Frankel und Rock of Gibraltar

Es gibt wenige Ansichten, die mehr erfreuen als ein Klassepferd, das sich ernsthaft auf die Socken macht. Frankel sah fast üppig aus, aber was für ein Talent, was für eine mühelose Übersetzung und Dominanz. Fast könnte man vermuten, daß der gar nicht Ernst gemacht hat. Der pustet nicht, der macht eigentlich nur halblang, und unterwegs ging er wesentlich ruhiger als letztes Jahr, und wenn das so weitergeht, ist der Rekord von Rock of Gibraltar bald Zweiter. Aber der war auch ein überragendes Pferd, und Mick Kinane kuckte immer so angelegentlich durch die Beine nach hinten, ob noch jemand dahinter war, ein lauernder womöglich, und natürlich war da niemand mehr, und dann ging er ab. Mein lieber Scholli. Solche Pferde machen den Sport groß.

 

I`ll Have Another hat gleich nochmal gewonnen, wieder gegen Bodemeister, und nun muß man die Triple Crown enrsthaft in Erwägung ziehen. Ein zäher Bursche, und ein junger Mann obendrauf, Mario Guiterez, dem es vor nichts graust, auch nicht vor Baffert/Smith. Haarscharf im Ziel vorne, aber vorher zählt nicht, und so kann man auch die Belmont Stakes gewinnen.

 

Bayern hat gleich nochmal verloren, nach den beiden vergeigten Saisonzielen mit Ansage und folgerichtig. Faktoren waren die Vereinsführung kollektiv, Robben und Gomez je einzeln. Wie soll eine Mannschaft gewinnen, wenn Vorstände und Präsidenten und Geschäftsführer und Kaiser und Hofschranzen nichts anderes singen als das Lied der Besten, Allerallerbesten, jahrein jahraus, von früh bis spät und auch in der Nacht im Schlaf. Dieses hohle Geschwätz muß sich selbst ad absurdum führen, weil es herrscht dann doch Gerechtigkeit in der Welt, und auch Hönöß kann daran gottlob nichts ändern. Das beruhigt. Und Robben, der Mann der manirierten Posen, das ist ein One Trick Pony, der keine wichtigen Elfer schießen kann, was alle wissen, nur nicht er selbst und nicht sein Trainer, und nicht seine Kollegen, aber die kennen ihn sowieso nicht, denn sie nennen ihn Alleinikoff. Gomez, ein intenationaler Mittelstürmer? Jo mei, scho, aber kein guter nicht, net wahrrrrrrrr! Was der versemmelt, wenn es gegen Gute geht und nicht gegen Hertha oder Köln, das ist schon sehenswert, das ist einsame Spitze. Und  insofern kann Bayern solche Spiele eben nicht gewinnen, weil Sir Arjen Mario Robben-Gomez Chancentod verhindern, daß die anderen verlieren. Nur Dortmund, die haben sich die Siege selbst verdient. 

 

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Kommentare: 17
  • #1

    Manto hat den Sack nicht zu gemacht (Samstag, 19 Mai 2012 23:33)

    :-(

  • #2

    aber da kann man nichts machen (Samstag, 19 Mai 2012 23:45)

    der Mut von Chelsea sich
    gefühlte 50 Ecken einschenken
    zu lassen und die Weitsicht
    im Training 11Meter eingeübt
    zu haben ist belohnt worden.
    In der Masse an vergebenen
    Chancen muß man sagen, daß
    es heute einfach nicht sein
    sollte. Man hätte Thomas Müller
    nicht nach seinem Tor auswechseln
    dürfen, um ohne Unterbrechung und
    Veränderung das Spiel nach Hause
    zu bringen.
    In dem Sinne mein erstes Fazit:
    Jupp hat die Party zu früh angepfiffen.
    Schweinsteiger nimmt noch nicht mal
    die Hand vom Gauck an.
    England darf auch mal was gewinnen.

  • #3

    Im Jagdrennen "morgen" (heute) (Sonntag, 20 Mai 2012 00:03)

    in Krefeld4 macht sich "Socks"
    auf die Socken mit Frau Leismann
    am Steuer. Dem Pferd fehlt ein
    Podiumsplatz sogar noch gänzlich.

  • #4

    ach Manto, (Sonntag, 20 Mai 2012 00:05)

    hast Du heute Deinen Teller
    nicht aufgegessen?
    Was war denn los mit Deinen
    Bayern?

  • #5

    kassandro (Sonntag, 20 Mai 2012 07:38)

    Natürlich haben auch die Bayern die Elfmeter-Ballerei geübt. Sie hatten aber dabei einen strategischen Nachteil: Sie mußten bereits im Halbfinale ihre Elfmeter-karten aufdecken und Chelsea wußte viel besser, wie die Bayern schießen als umgekehrt. Für die Torwarte gilt das gleiche. Falsch war es aber Robben den Elfmeter schießen zu lassen. Der war natürlich besonders gut ausrechenbar, denn er hatte erst im Pokalfinale einen geschoßen. Ich hatte eine für meinen gegenwärtigen Fitnesszustand recht anstrengende Radtour hinter mir und bin während des Spiels eingeschlafen und erst in der Verlängerung wieder aufgewacht. Insgesamt wohl eine sehr unglückliche Niederlage aber im Fußball ist eben fast alles möglich.

  • #6

    j.w. (Sonntag, 20 Mai 2012 09:34)

    es war halt das zweite mal das ein bayerntrainer den torschützen ausgewechselt hat. der fehler ist anscheinend vereinseigen. aber das macht auch nix. vielleicht erinnern sich jetzt mal ein paar firmen, das es außer fußball im freistaat auch noch andere unterstützenswerte sportarten gibt. dann hätte sich die klatsche wenigstens gelohnt ...

  • #7

    Dr.Pothovsky (Sonntag, 20 Mai 2012 10:09)

    das ist ein sehr guter einwand, herr weller, der aus dem leid doch noch gutes entstehen läßt. denn, wo verzweiflung ist, da ist auch hoffnung.

  • #8

    TT (Sonntag, 20 Mai 2012 12:22)

    die armen, armen Bayern.verlieren die doch glatt gegen den 6. der englischen Liga und dann auch noch dahoam.

  • #9

    TT (Sonntag, 20 Mai 2012 12:26)

    der Größenwahnsinn des FC Bayern und besonders auch seine Anhänger wurde bestraft.
    Die Fans der Bayern sind ja noch größenwahnsinniger.
    Die Spieler sind ja nicht ganz so unsympathisch.
    Der Müller zum Beispiel ist ganz ok und der wurde übrigens wegen Wadenproblemen ausgewechselt

  • #10

    das hat der Trainer gesagt (Sonntag, 20 Mai 2012 13:14)

    mit den Wadenproblemen. 360 Sekunden
    hätte der auch noch gekonnt.
    Der Jupp konnte dem Franz kaum in die
    Augen gucken.
    Aber der Jupp war auch nicht unglücklicher
    mit seiner Entscheidung wie zuvor die
    Bayern in jeder einzelnen Minute ihres
    Bemühens.
    Einfach Pech gehabt und das den Bayern.
    Verkehrte Welt.
    Die Bayern-Nationalspieler könnten bei
    der EM noch einen weiteren zweiten Platz
    nachlegen wie Ballack.
    Nach Bayer Vizekusen,
    jetzt Bayern Vizemünchen.

  • #11

    donvito (Sonntag, 20 Mai 2012 14:15)

    wenn man jemanden im angriff hat, der bei 24 seiner tore angeschossen wurde und keinen ball stoppen kann, dann den grössten egomanen den der fussball gerade so hergibt und einen präsidenten, der sicherlich alles für den verein gegeben hat, dabei allerdings über einige leichen gegangen ist, ja dann zeigt der sogenannte fussballgott auch mal ein einsehen mit anderen. wie oft haben es die bayern in den letzten sekunden geschafft? so viel pech, dass sich das ausgleicht, können die in 100 jahren nicht haben. alles in allem ein hochverdienter sieg von chelsea denn: im fussball zählt das, was nach dem spiel auf der anzeigetafel steht.

  • #12

    eigentlich ist mir (Sonntag, 20 Mai 2012 18:28)

    der Schweinsteiger zutiefst unsympathisch,aber das Er dem Gauck nun nicht die Hand gereicht hat,wertet ihn in meinen Augen ungemein auf !!

  • #13

    wie beknackt ist (Sonntag, 20 Mai 2012 18:56)

    dieser Harzer Stoffelkoop eigentlich,schreibt beim
    Elfmeter schiessen von "strategischen Nachteilen" !

    bei so einen geistigen Dünnschiss bekommt man das Kotzen.
    was ist das bloß für ein kaputter Vogel.

  • #14

    kassandro (Sonntag, 20 Mai 2012 20:39)

    Daß du kleines Ferkel den gut begründeten strategischen Nachteil nicht begreifst, spricht nicht gegen diesen sondern gegen dich.

  • #15

    warum kann der Japaner (Montag, 21 Mai 2012 00:54)

    Danedream nicht in Europa stehen
    lassen? Schließlich kommen
    tausende japanische Mütter nach
    Deutschland, um ihre Kinder vor
    den Folgen von Fukoshima zu schützen ?

  • #16

    vielleicht kommt ja ein (Montag, 21 Mai 2012 00:57)

    Supermutant bei raus...

  • #17

    Prof. Blazhkov (Montag, 21 Mai 2012 07:32)

    was ist der unterschied zwischen strategie und taktik? schon clausewitz und blüchern wußten, daß die grenzen oft verschwimmen. fragen sie mal rumstich. ich dulde ansonsten keine schweinchensprache, auch wenn schweinchen sich zu wort melden. supamutant wäre hübsch, mit augenbinde zur täuschung und kutte bzw. umhang aus oszillierendem obisian, dazu ein semiorganischer overdrive mit stummschaltung.