Italien

Nun aber endlich zum Donizetti und dem Wunderwein.

 

Die Vorstellung, Italien könnte die EU verlassen, ist unvorstellbar. Wer soll dann die mediterranen Aspekte für die Nordeuropäer bedienen? Griechen, zu Ouzo mäßig, Spanier zu katholisch, Franzosen zu arrogant. Es bleiben also nur die Italiäner übrig. Immer zu einem Spaß aufgelegt, immer hellwach, und das Alles umsonst als Zugabe zu diesem Landstrich mit den vielen Pflanzen und Gegenden. Oben scheint die Sonne, sie brennt sogar, aber unten ist alles in Butter trotz Lire Krise und Berlusconi. Eben gerade wieder in Sulzano, hoch über dem See, in der Trattoria Il Cacciatore     (http://www.trattoriacacciatore.it/ ), nach ermüdendem Anstieg in der sengenden Sonne, ein Blick wie aus dem Kino auf Monte Isola unter der Pergola hindurch, drinnen servieren sie Fische aus dem See auf verschiedene Arten kompetent verarbeitet, sogar als Ragout zu Nudeln. Schmecken fast wie Bottarga.

 

Der Lago Iseo ist etwas kleiner als Garda und Comer See und liegt dazwischen, und mitten drin liegt die Insel Monte Isola. Es halten sich keine Deutschen hier auf, sondern Italiäner und Belgier und Holländer. Was zu einer angenehmen Mischung mit Kindern und wenig Verkehr führt. Am Gardasee hingegen ist nur noch Verkehr. Am südlichen Ufer des Sees, in Clusane, gibt es das Hotel & Relais Mirabella ( http://www.relaismirabella.it/index_small.php) , 20 Zimmer mit Pool 300 Meter vom Wasser horizontal und 50 Meter vertikal entfernt. Das ermöglicht eine ungestörte Sicht auf den See gen Norden, das ganze Programm in Cinemascope und Technicolor. Am Abend kommen oft mächtige Gewitterfronten von Norden, dann gibt`s Zunder zum Nachtisch. Sehr schön und gemütlich. Man speist draußen und es gibt Balkone, und alles ist so, wie man sich das vorstellt. Herr Saverio leitet umsichtig das Restaurantpersonal und die Gäste, entweder mit den Augenbrauen alleine oder mit den Händen dazu oder den Schultern oder allem gleichzeitig, weil Saverio ein echter Italiäner ist, dessen erste Liebe aus Limone am Gardasee kam, vor Jahrzehnten, wie ich vermute. Wie viele Herzen er seitdem gebrochen hat, hat er nicht verraten. Saverio trägt ein elfenbeinfarbiges Dinnerjacket und einen hellgrünen Schlips, und nachdem er der Dame den Stuhl unter geschoben hat, schiebt er sein Wägelchen mit der Weinkarte, dem Weinbuch, an den Tisch, damit sich der Gast nicht verhebt, sondern bequem blättern kann. Wir befinden uns in der Franciacorta, also trinken wir auch vorwiegend Weine aus der Franciacorta, wobei die besten von Bellavista sind und Fratelli Uberti und Barone Pizzini und Ca del Bosco. Erbusco liegt 4 Kilometer entfernt, im Hinterland, und da spielt diese Musik. Hinter Sarnico am südwestlichen Ufer spielt die Musik der Riva Sportbootwerft.

 

Etwas weiter entfernt liegt Rovato, hinter der Autostrada Mailand Venedig, und in Rovato gibt es die Weinhandlung Bombardieri, Attilo in der Via Bonvicino 24-30. Es gibt kein Internet und keine Reklameschaufenster, sonder nur einen Alkoven in der Hauswand mit einem Glasfenster davor, und im Alkoven steht ne leere Flasche Tiganello, und den Rest muß ich der Interessierte zusammenreimen. Drinnen geht es üppig zu, mit Italien und Rest der Welt und Emrich Schönleber und Malt Whiskey und Port und Öl und Schaumweinen ohne Zahl, und es gibt Herrn Roberto Tondo, der englisch spricht und sportlich ist und ein großer Kenner der Szene und Bescheid weiß. Dem kann man sich bedenkenlos anvertrauen, und die Empfehlung eines Sangiovese Weines aus der Toskana war erstklassig. Dazu später mehr.

 

Womit wir nun endlich bei dem einen Wunderwein angelangt sind und den anderen, die sich als großartig eingeprägt haben. Zum Wunderwein muß man nach Bergamo fahren, 30 Kilometer, aber über die Autobahn, weil die Landstraße schrecklich zersiedelt ist mit halbgaren Industriebauten als Perlenkette, und das möchte man nicht im Urlaub sehen. Bergamo ist in zwei Teile unterteilt, oben und unten. Bergamo besteht aber aus drei Teilen, der Citta Alta, der Citta Bassa, und dem Roman „Dolce Madonna Bionda“, mit welchem Eckard Henscheid der Stadt 1983 ein unsterbliches Denkmal gesetzt hat. Allein die Schilderung Horst Tempes`, wie er sein Gebiß verloren habe, ist alle Anstrengung wert, das Buch zur Not auch antiquarisch zu erwerben.

 

 

Die Enoteca/Ristorante Donizetti (http://www.donizetti.it/home.html) befindet sich in der Altstadt, der oberen Stadt, die man per Funicolare Seilschinenbahn erreicht. 200 Meter immerhin nach oben, maximal 50 Fahrgäste, retour Ticket für zwei Leute € 4,80. Der oben erwähnte Roman spielt aus verständlichen Gründen ebenfalls oben, weil unten in der Stadt eigentlich nur die Handelskammer nach Art Mussolinischer Baukunst aus dem Gewohnten heraus sticht. Wenn man dann die Funicolare Station oben verlässt und sich schräg rechts nach vorne bewegt, auf der Längsdachse des in Nord-Süd Richtung eingerichteten Stadtkerneis, dann kommt bereits nach wenigen dutzend Metern die Enoteca Donizetti linker Hand. Da muß man einkehren. Man sitzt draußen an der Straße etwas erhöht, beschattet, und junge Leute sind emsig mit dem Bedienen beschäftigt. Die Weinkarte ist groß und intensiv, die Speisekarte übersichtlich und sinnvoll. Man bestellt also nun, nach eingehendem Studium, 2002 Valpolicella Classico von Guiseppe Quintarelli. Das löst beim jungen Mann einige Grade an Habachtstellung intern aus, sowie einen raschen Wechsel der Gläser von Normal zu Extragut. Dann kommt die Flasche, wird entkorkt, und in ein drittes Glas ein wenig Wein eingeschüttet. Dieser Inhalt wird dann nacheinander in die beiden Gläser geschüttet und da drinnen hin und her geschwenkt, auf daß das Glas den Duft und das Aroma des Weines annehme. Muß nicht sein, kann man machen. Nice to have, wie man so sagt. Dann erst werden die Gläser sehr umsichtig eingefüllt, und der Spaß geht los. Aber nicht sofort, dafür aber 1 ½ Stunden lang. So lange kann man sich zu zweit problemlos an diesem Wein erfreuen, ohne Reue und Kopf. Ein Weltklasse Wein, völlig symmetrisch und im Gleichgewicht, alles stimmt von Anfang bis zum entfernten Ende des Geschmacks. Trotz der 15%. Ganz fabelhaft, ganz einmalig in Machart und Aroma. Kostet 70 Euro, viel Geld, aber jeden Pfennig wert. Sie haben noch drei oder vier. Eine trinke ich nächstes Jahr.

 

Dazu kann man Burrata essen, einen schneeweißen Mozarella aus Apulien, der wesentlich besser schmeckt, weil er noch weißer und cremiger und elastischer ist und mit Tomaten und Olivenöl ideal zusammen geht. Soweit diese Begegnung. Der Wein war der beste der Reise, mit Abstand, und auch, weil Guiseppe Quintarelli im Frühjahr gestorben ist, als alter Mann. Seine Amarone sind in der Tat noch heftiger und teurer, aber dieser normale Valpolicella bläst schon so ungefähr alles weg, was als Amarone über die Theke geht. Finden tut man diese Weine allerdings so gut wie nie. Weiter geht es demnächst am Mincio.

 

Der andere denkwürdige Wein, wenn auch auf ganz anderem Niveau, war in der Tat ein Amarone, also die eigentliche Steigerung des Themas, und um den zu trinken, mussten wir einige 80 Kilometer weit fahren. Und zwar in die Antica Locanda Mincio (http://www.anticalocandamincio.it/). Ich habe glaube ich schon mal von dieser famosen Locanda berichtet, als ich am Gardasee bei Claudia und Marco war, und daher verdanke ich diese Gastwirtschaft diesen beiden Freunden. Eine einmalige Komposition von schäumendem und gurgelndem Wasser, Viaduct Rest, Mühlrad, Linden und Speisen, ein kulinarisches Gesamtspektakel von italiänisch opulenten Ausmaßen. Man findet schwer hin, so daß nur Leute da sind, die da hin wollen. En passant geht nicht. Der Speisesaal ist mit Wandfresken ausgeschmückt, Darstellungen von martialischen und sexuellen Praktiken in frohen Farben. Man isst klassisch, keinen modernen Firlefanz, also gefüllte Nudeln mit Butter und Salbei und Braten aus dem Ofen, z.B. Zicklein und auch Kutteln und Pferd. Dazu die Sättigungsbeilage der Gegend, Polenta.

 

Es erschien also dieser Ober um die Bestellung aufzunehmen, und als wir beim Wein ankamen, Speri Amarone 2006 (http://www.speri.com/cantina_ita.php), da wurden die Augen einen Tick heller und verschmitzter, geradezu verbrüderungsbereit, und das nämliche Schauspiel wurde während der gesamten Verzehrphase durchgehalten. Man anerkennt, wenn es um die wichtigen Geschmäcker geht, nicht die Etiketten. 56 Euro kostet dieser Spaß, ein Preis, der völlig angemesssen ist angesichts der Qualität, die dieser Wein bietet. Wiederum völlig traditionell gemacht, ohne Barrique, ohne französische Beimischungen, geradeaus und voller Geschmack. Nie waren diese Tugenden so wichtig wie heute! Speri macht hervorragenden Amarone, sie machen auch kleinere Brüder, Valpolicella Classico St. Urbano als Lagenwein und normale, und alle sind echt wie nur was und preiswürdig. Ich empfehle sie vorbehaltlos, und wie Hemingway, dem ich diese Sentenz im Hinblick auf seine Empfehlung von Messrs. Gordons Erzeugnis als Antiseptikum verdanke, ohne Hoffung auf Vergütung. Die Fahrt von und zur Locanda führt über Land bzw. durchs Land, durch Maisanbaugebiete und Kiwianbaugebiete und durch Wälder und Dörfer, und alles ist friedlich und Sonnen beschienen und folgerichtig.

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Kommentare: 50
  • #1

    Am Start (Freitag, 03 August 2012 16:55)

    ein belegtes Brötchen mit Le Coq de France
    Original französischer Weichkäse und ein
    belegtes Brötchen mit gekochtem Ei und
    dazu heiß gekochter Kaffee.

  • #2

    das gleiche, (Freitag, 03 August 2012 16:56)

    allerdings stilgerecht mit baguette :-)

  • #3

    Moral-Sportler (Freitag, 03 August 2012 17:02)

    Ok, das haben Sie jetzt schön geschrieben, als Dank ein Rezept wenn Sie probieren wollen.
    Burratacreme mit Basilikum und Bottarga (für 4 Pers)
    250g Mozzarella Buffala aus Campanien, 500g Burrata aus Andria, 100ml Milch, Bottarga, Datteltomaten, natives Olivenöl, Basilikum, Pfeffer.
    Die Burrata, die Bufala und die Milch solange mixen, bis alles homogen und flüssig ist. Basilikum mit Olivenöl zu einem Pesto mixen und die Datteltomaten in kleine Würfelchen schneiden.
    Die Creme in einer grossen Boule servieren, mit den Tomatenwürfelchen und dem Basilikum-Pesto garnieren, Bottarga draufreiben und mit etwas Pfeffer abschmecken.
    Am Gardasee git es übrigens auch ein empfehlenswertes Traumhotel http://www.lefayresorts.com/

  • #4

    schon ok, (Freitag, 03 August 2012 17:24)

    aber auch ne Tomate, die als Dattel
    daherkommt ist vom Kern her eine
    holländische Wasserbombe. Derartiges
    Zeug findet man leider zu Hauf auch in
    italienischen Supermärkten.
    Ein Gericht mit einer holländischen
    Wasserfrucht kann per se niemals
    gehoben sein leider. Läuft dann halt
    unter Ernährung...

  • #5

    ach so, in der DDR hab ich gesehen, (Freitag, 03 August 2012 17:36)

    tun sie ihr weich- oder hartgekochtes
    Ei in ein Senfglas, verquirlen es, salzen
    es dann und essen es mit dem Löffel.

    In der Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot,
    nach diesem Motto.

  • #6

    Der eigentliche Skandal aber: (Freitag, 03 August 2012 17:42)

    Herr Schmelz hat sich nur bis
    nach Norditalien getraut,
    das ist so wie nur bis zum Knöchel
    ins Meer.

  • #7

    di (Freitag, 03 August 2012 20:44)

    man soll positive beiträge würdigen, und daher danke für das rezept. ich habe das mal eben so ungefähr auspropbiert; es geht gut zusammen buratta und bottarga, wenn auch vorsichtig dosiert, und tomaten kleingeschnitten und ohne pulpe und kerne mit basilikumöl geht auch gut dazu, schon wegen der kontraste. die käsemischung braucht nicht viel milch, damit wird sie leicht flauschig.

  • #8

    Das Präkariat googlet sich schlau: (Freitag, 03 August 2012 21:53)

    Heute: "Falcher Hase" der gehobenen Schicht:

    Bottarga wird in Italien auch als "sardischer Kaviar" bezeichnet. Sehr beliebt ist die Bottarga auch in der Provence und in Tunesien

  • #9

    Wikischlau erzählt: (Freitag, 03 August 2012 21:54)

    Bottarga ist eine Speise, die in Italien grundsätzlich aus dem Rogen der Großkopfmeeräsche Mugil cephalus (Bottarga di muggine) besteht, in Frankreich (frz. poutargue) von der Art Meeräsche. Der italienische Name bottarga bzw. die sardische Bezeichnung buttariga leiten sich von der arabischen Bezeichnung butārikh بطارخ für gesalzenen Rogen her.[1]

  • #10

    Noch nie gehört (Freitag, 03 August 2012 21:56)

    Bottarga wird in Italien meistens über Pasta gerieben oder als Vorspeise dünn geschnitten mit Tomaten, Olivenöl und Zitrone gegessen. In Frankreich wird poutargue als Belag auf Toastbrot gegessen oder als Vorspeise, angerichtet mit Olivenöl, Zitronensaft und Pfeffer

  • #11

    Man lernt nie aus: (Freitag, 03 August 2012 22:12)

    Prekariat mit e vorne wie Esel...

  • #12

    tja Italien, (Freitag, 03 August 2012 22:24)

    da war doch neben dem Geldautomaten
    eine Pferdefleischmetzgerei...

  • #13

    Duden: Di-Dummi - Dummi-Di: "Barrique" (Samstag, 04 August 2012 10:02)

    Das Barrique ist ein Eichenfass, das heute vor allem zum Ausbau von Rot- oder Weißwein dient. In der Regel wird dem Barriquefass das Bordelaiser Schiffsmaß von 225 Litern zugeordnet. Das Volumen eines Barriques kann aber, je nach Region und gewünschtem Verwendungszweck, bei bis zu 700 Litern liegen.

    Im Französischen bedeutete barrique (vom Gaskognischen barrica) Fass. Dann wurde der Begriff auf das am häufigsten gebräuchliche Fassmaß eingeschränkt; es umfasst in der Regel ein Volumen von 225 Litern in Bordeaux oder auch 228 Liter in Burgund. Das Maß ergab sich aus der Fassgröße, die ein Hafenarbeiter in leerem Zustand von Hand verladen konnte. Beim Bordelaiser Barrique sind das bei einem Volumen von 225 Litern ein Leergewicht von ungefähr 45 kg. Heutzutage wird mitunter auch der darin hergestellte Barriquewein verkürzt als „Barrique“ bezeichnet.

    Von Barrique leitet sich auch das Wort Barrikade ab; denn während der Julirevolution 1830 dienten mit Erde gefüllte Barriques als Straßensperren

  • #14

    bibulus (Samstag, 04 August 2012 11:14)

    wennse noch da sind probieren sie doch mal nebbiolo aus dem Valtellina. ist gleich um die ecke. Nino negri und ar.pe.pe. machen verdammt gute tropfen.

  • #15

    was hat dieser (Samstag, 04 August 2012 11:15)

    ganze Egomanenscheiß überhpt.noch mit galopprennsport zu tun ??;für mich wars das hier,jedes buch ist besser als dieser Müll

  • #16

    du bist halt verbittert (Samstag, 04 August 2012 11:42)

    und versteinert.
    Aber Liebe ist härter als Stein.

  • #17

    du wirst langweilig (Samstag, 04 August 2012 12:33)

    du bist halt verbittert
    (Donnerstag, 26 Juli 2012 08:33)
    und versteinert.
    Aber Liebe ist härter als Stein.

  • #18

    Der Hund bellt, (Samstag, 04 August 2012 12:43)

    aber der Schmelz schmilzt den Stein...

  • #19

    buecherwurm (Samstag, 04 August 2012 14:28)

    buecher sind immer gut, keine frage. hier ist kein buch, hier ist stimmungskanonen.

  • #20

    ist ganz nett gemacht mit den links (Samstag, 04 August 2012 21:02)

    ab und zu zieh ich mal einen
    Absatz durch und schau dann ob
    die Seiten einen Shop haben.
    Ist allerdings auch ein bißchen
    wie anfixen.

    Bitte dem Herrn Chapman doch die
    besten Genesungswünsche zukommen lassen.

  • #21

    kassandro (Samstag, 04 August 2012 21:26)

    Hier ne lustige Geschichte über Schmelz & Co:
    http://www.mopo.de/nachrichten/zu-teuer-im-restaurant-billiger-wein-zu-luxus-preisen,5067140,16797538.html

  • #22

    es gibt dummschwätzer (Sonntag, 05 August 2012)

    und dumme schwätzer.

  • #23

    es war so schön (Sonntag, 05 August 2012 07:38)

    ohne die lindis, warum nur wollen die beiden die zucht nicht fortsetzen. sie waren doch soooooooo erfolgreich.

  • #24

    ich sag es doch (Sonntag, 05 August 2012 08:21)

    # 21

    Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung!!!!!!!!!

  • #25

    MopomaNN (Sonntag, 05 August 2012 08:53)

    Der liebe Kasandro bringt es auf den Punkt, die Leute werden oft ausgenommen wie die Weihnachtsganz beim Wein. Auch Hendrik Thoma weiß gut Bescheid. Daher empfiehlt Herr Schmelz auch nur Weine, bei denen die Preise nicht durch Multiplikation ermittelt werden, sondern durch moderate Addition. Quintarelli Weine für € 70 sind schon im Handel nicht aufzutreiben, noch viel weniger im Restaurant. Speri Amarone kostet in Deutschland bis knapp fünfzig, in der Locanda Mincio € 56.

  • #26

    So einen Fisch habt ihr noch nicht gesehen: (Sonntag, 05 August 2012 09:05)

    Den "Steinbeißer",
    wird in Götheborg serviert,
    soll aber gut schmecken.

  • #27

    Di-Fortbildung: "Polenta" (Sonntag, 05 August 2012 10:04)

    Polenta (in Südtirol eingedeutscht: Plent, in Kärnten und der Steiermark auch Plentn oder Sterz genannt) ist ein meist aus Mais-Grieß hergestellter fester Brei, der im Norden Italiens, in der Provence und Teilen der Schweiz, Österreichs, Rumäniens und Moldawiens sowie des Balkans zur regionalen Kochtradition gehört.
    .
    Als puls oder pulmentum gehörte ein Vorläufer der Polenta zu den Hauptnahrungsmitteln der Küche des alten Roms, anfangs aus Hirse, Dinkel oder Kichererbsenmehl zubereitet, später aus Gerste oder einer besonderen Weizenart, far. Nach 1650 begann Mais als granoturco, „türkisches Korn“, in der italienischen Küche populär zu werden. Im 17. Jahrhundert war Maisbrei ein verbreitetes „Arme-Leute-Essen“ von Spanien bis nach Südrussland. In Norditalien ist Polenta bis heute so beliebt geblieben, dass die Süditaliener ihre nördlichen Landsleute etwas abfällig polentoni (= Polentafresser) nennen. In Venetien gibt es als regionale Spezialität "Polenta bianca", eine weiße Polenta, die aus einer helleren Sorte mit geschälten Maiskörnern besteht.
    .
    Die traditionelle Zubereitung von Polenta ist einfach, aber kraftraubend. Nachdem man Maisgrieß langsam in kochendes Salzwasser eingerührt hat, muss die schwere Masse beständig bis zu eine Stunde lang gerührt werden, damit sie eine glatte Konsistenz erhält und nicht zu stark anbrennt. Wird Polenta in großen Töpfen für mehrere Tage zubereitet, bildet sich an der Topfwand eine erwünschte, braune Kruste. Die fertige Polenta wird auf ein befeuchtetes Holzbrett gegeben, etwas flachgestrichen und mit einer Schnur in dicke Scheiben geschnitten. Man kann sie auch erst erkalten lassen und dann in Scheiben schneiden, um sie in Butter oder auf dem Grill zu braten
    .

  • #28

    weihnachtsganz, (Sonntag, 05 August 2012 10:32)

    der idiot ist wieder am werk. gans schön kaputt, haha.

  • #29

    Bist Du dumm, mann, (Sonntag, 05 August 2012 11:07)

    Weihnachtsgan"z" - Schmel"z",
    Du siehst einfach vor lauter Begrenztheit
    nicht mehr das Brett vor dem Kopf.

  • #30

    ja, in ihrem kopf (Sonntag, 05 August 2012 11:13)

    ist geenende lähre

  • #31

    exzentriker. (Sonntag, 05 August 2012 11:16)

    die ihre exklusive sonderstellung eindrucksvoll zur schau stellen wollen.

  • #32

    Bei Ihnen im Osten war Sartre (Sonntag, 05 August 2012 11:25)

    sicher auch verboten.

  • #33

    Rennreiter die aufs Gewicht (Sonntag, 05 August 2012 12:30)

    achten müssen und DI's Beiträge lesen sind Masochisten pur. Lieblingsthema Futtern und Süffeln, da fühlt man sich ja wie ein Pawlowscher Hund

  • #34

    der Experte nenn sich: "Parlo", (Sonntag, 05 August 2012 12:43)

    sie Vogel !

  • #35

    DRFRANKRICHTER (Sonntag, 05 August 2012 13:15)

    Investieren in Italienischen Qualitätswein. Aachen, 1880, gebunden.

  • #36

    willi (Sonntag, 05 August 2012 13:17)

    Heißa ruft Herr Sauerbrot,
    Heißa meine Frau ist tot!

  • #37

    Ja doch (Sonntag, 05 August 2012 13:19)

    sprach der Star der Leinwand,
    Noris ist ein guter Weinbrand!

  • #38

    Heute Stutenbeißen in (Sonntag, 05 August 2012 13:40)

    Düsseldorf!

  • #39

    Tolle (Sonntag, 05 August 2012 13:46)

    Kameraführung im Führring Düsseldorf, Bild wie festgeklebt an Pferd Nr. 1.

  • #40

    Aufgalopp (Sonntag, 05 August 2012 13:55)

    sieht gut aus: Empire Hurricane.

  • #41

    ja mit Pattex, (Sonntag, 05 August 2012 13:56)

    von Henkel, ha ha :-)

  • #42

    DAS ERSTE - W wie Wissen 17:00 h (Sonntag, 05 August 2012 15:50)

    Pferde: Alles Glück dieser Erde ... Pferderennen: Mit Tierquälerei zum Erfolg?

  • #43

    PleitenPech (Sonntag, 05 August 2012 16:06)

    &Pannen gehen weiter beim Stall Wöhler. Bestes Pferd, trotzdem nur Dritter. Leider macht der Jockey keine sichtbaren Anstalten, den Linksdrang des Pferdes zu korrigieren.

  • #44

    Herzlichen Glückwunsch dem Flipper (Sonntag, 05 August 2012 17:20)

    und dem Herrn Peter Lustig und
    dem guten Besitzer.

  • #45

    Di-Fortbildung: "Amarone" (Montag, 06 August 2012 11:37)

    Amarone ist die Bezeichnung für einen trockenen Rotwein aus Venetien (Italien). Das Besondere ist, dass die Trauben aus den Sorten Corvina, Rondinella und Molinara, aus denen der Amarone entsteht, zwei bis fünf Monate auf Holzgittern oder Strohmatten unter Dach luftgetrocknet werden (Appassimento). Wenn dabei Edelfäule (Botrytis Cinerea) entsteht, wird vorzugsweise ein süsser Recioto daraus gekeltert. Für Amarone ist Botrytis aber nicht erwünscht, weil der Pilz Säuregehalt und Haltbarkeit herabsetzt. Beim Trocknen konzentriert sich der Zucker in den Beeren, der im Amarone nicht selten über 15% Alkohol erzeugt.

    Hohe Anforderungen an Amarone


    Schon das ständige Drehen der Amarone-Trauben beim Trocknen ist ein grosser Aufwand. Dabei verlieren sie bis fast die Hälfte an Gewicht, zurück bleiben praktisch Rosinen. Die Ausbeute reduziert sich dramatisch. Nach dem Gären und Keltern muss der Amarone auch noch mindestens zwei Jahre im Fass lagern, bevor er abgefüllt werden darf. Spitzengeächse reifen bis zu 6 Jahre im kleinen Eichenfass. Kein Wunder, dass die Preise dem Aufwand entsprechen: Rund 30 Euro muss man für einen guten Amarone rechnen.

    Amarone ist Geschmacksache


    Michael Broadbent, der bekannte englische Weinkritiker, soll gesagt haben: «Ich habe nie eine Neigung für Recioto oder Amarone, egal ob sie süss oder trocken sind.» Doch Amarone-Freunde jubeln umso lauter. Sie möchten den leicht herben (amaro heisst bitter) und äusserst konzentrierten, beinahe cremigen Rotwein nicht missen. Sie lieben seine Aromenvielfalt, die von Kräutern über schwarze Beeren bis zu Dörrpflaumen reicht. Im Geschmack hält sich die lieblich-fruchtige Note mit dem starkem Gerbstoff im Gleichgewicht, so dass ein Amarone durchaus lieblich und zugleich bitter wirken kann. Empfohlen wird Amarone in seiner Heimat zu Wild, rotem Fleisch, Parmesan und anderen starken Käsesorten.

  • #46

    dörrpflaume (Montag, 06 August 2012 12:27)

    mit 3 buchstaben - oma.

  • #47

    Mönsch Di, (Montag, 06 August 2012 20:59)

    montags läufts immer ein bißchen
    schwerer an. Im August ist auch
    so mancher Dozent noch in Urlaub
    oder ann der frischen Luft.
    So ist die Dinamik halt.

  • #48

    Marktforschung: (Montag, 06 August 2012 22:20)

    "Alteo
    Amarone della Valpolicella DOC 2007

    Ein Amarone ohnegleichen! Aus dem allerbesten Traubengut werden bloss 2000 Flaschen pro Jahr produziert. "

    Verkauft wird so eine Flasche dann für 55-75 Euro.

  • #49

    fast wie Briefmarkensammeln, (Montag, 06 August 2012 22:22)

    nach dem Genuß kann man von der
    Flasche dann als "gelaufen" sprechen. lol

  • #50

    wieviel Kalorien haben eigentlich (Freitag, 10 August 2012 22:30)

    2 Liter Lambrusco ?