Joint Venture

Das Deutsche Derby gehört keinem Verein, und auch keiner Stadt. Es ist die Zentralveranstaltung der Besitzer, die die oder den besten Dreijährigen ermitteln. Es muß da gelaufen werden, wo faire Bedingungen für Tier und Mensch herrschen, und wo zusätzlich die größten Kostendeckungsbeiträge für den Sport erwirtschaftet werden können. Das ist nicht leicht unter einen Hut zu bringen; das beste Geläuf hat unbestritten München, aber wo das für den Sport profitabelste Meeting möglich ist, das ist sehr fraglich. Hamburg hat jahrzehntelang das Derby ausgerichtet, und ist mittlerweile am Derbysonntag bei um und bei 10.000 Besuchern angelangt. Gleichzeitig ist der Verein operativ insolvent, und wird künstlich mit Bürgschaften am Leben erhalten. Da ist er nicht der einzige, auch andernorts werden nur mit Spenden die Vereine am Leben gehalten. Aber, es gibt hausgemachte Probleme in Hamburg, die oft angesprochen wurden, vornehmlich die mangelnde Umwerbung des Publikums inkl. aktiven Vergraulens von Werbepartnern durch den ungehobelten Dienstleister, und dazu gehört auch die Unfähigkeit des Leitungspersonals, mit dem Rest des Rennsports zusammen zu arbeiten. Daher und konsequenterweise die Ausschreibung.

 

Aber was ist die Alternative? Welcher Rennverein kann 4 Tage Meeting alleine stemmen? Ich glaube, das kann keiner richtig. Ich glaube, daß ein Derbymeeting dringend eine Veranstaltung werden muß, an der alle beteiligt sein müssen, die ein Scherflein beitragen können, operativ vor allen Dingen. Überregionale Sponsoren für die großen Rennen, professionelle Geläufbearbeitung, professionelle Werbung vor Ort und in den Medien, abgestimmte Ausschreibung mit Nachbarterminen, bürokratische Unterstützung. Hamburg zeigt, daß es an allem irgendwie mangelt; es geht was, aber nur sehr mürrisch und flickschusterhaft und letztlich amateurhaft.

 

Ich würde die Bewerber, wenn es denn außer München mehrere geben sollte, alle an einen Tisch holen, und beraten, wie man gemeinsam das Beste für den Deutschen Rennsport machen kann. Wer hat welches Geläuf, wer hat welche Sponsoren, wer hat welche Kontakte zu welchen Medien, wer hat welchen Apparat. Was kann die Zentrale koordinieren. Die Besitzer sind nicht für die Rennvereine da, sondern umgekehrt. Es geht nicht darum, Eitelkeiten zu befriedigen, sondern was zu erwirtschaften, damit der Sport erhalten werden kann.

 

Am Anfang der Strukturreform stand immer der Gedanke des koordinierten Nutzens von Synergien. Wann wenn nicht jetzt, wo wenn nicht in diesem speziellen Fall.

 

Nun kommt Leben in die Bude; mit großem Aplomp berichtet das Abendblatt von Plänen des HRC, juristisch gegen die Ausschreibung vorzugehen. Der Kaffee König wird mit dem Satz zitiert: Das Derby gehört nach Hamburg, Basta! Das mag man so sehen, aber dieser Vorstand gehört in die Wüste. Basta!

 

Sehr interessant an der Darstellung des Falles durch Herrn Jens Mayer-Odewald im Abendblatt (Darboven - Aus Freude am Leben, Autor Jens Mayer-Odewald) ist das, was weggelassen wird, nämlich die naheliegende Geschichte dieses angeblich unverständlichen Streits, der seit den Tagen von Herrn von Gärtner schwelt, und zwar zwischen diesem Vorstand und der Zentrale. Aber niemand in Hamburg will das wahrhaben, schon gar nicht im Verein, wo es zwar eine Menge Leute gibt, die den Vorstand schlimm finden, aber alle glauben, es mit dem Kaffee König nicht verderben zu dürfen. Das lähmt diesen Verein seit Jahren. Aber nur in Hamburg. Außerhalb ist den Leuten diese Zurückhaltung fremd, wie man schon letztes Jahr erkennen konnte, als es zumindest intern bereits um diese Wurst ging, und Herr Wahler einen wichtigen Termin in Köln nicht wahrgenommen hat, weil er anderes zu tun hatte. 

 

Er selbst läßt sich im Abendblatt durchaus richtig zitieren, keinem Verein oder keiner Person gehöre das Derby. Gleichwohl möchte er, offenbar im Namen des HRC, Schadenersatzansprüche gegen das DVR geltend machen. Wie das? Welche Rechte reklamiert der HRC im Lichte seiner eigenen Erkenntnis, und wessen Schaden möchte er wie begründen und beziffern?  Oder möchte er im Namen der Freien und Hansestadt Hamburg klagen?

 

Das ist alles genauso peinlich und amateurhaft, wie die ganze Administration des Derbymeetings durch den amtierenden Vorstand.

 

http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article2364489/Hamburg-kaempft-um-sein-Traditions-Derby.html

 

Sehr richtig beklagt heute Daniel Delius den allgemeinen Verfalls des Stils im Umgang im Rennsport. Da hat er Recht, der Stil ist lange flöten gegangen, man geht rüde und stillos miteinander um. Zum Beispiel in Form von Abmahnungen gegenüber langjährigen Werbepartnern in Hamburg, die kostenlose Stadtteilblätter mit redaktionellen Inhalten zum Deutschen Galoppderby  im Hamburger Osten verteilt haben wie auch auf der Bahn, und die damit jahrelang ein für den Rennclub kostenloses Scherflein zum Zuschauerbesuch beigesteuert haben.  Die hat man stil- und völlig grundlos durch den Dienstleister Dequidia abgemahnt, weil angebilch eine parasitäre Ausnutzung der Website vorlag. Autorin dieser Abmahnung war Frau Delius, Düsseldorf. Insofern hat ihr Gatte völlig Recht, die Sitten verkommen immer mehr, und der Rennsport hat den Schaden. Heute gibt es diese Umsonstwerbung nicht mehr, und die Zuschauer bleiben zu Hause. Ursache und Wirkung. 

 

Das Abendblatt hat seine Panikberichterstattung schon wieder eingestellt; wahrscheinlich war der Blattleitung das Thema dann doch erstmal nicht so wichtig, wie Herr Meyer-Odewald meinte. Der HRC hat diese Instrumentalisierung schon zu Zeiten des Mobbings von v. Gärtner ausgiebig genutzt, und der Kaffee König hat im Abendblatt breitflächig den Rausschmiss seines Sohnes aus dem Kaffee Reich zelebriert. Dazu die schillernde Biographie aus der Feder des Redakteurs, und schon ist das ist eine picobello Symbiose von bewährter Qualität. Man möchte die Öffentlichkeit und den Senat instrumentalisieren, aber es gibt auch Leute, die mehr Informationen zum Thema parat haben als wüstes Geschrei und leere Drohungen mit den Gerichten. Es wird in der Tat Zeit, daß sich die Stadt eingehend mit dem Derby beschäftigt, und damit auch mit der Art und Weise, wie diese Tradition gepflegt und gehegt wird. Die Anlage ist morsch, das Geläuf war nach einem Zwischenhoch am Ende am Ende, und der Zuschauerrückgang nach der fehlenden Werbung in der Stadt absehbar und folgerichtig. Dazu die halsstarrige Terminierung der Rennen - zweitwichtigstes Rennen des Meetings an einem Dienstag! - und schwups ist der objektive Teil des Desasters fixfertig. Dazu kommen dann die oft beschworenen Kommunikationsqualitäten gegenüber Dritten aller Art. Und zum guten Beschluß die Bürgschaften, die drohend in der Landschaft hängen, und deren Schicksal natürlich beim Wechsel der dramatis personae nicht mehr in der Hand der Bürgen ist, sondern absehbar prekär.

 

Der Schritt des Präsidiums ist nachvollziehbar, aber auch gefährlich. Denn nun muß man diesen Weg zu Ende gehen und das Verfahren objektiv durchziehen. Ein Zurück gibt es ohne Gesichtsverlust nicht, und auch keine Mauscheleien. Wenn München eine belastbare Finanzierung dokumentieren kann, dann ist nicht vorstellbar, woher in Hamburg auf einmal die Gelder kommen sollen, die jahrelang nicht mehr vorhanden waren. Als Bürger dieser Stadt würde ich dem Senat kein Steuergeld mehr geben wollen, welches an diesen Vorstand ausgekehrt würde. Dann lieber zum Fenster hinaus damit, da kriegt es dann vielleicht Junge. 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 51
  • #1

    da ist ja (Mittwoch, 08 August 2012 19:58)

    'nen joint venture mit tante amelie einfacher :-)
    im Übrigen interessieren sich die Medien nicht die Bohne für irgendein Derby (watten datten ?)und der Boden
    hängt immer noch vom Wetter ab,gelle :-))

  • #2

    was hat der wetter (Mittwoch, 08 August 2012)

    damit zu tun? lol

  • #3

    Nun gehört also (Mittwoch, 08 August 2012 20:41)

    Nach Auffassung von Herrn Schmelz auch das Derby ihm. Als Besitzer. So wie alles im Sport ihm als Besitzer und Zahler gehört.

  • #4

    da erwartet der Meister (Mittwoch, 08 August 2012 20:42)

    ein Joint Venture,von Leuten die nichtmal in der Lage sind so über'n Daumen einzuschätzen wann die Dunkelheit hereinbricht,ich schmeiß mich weg vor all diesen Künstlern :-)

  • #5

    die haben doch (Mittwoch, 08 August 2012 20:43)

    Flutlicht in Kölle,gelle

  • #6

    j-w- (Mittwoch, 08 August 2012 21:10)

    immer wird münchen genannt. irgendwie unsinn. dr. poth hat das kölner angebot schon im letzten jahr abgelehnt. und will v. bötticher das ding wirklich? und wenn ja, warum ?
    derzeit mußte das halbe dach einer tribüne augebaut werden, da eine sanierung nicht finanzierbar war. jetzt schon gibts remidemmi um abriß und neubauten der stallungsbebauden. was zwar sinnvol wäre, aber erstens derzeit auch nicht finanzierbar und zweitens wohin mit den riemer bediensteten ? die leben zwar in bescheidenen baulichen verhältnissen, aber halt auch in auch für sie bezahlbaren verhältnissen. für die böttichers etc. wohl nicht nachvollziehbar, aber das leben gibt es auch außerhalb der spekulationspseudokriminalität. die trainingsanlage muß so oder so verkauft werden. nachdem die golfer weg sind, damit auch wieder eine "ausgleichsfläche" existiert und im innenraum eine sandbahn angelegt werden kann. wo, wann und warum also in münchen eine derbywoche? hoppegarten wird aauch nicht gehen, das gibt der finanzausgleich auch bei großzügigster auslegung nicht her. also last das ding in HH und schmeißt nur die jetzige versagerclique raus. das ist für alle billiger ...

  • #7

    der Sport (Mittwoch, 08 August 2012 22:14)

    wird das niemals nicht selbst erwirtschaften, sozusagen

  • #8

    donvito (Mittwoch, 08 August 2012 22:46)

    wenn es geht nachmittags ab 16 uhr mit ner 7 rennen karte als pmu renntag abhalten.

  • #9

    kassandro (Donnerstag, 09 August 2012 10:10)

    Ich wär so gerne Funktionär,
    dann wär mein Ego noch viel mehr, ...
    Dieser Song wird hier immer mehr zum Evreegreen.

    Aber wem gehört das Deutsche Derby überhaupt? Das Rennen gibt es seit 1869 und es wurde vom HRC zu dem gemacht, was es heute ist. Ein Direktorium gab es damals nicht und es mir nicht bekannt, daß das Derby durch irgendeine Tranaktion in dessen Besitz übergegangen wäre. Dem Direktorium gehören überhaupt keine Rennen. Die gehören den Rennvereinen und die übernehmen auch das finanzielle Risiko. Die Ausschreibung ist also nicht gerechtfertigt sondern schlichtweg rechtswidrig. Das Direktorium gehört wegen Renndiebstahls angezeigt und der Schmelz wegen Beihilfe. Es ist überhaupt verwunderlich, daß man ihn nicht schon wegen fortgesetzten, Vereinsschädigenden Verhaltens hinausgeschmissen hat. Dauernd versucht er den Verein insolvent zu reden. Erinnern wir uns nur an den Fall Rolf Breuer - Deutsche Bank - Leo Kirch. Der hat nur vage Andeutung über die Kreditwürdigkeit des Medienmoguls gemacht und jetzt sitzt die Deutsche Bank für diese Dummheit tief im Schlamassel. Die Rahmenbedingungen für das Derby sind in Hamburg nicht optimal und vor diesem Hintergrund muß man dem HRC insgesamt eine gute Arbeit als Veranstalter bescheinigen. Es gibt auch keinerlei Zweifel, daß der HRC das Derby nicht auch in den nächsten Jahren stemmen kann. Solange der Kaffeekönig auf seinem Thron sitzt, ist das Derby in Hamburg und der Konjunktiv in obigem Lied gesichert. Wozu also diese völlig unbegründete und feindseelige Ausschreibung? Eine Verschwörungstheorie, die sich um Baden Racing herumspinnt, habe ich hier schon zwei mal zum besten gegegeben. Eine zweite Verschwörungstheorie wäre, daß diese Ausschreibung dem HRC gar nicht so ungelegen kommt. Mit "Das Derby ist für Hamburg in Gefahr" hätte man ein besseres Verhandlungspfand bei den Verhandlungen mit dem Senat in der Hand. Die erste Theorie ist viel wahrscheinlicher als die zweite. Gesichert ist allerdings, daß hier eine miese Tour gefahren wird.

  • #10

    donvito (Donnerstag, 09 August 2012 14:09)

    Zumindest hält sich kassander an des Bloggers Vorgaben:
    Er bedient die Komikebene wie kein Zweiter.

  • #11

    der Peter hat noch mal herausgestellt, (Donnerstag, 09 August 2012 23:48)

    daß sich ein neuer Bewerber verpflichten
    müßte, daß Derby für mindestens 3 Jahre
    auszurichten.
    Bis dahin könnte Pauli und der HSV abgestiegen
    sein und Hamburg sich wieder öffnen für neue,
    alte sportliche Herausforderungen.

  • #12

    trade marked (Freitag, 10 August 2012 13:40)

    die sache mit der abmahnung durch frau delius wurde vor einigen jahren in den foren ausgibig diskutiert. heraus kam dabei auf jedem fall, dass der hamburger rennverein die marke deutsches derby als sein recht eintragen lassen hat.
    wenn also ein inhaber eines kostenlos verteilten werbeblattes auf seiner internetseite diese eingetragene marke nutzt um interessenten , die vermeintlich beim derby hamburg landen auf seine werbeseiten zu locken, so war das nicht rechtmässig, weil er sich einer geschützten marke bedient hat.

    das selbe gilt übrigens auch für das dvr.

    auch andreas tiedke sollte sich überlegen eine eingetragende marke eines anderen zu vermarkten.

  • #13

    es ist was hängengeblieben an Frau(ke) Delius, (Freitag, 10 August 2012 13:53)

    das bleibt hängen!

  • #14

    Ich glaube schon, (Freitag, 10 August 2012 13:57)

    daß Kassandro erheblich mehr Durchblick hat, als donvito. Zumindest, wenn ich mir die Postings einmal so durchlese.
    Die Frage ist doch wirklich einmal an den Blocschreiber zu stellen, warum er mit immer neuen Aufsätzen "seinem" Verein immer wieder versucht zu schaden?
    Oder warum er immer noch Mitglied in diesem Verein ist.

    Wenn ich Mitglied im Hamburger Rennclub wäre, würde ich den Antrag stellen Herrn Schmelz wegen Schädigung des Ansehens des Rennsports die Mitgliedschaft zu entziehen. Das hat es bei uns schon gegeben und das hat schnell zu Ruhe geführt.

  • #15

    Ich könnte mir das Derby in München (Freitag, 10 August 2012 14:06)

    gut vorstellen, auf einer Rennbahn,
    die als regelmäßiger Veranstalter
    von Pferderennen auftritt und nicht
    nur als Meetingsbahn und den Rest
    des Jahres im Dornröschenschlaf versinkt.

    Mein Gedanke: Das Derby auf einer Bahn
    veranstalten, die nicht nur Meetingsveranstalter ist.

  • #16

    kassandro (Freitag, 10 August 2012 14:18)

    Abgemahnt wurde da niemand. Es wurde nur damit gedroht, und gedroht hat der Schmelz mir auch schon mit allerhand. Z.B. wollte er für GröBaZ gleich eine fünftstellige Summe, weil ich ihn damit in die Nähe des Nationalsozialismus gerückt hätte. Ich war damals der schärfste Kritiker dieser Drohungen von Dequia und ich bin mir sicher, daß man sich jetzt nicht mehr so dumm verhalten würde. Deswegen ist es auch lächerlich, diese Geschichte immer wieder auszugraben.

  • #17

    tjauu,kassandra Durchblick.............., (Freitag, 10 August 2012 14:22)

    Du bist vielleicht ein Spinner !!!
    diese Type ist nicht mal in der Lage sich auf einer Rennbahn kurz mal unter den Achseln frisch zu machen,einfach erbärmlich.
    offensichtlich bist Du selbst der Kollege Achselschweiß,denn nur Er selbst kann wohl sein Ego gut finden.

  • #18

    Das Derby in Hamburg ist in ein Loch gefallen, (Freitag, 10 August 2012 14:28)

    und Frau Delius und der Rennverein
    haben gemeinsam die Grube ausgehoben.

    Aber:
    Wer anderen eine Grube gräbt,
    fällt selbst hinein!

  • #19

    Eine Meetingsbahn (Freitag, 10 August 2012 14:42)

    ohne eigenen Trainingsbetrieb für ein einziges, demnächst wohl nur noch viertägiges Meeting pro Jahr zu unterhalten scheint mir, wirtschaftlich gesehen, wenig sinnvoll.

  • #20

    In Düsseldorf waren beim Henkel-Diana-Renntag (Freitag, 10 August 2012 14:53)

    über 20.000 Zuschauer zu Besuch.
    .
    Das Derby läuft in Hamburg rum
    wie im Märchen "Des Königs neue
    Kleider" aber wer das ausspricht,
    dem wird der Mund verboten.

  • #21

    kassandro (Freitag, 10 August 2012 15:15)

    @Anonymes Würstchen #17:
    In meinem Beitrag #16 ging es weder um mein Ego noch um meinen Schweiß, für den nun schon unzählige male deinen Neid bekundet hast.

    Hier ein Link zum alten Galopperforum
    http://bb3.galopper-forum.de/viewtopic.php?t=3041&postdays=0&postorder=asc&start=122
    Die Geschichte wurde damals von Crocodile alias Diplomat aufgegriffen.

  • #22

    kassandro (Freitag, 10 August 2012 15:33)

    Und jetzt wird erst richtig lustig: Wenn man jetzt die Seite http://www.deutsches-derby.de/ anklickt, so sind die guten alten Seiten wieder da. Die von Schmelz nun schon mehrfach ausgegrabene olle Kamelle hat sich also schon längst wieder in Wohlgefallen aufgelöst. Es sind also keine bleibende Schäden zurückgeblieben. Auch meine damaligen Vorwürfe gegen Dequia haben sich in Wohlgefallen aufgelöst. Die Derby-Webseite hat sich dramtisch gebessert und aus Turf-Times ist mittlerweile ein regelrechtes Internet-Imperium geworden, das gerne Ideen der Basis aufgreift. Die alte Geschichte sollte jetzt also endlich für immer und ewig begraben werden.

  • #23

    Hafenlümmel (Freitag, 10 August 2012 15:34)

    Ich finde es richtig, immer wieder auf diese Geschichte hinzuweisen, Kassandro, wenn es um den Niedergang des Derbys geht. Es fehlen ja die Zuschauer, und die hat man vergrault, auch durch diese Aktionen. Ausserdem macht Herr Delius Geschäfte mit dem Hamburger Rennverein, da ist er wie seine Frau dan natürlich befangen. Wie in Baden Baden bei der Auktion.

  • #24

    The_Man (Freitag, 10 August 2012 20:18)

    muß mich mal kurz einschalten. Das Derby geht seit v. Gärtner den Bach runter, danach alles ohne Konzept. Hat Delius nur wenig Anteil dran. Wahler und Darboven kein Konzept. Nur Show.

  • #25

    es sagt viel (Freitag, 10 August 2012 20:31)

    wenn ein mann, der einer sperre wegen dopings nur entging weil er schnell seine besitzertrainerlaufbahn beendete,präsident eines rennvereines wird.

  • #26

    in Saratoga hat übrigens gerade (Freitag, 10 August 2012 21:50)

    "Insolvent" gewonnen.
    Dem 2jährigen Tier gehört die Zukunft.

  • #27

    kassandro (Samstag, 11 August 2012 00:11)

    Natürlich ist es korrekt, daß der HRC Delius' größter Kunde ist und insgesamt ist das eine vernünftige Partnerschaft. Dennoch wird sich Delius aus dem jetzt heraufziehenden Krieg heraushalten, denn wenn er auf der Verliererseite steht, würde das für ihn existenzielle Folgen haben. Im Grunde nimmt er in dem Turftimes-Leitartikel eine neutrale Position ein, auch wenn sich Schmelz darüber ärgert. Im Gegensatz zu Delius werde ich mich in diesem Krieg allerdings als Scharfmacher betätigen.

    Die dumme Geschichte mit dem Herausgeber der Stadtteilzeitungen und dem Eigentümer der Webseite http://www.deutsches-derby.de/ wurde offenbar einvernehmlich bereinigt, denn die Webseite ist mit vollem Inhalt aber ohne HRC-Wappen wieder da, und der Fehler wurde nach der heftigen Kritik im Galopperforum auch nicht wiederholt. Also sehe ich nicht den geringsten Grund, warum man diese Geschichte ständig aufgewärmt.
    Nun gibt es eine ähnlich alte Geschichte, die ich ständig aufwärme: Die Geschichte von dancingbrave. Damit ist nicht das gleichnamige Rennpferd gemeint, sondern ein Nick im damaligen Galopperforum. Da dieser dancingbrave nocht nicht aktiv war, wußte keiner, wer dahintersteckte, als mir dieser via PN dazu gratulierte, den dailyimpact alias Schmelz aus dem Forum getrieben zu haben. Nach einigen Beiträgen wurde dieser dancingbrave von parlo realtiv schnell als Reincarnation von dailyimpact erkannt. Warum lasse ich diese Geschichte im Gegensatz zur Delius-Geschichte nicht ruhen? Der Grund ist ganz einfach: Während Delius aus der Geschichte gelernt hat und sie nicht wiederholt, hat sich Schmelz seitdem nicht geändert und wird sich wohl auch nicht mehr ändern: Er hat damals solch eine billige Intrige begangen und wird dies auch weiter tun. Die Lehre für diesen Blog ist, daß Schmelz seinen offiziellen Beiträgen noch anonyme Schmierereien anfügt, die er sich unter seinem eigenen Namen nicht zu schreiben traut. Deswegen glaube ich auch nicht, daß er die anonyme Kommentar-Sektion abschalten wird. Das würde er selber gar nicht aushalten. Wenn ich hingegen den Eindruck gewänne, daß Schmez keine billigen Tricks mehr anwendet, dann würde ich auch dancingbrave vergessen.

  • #28

    Solange Schmelz nicht HolzMichl ist... (Samstag, 11 August 2012 00:14)

    beide schreiben immer nur vom
    weißen DinnerJacket lol

  • #29

    in Baden-Baden sollte man vielleicht (Samstag, 11 August 2012 00:35)

    auch auf einen Bahnsprecher aus
    München zurückgreifen. Die haben
    da nur Gute.

  • #30

    kassandro (Samstag, 11 August 2012 01:34)

    Der obige Artikel im Hamburger Abendblatt ist offenbar nur für Abonnenten lesbar. Vom selben Konzern gibt's den folgenden sehr lesenswerten Artikel zum Thema (aufgegriffen im Tippspielforum):
    http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article108563211/Kampf-gegen-Muenchen-um-das-Galopp-Derby.html
    Dieser Artikel enthält einen sehr wichtigen Gedankengang: Wenn Hamburg sich um das Derby bewirbt, erklärt es den Derby-Diebstahl für rechtens. Das Derby gehört dem HRC und deshalb darf er nicht darum betteln. Normalerweise bin ich strikt gegen Prozessiererei aber in diesem Fall darf man nicht feige zurückweichen und man muß schnell und hart handeln, damit die, die den Krieg ohne Not angezettelt haben, in der Öffentlichkeit als die böse Buben klar erkenntlich bleiben. So ein Krieg ist natürlich das letzte, was der Galoppsport braucht und deshalb muß für den direkt verantwortlichen Herrn vom DVR am Ende auch sein persönliches Ende im Galoppsport stehen.
    Ohne die Bewerbung Münchens wäre der Angriff vom DVR schon am Anfang zusammengebrochen. Wenn sich überhaupt keiner für das Derby bewerben würde, muß der DVR das Besitzrecht anerkennen. München war also von vornherein in diese Intrige eingebunden. Das ist sehr bedauerlich, denn München würde das Derby nicht auf Dauer bekommen. 1-2 mal würde es vielleicht dort ausgetragen werden, aber dann ginge es dorthin, wohin es schon seit einiger Zeit hin soll. In München können sie dann Eselsrennen veranstalten und Boetticher & Co können selber mitlaufen, denn sie sind letztlich nur die nützlichen Idioten in diesem üblen Spiel. Nicht nur Hamburg sondern die Rennvereine insgesamt wären die großen Verlierer, denn sie würden ihre eigenen Rennen an das Direktorium verlieren. Nur das finanzielle Risiko dürften sie behalten und das kann einfach nicht funktionieren. Es liegt also im eigenen Interesse sich mit Hamburg zu solidarisieren. Wenn sich das Direktorium beim Derby durchsetzt, dann wird es mit den anderen Rennvereinen in einigen Jahren umspringen wie der letzte Dreck. Es wird dann einen Premium-Veranstalter, der das DVR kontrolliert, und eine Gruppe von Resteverwertern geben.

  • #31

    oho (Samstag, 11 August 2012 03:40)

    freund k schreibt gerne viel

  • #32

    wer (Samstag, 11 August 2012 03:41)

    liest es?

  • #33

    das sind Artefakte! (Samstag, 11 August 2012 05:32)

    :-)

  • #34

    stellt mal eure (Samstag, 11 August 2012 07:18)

    Uhr,oder schlagt ihr euch wegen solch einem Müll die Nacht um die Ohren ?! :-)
    wen interessiert denn dieser ganze Mist,sowas von unwichtig

  • #35

    j.w. (Samstag, 11 August 2012 07:37)

    das ist etwas kurz gedacht, kassandro. den münchnern geht es nur um ein weiteres pfand in der hand. der stadt gegenüber, beim verkauf des trainingsgeländes. die andere kiste ist ihre behauptung, das derby "geöre" hamburg. wie kann eine veranstaltung einem verein gehören, der nicht einmal ein entsprechendes grundstück anzubieten hat? 400 000€ minusabdeckung, die gehörten besher immer hamburg. aber nicht dem rennverein, sondern allen hamburgern. und wenn die wirklich ernst machen und nix mehr zahlen, dann ist sowieso alles aus. die träume von einer gemeinsamen bahn für galopper und traber sind unsinn. dafür sind die bahnlichen anforderungen einfach unterschiedlich. in austria geht das nur so notdürftig, weil es sonst keine bahnen mehr gibt ...

  • #36

    onkle Tchibo (Samstag, 11 August 2012 08:11)

    günther herz, der im gegensatz zum kaffee könig wirklich kohle hat und die traber ganz allein und privat am leben hält, günther herz findet diesen vorstand bestimmt auch ganz große klasse. daher geht es mit der doppelrennbahn seit etwa mitte der 2000er auch zügig voran. hrc und herz sind ein herz und eine seele.

  • #37

    Akupunktör (Samstag, 11 August 2012 08:16)

    was mag der Lindenhofer jetzt durchleiden? So kurz im Vorstand, und schon alles im Eimer? Da kann nur die BBAG helfen.

  • #38

    Bahnsprecher (Samstag, 11 August 2012 08:50)

    #29
    München soll nur gute Bahnsprecher haben?
    die haben nicht mal einen guten!

  • #39

    donvito (Samstag, 11 August 2012 09:44)

    ich finde es ja schön, kassander, dass sie die ideen der sog. basis ansprechen. da ist ja sogar der ein oder andere gute vorschlag dabei. was nie dabei war und ist, wie die ganze chose bezahlt werden soll und vor allem: von wem. sie als mann mit durchblick könnten doch endlich mal tacheles reden und einen finanzierungsplan aufstellen. wenn sie das zu wege bringen, dann bin ich mir sicher, wird sich etwas ändern. und nun sie bitte....

  • #40

    Das Taschengeld von donvito (Samstag, 11 August 2012 10:47)

    wird zur Hälfte liquidiert!

  • #41

    donvito (Samstag, 11 August 2012 12:00)

    bist Du's wirklich ??
    furchtbar,jetzt enttäuscht unser Sportstudent auch noch seine letzten Fans,ein Joint Venture mit dem Kollegen Achselschweiß,unglaublich :-)

    wildpfad,holzmichl,diplo,was sagt Ihr dazu :-))

  • #42

    experte (Samstag, 11 August 2012 12:07)

    interessant das keiner der beiden Herren in irgendeiner Form an Entscheidungen beteiligt ist.

  • #43

    am Start (Samstag, 11 August 2012 12:11)

    Zartbitter Knoblauch-Nuss

  • #44

    counselor (Samstag, 11 August 2012 15:35)

    beide herren sind an nichts beteiligt, das macht ihre strenge unparteilichkeit aus. dazu eine gehörige portion sachkenntnis speziell im fall kassandros. hier im block wird echte politik gemscht!

  • #45

    Mir wurde angetragen, (Samstag, 11 August 2012)

    daß München bereits über Erfahrung
    in der Ausrichtung des Deutschen Derbys
    besitzt.

  • #46

    Bucht man an Bord der QM oder der QE (Sonntag, 12 August 2012 08:32)

    eine Kabine der 1. Klasse, dann stellt man während der Reise fest, dass es auf dem Promenadendeck noch eine "wirkliche" 1. Klasse gibt, mit goldenen Namensschildern der Jahresmieter.

    So ähnlich fühlt man sich, wenn man nach dem Lesen des Gruppe I-Rennens in Riem nach Deauville blättert....

  • #47

    Das hat was von Platos (Sonntag, 12 August 2012 11:14)

    Höhlengleichnis!

    ...alles nur Sport-Flüchtlinge in Deuville.

  • #48

    donvito (Sonntag, 12 August 2012 22:35)

    Herr Tamrath ist als Experte natürlich überall beteiligt und darf auch als einziger etwas sagen. Wir lauschen. Aber auch Herr hat bislang noch nie etwas über Finanzierbarkeit gesagt.

  • #49

    kassandro (Montag, 13 August 2012 07:20)

    @j.w.:
    Das Argument mit der verbesserten Verahndlungsbasis gegenüber der Stadt München, leuchtet ein. Wenn Münchner Rennverein das Derby bekommt, könnte man ihm entgegenkommen, wenn es darum geht aus dem Trainingsgelände Baugelände zu machen. Bislang möchte ja die Stadt das Gelände dem Rennverein billig abkaufen und dann selbst die Wertsteigerung einsacken. Indirekt wäre das die größte Subvention aller Zeiten. Viel mehr als alle Galopp-Subventionen der Stadt Hamburg zusammen, die nach einer hier geposteten PDF-Datei zuletzt deutlich weniger als jährlich 400000€ betrug.

    Das Argument mit dem eigenen Grundstück ist hingegen lächerlich, denn dann dürfte eigentlich nur die Münchner Rennen veranstalten. Auch besitzen die meisten Bundesligevereine kein eigenes Stadion und bis vor wenigen Jahren hat das auch der FCB besessen.

    Der Witz an der Doppelrennbahn ist natürlich, daß dann das Gelände in Bahrenfeld für die Stadt Hamburg frei wird und in Hamburg explodieren die Immobilienwerte wie nirgendwo sonst. Aus dem Gewinn könnte man dann locker die Doppelbahn finanzieren. Auch gäbe es natürlich im operativen Bereich Synergien. Wie sie schon angesprochen haben, brauchen jedoch Galopper und Traber jeweils ein eigenes Geläuf. Das der Traber wäre dann von den Zuschauern durch die Grasbahn getrennt, was diese natürlich nicht wollen. Deshalb haben diese das Proejkt von Anfang an nur scheinbar unterstützt, um die Stadt nicht zu verärgern. In Wirklichkeit wollen sie die Doppelrennbahn aber nicht, wofür ich aus den obigen Gründen auch Verständnis habe. Das Gelände in Horn ist meiner Meinung nach nicht genügend groß, um eine moderne Rennbahn hinzustellen. Am besten wäre so ein riesiges Gelände, wie die Stadt Hannover für den Rennverein in Langenhagen, also außerhalb des eigenen Stadtgebiets, gekauft hat.

  • #50

    damit kassandro endlich mal begreift (Montag, 13 August 2012 20:12)

    http://www.turf-times.de/tt-artikel/erste-ffentliche-stellungnahme-des-direktoriums-zur-derby-ausschreibung-baden-racing-bewi

  • #51

    j.w. (Montag, 13 August 2012 20:46)

    also die wertsteigerung der münchner trainingsanlage über weit über 100 jahre als subvention des rennvereines zu begreifen ist hirnrissig. alle bauherren in münchen, bayern, deutschland und in der welt haben von wertsteigerungen ihrer grundstücke provitiert. oder auch nicht. je nachdem wie gefragt die liegenschaften halt sind/waren.
    Die Problematik einer Doppelrennbahn werden sie nie begreifen, das sie weder jemals geritten sind noch einen traber gefahren haben. aber schauen sie sich per internet mal trabrennbahnen im vergleich zu galopperbahnen an. gesamtlänge, linienführung und vor allen die kurvenüberhöhung. ihr argument einer bahn in der wildnis mag für hannover taugen. da gibt es ja sonst außer der messe nix mehr. auch hier ist austria abschreckungsfasvorit. trotz des casinos. man muß den leuen die kisten dahin bauen wo sie die wollen. und nicht weil da gewrade platz ist ...