #34

    Sauer macht Lustig: (Samstag, 05 Juli 2014 11:20)

    Um die Temperatur beim scharfen Anbraten
    von Fleisch zu regulieren,
    tropfe ich gerne frischen Zitronensaft aus der
    hohlen Hand über das Grillgut.
    Auch geschmacklich ein Genuß!

  • #35

    kassandro (Samstag, 05 Juli 2014 11:39)

    Solch verantwortunglose Urteile zu Gunsten der Radfahrerin tragen nicht gerade zu verantwortungsvollem Verhalten der Radfahrer im Straßenverkehr bei. An dem Unfall ist die dumme Gans eigentlich ganz allein selber schuld. Einem Hindernis von gerade einmal 20 cm muß man einfach ausweichen können.
    Ver.di sei Dank mußte ich letztes Jahr nach dem Hansa-Preis von Northeim mit dem Fahrrad um Mitternacht nach Hause fahren, immerhin gut 50 km. Auf einer engen landwirtschaftlichen Straße, wo sich Nachts nur GPS geleitete Radfahrer herumtummeln, lag da plötzlich ein gewaltiger Dachs mitten auf der Straße. So einem beweglichen Hindernis auszuweichen ist viel schwieriger auszuweichen, als einem festen Hindernis wie einem Plakatständer. Wenn Radfahrer und Dachs beide in derselben Richtung ausweichen kommt es unweigerlich zum Crash und das in Panik sich befindende Tier fängt möglicherweise auch noch zu beißen an.

  • #36

    Von hinten überfallen und das Rückgrat gebrochen (Samstag, 05 Juli 2014 11:41)

    "Selbst bei einem Sieg seiner Kollegen im Halbfinale gegen Deutschland und einem Triumph im Endspiel am 13. Juli im Maracanã kann der 22-jährige Hoffnungsträger höchstens in Trainingsklamotten den WM-Pokal hochhebe. Mit einem Wirbelbruch und einem Stützkorsett trat Neymar den Rückflug nach Rio de Janeiro an. In einem Krankenwagen legte er das letzte Stück Weg zum Teamquartier nach Teresópolis zurück."

    ...und wir haben bisher über Bissverletzungen diskutiert.
    Was kommt als nächstes ? Müssen alle Spieler vor Betreten des Platzes demnächst durch den Securitycheck und einen Wesenstest ablegen ?

  • #37

    Sie können froh sein unverheiratet zu sein (Samstag, 05 Juli 2014 11:46)

    "Wenn Radfahrer und Dachs beide in derselben Richtung ausweichen kommt es unweigerlich zum Crash und das in Panik sich befindende Tier fängt möglicherweise auch noch zu beißen an. "

  • #38

    schlimmer (Samstag, 05 Juli 2014 11:54)

    wenn der Dachs ins Minus fällt

  • #39

    Einen an der Waffel ? (Samstag, 05 Juli 2014 14:41)

    "Auf „Sport-Welt-TV“ geht es dieser Tag Schlag auf Schlag. Nachdem bereits der Favorit für das IDEE 145. Deutsche Derby, Sea The Moon, mit einem Video-Clip bedacht wurde, folgt nun die zweite Waffe von Trainer Markus Klug."

    In schöner Regelmäßigkeit schreibt auch der Waffennarr
    der Sportwelt über Militaria.

  • #40

    Ich glaube, (Samstag, 05 Juli 2014 16:10)

    heute ist Tiernamentrainer-Tag :-)

  • #41

    Die Schnake hat zugebissen! (Samstag, 05 Juli 2014 16:49)

    Sag ich doch:
    Tiernamentrainer-Tag LOL !

  • #42

    Reisen hält jung (Samstag, 05 Juli 2014 22:53)

    Man sagt ja ein Astronaut, der sich im Weltall
    aufhält, altert nicht gegenüber Menschen auf der Erde.
    Ich glaube, deswegen ist Hein Bollow auch weiterhin
    so fit. Er wird mit jedem Rennbahnbesuch jünger
    Die Chinesen werden auch so alt.

    Reis hält auch jung!

  • #43

    Morgen reitet in (Samstag, 05 Juli 2014 23:22)

    Mannheim im Amateurrennen eine Mutter gegen ihre Tochter.
    Hals und Bein