Schluß machen

Das Grand National gehört in dieser Form abgeschafft. Eine Katastrophe gestern wie fast immer, unzählige Hinfaller, zwei tödliche, dabei der Gold Cup Sieger Synchronised. Aber Great Britain ist und bleibt sich treu, national heritage muß fort gesponnen werden, koste es, was es wolle. Man siniert nach dem Rennen sotto voce über stattgehabte Verbesserungen an den Sprüngen, sehr sehr traurig und schicksalhaft, man wird wieder zusammen kommen, um es nächstes Jahr noch besser zu machen, aber bitte nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Alles gequirrlte Kacke, denn das offensichtliche wird überhaupt nicht adressiert, nämlich 40 Pferde an der Zahl, noch dazu unter Handicp Bedingungen, über diesen Kurs und diese Distanz. Das ist das Grundübel, diese Massen von Pferden unterschiedlichster Qualität, mit genau so unterschiedlichen Reitern, die sich vor allen Dingen zu Beginn des Rennens um Kopf und Kragen jagen um ja nicht was zu verpassen. Dann kommt unweigerlich das Gedrängele vor dem Hindernis, das unterschiedliche Abspringen, die Kollisionen unterwegs, das Hinfallen. Kann man die Uhr nach stellen. Am widerlichsten die Frontalbilder, ein Grauen und Entsetzen.

 

Die Wahrheit ist, daß die Leute genau das sehen und erleben wollen, und daher wird es sich nicht ändern.

 

Des nächtens unserer Zeit zwei interessante Rennen in den USA – Arkansas Derby auf Sand in Oaklawn Park, Blue Grass Stakes auf Polytrack in Keeneland. Das Arkansas Derby hat Bodemeister gewonnen, für Bob Baffert (occupation: porn star) unter Mike Smith, mit knapp Weile und äußerst dominierend. Das wird ein Top 3 Favorit in Churchill Downs. Das andere Rennen hat Hansen verloren, aber nicht besonders besorgniserregend, weil der Untergrund zum Schluß zog und er fast zu eifrig war. Der Sieger mit dem schönen Namen Dullahan (Dale Romans/Kent Desormeaux) machte ebenfalls Eindruck, aber die Formen aus Keeneland sind notorisch schwer in Relation zu bringen. Polytrack und Sand sind sehr verschieden.

 

Was sich da eben in Düsseldorf vor dem zweiten Rennen abgespielt hat, spottet ebenfalls jeder Beschreibung. Dilletantisch und amateurhaft bis ins Mark, angefangen von der beschissenen Abwetterei, dem ewigen Kreiseln vor der Maschine, Pferden, die aufgepumt sind und auf Losmachen gepolt, und die nicht dürfen, und welche, die scheint`s noch nie eine Starmaschine gesehen haben, geschweige betreten, und alles in allem 20 Minuten Verspätung und zwei NS und ein verletzter Jockey. Es geht nicht schlimmer. Denkt man, aber abwarten. Das nächste Rennen kommt bestimmt. 

 

Zur Belohnung dieses herrliche Verdaddeln von Soumillon. Extraprima umgekuckt, extrakonfident und superklasse verstochen. Herr Starke hat das eindeutig besser gemacht.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 11
  • #1

    Chapman sei Dank (Sonntag, 15 April 2012 18:03)

    Trotz umgefallenem Tor überspielte
    Chapi gewohnt professionell die Wartezeit mit nützlichen Informationen:

    "Nun ist Avantaggia pudelnackt"
    (er meinte ohne Sattel und Zaumzeug)
    "weil da gar nichts dran ist an dem Tierchen"

    und so würde es noch schwieriger werden sie wieder einzufangen,
    nachdem sie erst noch neu gesattelt werden sollte,
    es dann aber doch vorzug durch Abhauen die FKK-Nummer
    vor dem Grafenwalder Publikum abzuziehen.

    Chapi dann weiter:
    "verhalten Sie sich ganz ganz ruhig, sonst steht
    das vorgeschaufelte Grab gleich bereit"

  • #2

    Der Chapman des Tages aber: (Sonntag, 15 April 2012 18:05)

    "...Gefolgt von wem?...
    muß ich schauen=...ist alles ziemlich
    eng beieinander...

    DA IST ALLES GEKNUBBELT !!!! "

  • #3

    Nun ist aber der Worst Case eingetreten: (Sonntag, 15 April 2012 18:11)

    Ein Nachkomme von Perceive Arrogance
    gewinnt als längster Außenseiter das 8.te
    Rennen in Düsseldorf.
    Einziger Lichtblick:
    Siegerin: Die Ernährerin Sabrina Wandt
    mit zweitem Tagessieg.
    Nun gut ich gratuliere also verbissen.
    Aber neulich hatte Herr Linde so einen
    Gartenumgraberin am Start, ich erinnere
    mich noch genau, so eine Ackerpflugstute.
    Ging nicht weit aber tief ungefähr(lich).

  • #4

    was ist bloß mit dem Stall KT los? (Sonntag, 15 April 2012 18:14)

    Haben se den trocken gelegt?

  • #5

    lebt denn der alte HolzMichl noch ? (Sonntag, 15 April 2012 18:16)

    by the way ?

  • #6

    ... (Sonntag, 15 April 2012 19:02)

    und wie

  • #7

    aber: (Montag, 16 April 2012 01:18)

    er brennt nicht mehr :-(

  • #8

    Nichts Ungewöhnliches in GB: (Montag, 16 April 2012 14:03)

    ein kostenloser Stadtbus-Shuttle
    Service, der Stadtzentrum mit
    naher Peripherie umrundet.
    Da muß man den Piraten dann keine
    absurden Thesen unterstellen,
    wenn sie gratis Mobilität fordern.

  • #9

    Chaser (Montag, 16 April 2012 17:48)

    David Yates: "Take the risk out of horse racing and you don't have a sport"

    Das Statement sagt mehr wie das ganze Gebabbel von DI

  • #10

    hurdler (Montag, 16 April 2012 20:14)

    als, nicht wie. superlativ, komparativ. ganz einfach.

  • #11

    ja aber dieses mal wars nicht (Dienstag, 17 April 2012 12:40)

    "ich" - sondern ein anderer.
    Das ist andersta.