Communication from the Commission - Message 791

Die EU Kommission hat sich zum zweiten Mal zum Glückspielstaatsvertragsänderungsentwurf der 15 Bundesländer geäussert. Hier ein Link dazu:

 

http://www.hochgepokert.com/wp-content/uploads/2012/03/Commission-Statement.pdf

 

 

Man erkennt, daß mitnichten alles in Butter ist. Der Rennsport findet sich unter 2.10 kursorisch erwähnt, allerdings nicht materiell wichtig. Interessant der explizite Hinweis auf die Anpassungsmöglichkeit der Einsatzerhöhung. Insgesamt fehlen aber nach wie vor wichtige Unterlagen und Informationen zu diesem Entwurf, um ihn abschließend würdigen zu können. Nach wie vor ist Schleswig-Holstein alleine in der Lage, was Unbeanstandetes zu offerieren.

 

Brüssel non locuta, causa non finita.

 

Wie immer, erweist sich das Thema als zu schwer für die Kommödianten, die hier und anderswo am Rennsport ihre Freude haben. Freude haben ist ok, aber Gedanken machen nicht. Dabei geht es um die Zukunft des Sports. Leider wird die unabsehbar ungeregelt bleiben, weil niemand in der Lage ist, eine Regulierung vorzunehmen, die funktioniert und paßt. Die Reaktionen aus der Politik sprechen Bände, am beredtesten die Jubelstatements der Herren Beck und Robra, die allen Ernstes verkünden, nun sei ihr Entwurf durch und erlederitzt. Was für hirnrissige Erklärungen. Aber wenn man von Anfang an falsch spielt, dann ist das unterwegs schwer abzustellen, und da die Dickfellgkeit der Politik nicht nur sprichwörtlich ist, sondern konkret, war das abzusehen. Einmal ein Falschspieler, immer ein Falschspieler. Allerdings muß man der Kommission bescheinigen, daß sie neue Höhen der Unauslotbarkeit und Schwiemeligkeit der Formulierungen erklommen hat, offenbar in devoter Referenz vor den großmächtigen Zahlmeistern des europäischen Gebildes.

 

Abzusehen ist auf jeden Fall, daß eine Prozesslawine auf die Gerichte zurollt, sowohl hier, als auch in Brüssel. Damit wird sich eine belastbare Rechtslage jahrelang nicht einstellen, und damit wird die Finanzierung des gesamten Profisports in Deutschland jahrelang prekär und fragil bleiben. Fußball kann das verkraften, der Rennsport wahrscheinlich nicht. Sponsorship auf hohem Niveau wird unmöglich bleiben.

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Kommentare: 34
  • #1

    tiedcottage (Mittwoch, 21 März 2012 20:07)

    "Onlinebetting to be taxed at point of consumption"

    http://www.racingpost.com/news/horse-racing/online-betting-to-be-taxed-at-point-of-consumption/1003715/top/

    das ist fair and square. owen ist ein guter mann.
    wenn das geld zurück in den sport fliesst ist das die lösung.
    not for mr. weiss, though!

  • #2

    kassandro (Donnerstag, 22 März 2012)

    Hat zwar nichts mit obigem Thema zu tun, aber doch mit Racebets,
    Wenn ich auf meinem Android-Tablet mit dem Dolphin-Browser (der gilt auf dieser Plattform als der beste) Racebets.com ansteuere, dann kommt jedes mal die Meldung:
    Warning
    This site has a poor reputation based on user ratings, would you like to continue?
    Man muß dann jedes mal auf den "Continue"-Knopf klicken, um zu der Seite zu gelangen. Ich weiß nicht, wer hinter dieser dieser Gemeinheit steckt, vielleicht die Konkurrenz? Wenn hier einer von Racebets mitliest, dann sollte er aber dafür sorgen, daß diese falsche Warnung abgestellt wird.

  • #3

    Racebets (Donnerstag, 22 März 2012 09:20)

    Never change a running system

  • #4

    Brüssel non locuta, causa non finita (Donnerstag, 22 März 2012 09:29)

    Fiat justitia et pereat mundus

  • #5

    Mundus vult decipi (Donnerstag, 22 März 2012 09:36)

    Ergo decipiatur

  • #6

    Lucri bonus est odor ex re qualibet (Donnerstag, 22 März 2012 09:38)

    Gewinn, woher er auch kommt, riecht gut

  • #7

    Beatus ille qui procul negotiis (Donnerstag, 22 März 2012 09:41)

    Glücklich ist, wer fern von Geschäften ist

  • #8

    Abyssus abyssum invocat (Donnerstag, 22 März 2012 09:43)

    Ein Fehler zieht den anderen nach sich

  • #9

    Beneficium accipere est libertatem vendere (Donnerstag, 22 März 2012 09:45)

    Einen Gefallen annehmen, bedeutet seine Freiheit verkaufen

  • #10

    "Corruptissima re publica plurimae leges (Donnerstag, 22 März 2012 10:41)

    ?

  • #11

    monatliches Limit erhöht von 750Euro auf 1000Euro? (Donnerstag, 22 März 2012 12:28)

    Punkt 1, (1),
    dann wäre das ja wie Zahlenlotto,
    wo ich auch nur 250 die Woche darf.
    Es gibt durchaus auch Leute,
    die 1000 Euro pro furlong setzen...

  • #12

    Wenn jeder Wetter nur 1000 Euro frei hat (Donnerstag, 22 März 2012 13:29)

    im Monat, dann ist ja auch die
    Gewinnausschöpfung beschnitten.
    Dann müßte man sich überlegen,
    wann man die 1000 im Monat setzen
    möchte. Vielleicht sucht man sich
    dann nicht die Gartenstadt aus,
    sondern das Festival.
    Und wenn man dann den Vogel abschießt
    und sein Geld verdreifacht hätte,
    dann dürfte man auch nicht mehr
    weiterspielen, weil man sein Limit
    schon ausgereizt hätte.
    Also sowas macht so small-talk-spontan
    für niemanden Sinn.
    Außer dieses Modell "Wetten für den Gullideckel"
    würde soviel Rechtssicherheit mit sich bringen,
    daß der Zirkus in Zukunft durch Sponsoren
    gedeckt werden könnte, weil der Hauch der
    Illegalität nicht mehr anhaften würde, möglicherweise.
    Dann auch nicht mehr rauchen und trinken und fette
    Bratwurst essen auf der Rennbahn und Abschaffung
    der Stehtribünen. Zwischen den Rennen dann wie
    bei der Tour de France - Sponsorenwagenumzug.
    Das würde den Rennsport auf den Kopf stellen.

  • #13

    Aus Wettern könnten dann Besitzer (Donnerstag, 22 März 2012 13:59)

    werden, die über den Umweg der aktiven
    Beteiligung am Sport an die dann womöglich
    hohen Preisgelder gelangen könnten.
    Höhere Preisgelder würden dann auch wieder
    höhere Betrügereien nach sich ziehen auf
    Seiten der Aktiven.
    Und für den Trinker aus der Kneipe wäre das
    dann auch nichts. Geld wird eh überschätzt.
    Das ganze ist eine Liebhaberei wie Briefmarken-
    sammeln oder der Alpha-Romeo-Spider-Club.
    Zumindestens auf Seiten der Leute, die sich
    vom Rennsport nur unterhalten fühlen und nicht
    vital und existentiell mit ihm verknüpft sind.

    Und wenn dann der Trinker aus der Kneipe sein
    Pferd in England kauft und in Tschechien trainieren
    läßt, dann heulen wieder zwei andere Lobbyistengruppen.

    Man muß vielleicht auch gucken welche
    Chance in der absehbaren jahrelangen
    Rechtsunsicherheit liegt?
    Sich vielleicht noch schnell die Taschen so
    voll machen wie es geht.

    Der Staat tritt hier wie ein Schutzgelderpresser
    auf oder wie ein neuer Alpha-Rüde in der Meute,
    der seinen Anteil an der fetten Beute einfordert.
    Alkohol und Zigaretten und Benzin und Glücksspiel
    darf gesellschaftsfähig sein, wenn nur angemessen
    genug besteuert.

  • #14

    wobei man sich als Rennsport (Donnerstag, 22 März 2012 14:03)

    ja deutlich vom "Glücksspiel-Begriff"
    distanziert hat, aber scheinbar mit
    diesem über einen Kamm geschert wird.

  • #15

    Herr Lotto-Faber (Donnerstag, 22 März 2012 14:22)

    hat wenigstens noch ganzseitige
    Zeitungsanzeigen geschaltet um
    Lobbyarbeit zu leisten.
    Aber wenn selbst er geregelt ausgeregelt
    wurde, dann muß man sich da keine
    großen Illusionen machen wohin die Reise
    geht.

    Ich halte eine Maut wie auch immer ausgestaltet
    als ein mögliches Konzept zur Versöhnung der Fronten.

    Nur bei endgültiger Liberalisierung des Wettmarktes,
    werden die Leute vom Poker und von den Sportwetten
    nicht automatisch den Weg zur Pferdewette finden.

    Aber so ein Prohibitons-Modell wie die PMU legt es
    ja darauf an die Leute durch Verbote und Regulierung
    in einen Schuh zu zwingen, der ihnen nicht paßt wie
    damals bei Aschenputtel.

    Der Schuck ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim.“

    Wir leben in Zeiten der Flip-Flops,
    niemand liebt das Schönheitsideal der gebrochenen Füße.

    Umverteilt müssen die Gelder trotzdem,
    damit die Aktiven die den Apparat tragen,
    ihre Zeche zahlen können.

  • #16

    Vor Copy & Past wird hiermit gewarnt: (Donnerstag, 22 März 2012 14:26)

    Der Schuck ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim.“ | R

    Es muß heißen:
    Der Schuh ist zu klein.

    Krass sowas fällt einem aber auch erst hinterher
    auf, wie der Sieger nach einem Rennen. :-)


    Hier korrigiere das mal, Kassandro:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Aschenputtel

  • #17

    J"R" McManus: (Donnerstag, 22 März 2012 14:52)

    Wenn das Bundesamt für gesundheitliche
    Aufklärung fragen würde:

    "Haben Sie durch Wetten neue Freunde gefunden"

    und Amelie meldet sich und erzählt von ihren 3000
    treuen Followers, die sich 2x im Monat irgendwo
    auf dem Globus zur Zocker-Party treffen, dann
    wiederspricht das natürlich auch einem diagnostischem
    Kriterium des pathologischen Glücksspiels.

    Obwohl bei Frau Arnold vielleicht sonst viele
    Katalogpunkte des problematischen Spielverhaltens
    zutreffen könnten. Aber Jesus. Sie spielt ja mit
    Geld was sie hat.

    Diese ganze Gesundheits-Argumentationskette ist wie
    Knete. Man kann sie sich so formen wie man möchte.

    Hab grad meinen Lao-Tse nicht gefunden,
    aber der hat eine Wahrheit in Frage gestellt,
    wenn von ihr ebenso das Gegenteil wahr ist.

    Der Begriff "Spielsucht" ist ein ebenso
    heimtückisch benutzter Begriff wie das Stemmeisen in
    Händen des Einbrechers.
    Alles Kalkül, Kalkül, Kalkül, Konstrukt,Konstrukt.

  • #18

    bedauere die Orthographie, (Donnerstag, 22 März 2012 14:56)

    da fällt mir ein, daß ich heute nacht
    von einem Aufsatz geträumt habe,
    der an der Seite voller mit Rotstift
    angestrichener Rechtschreibfehler war :-(

    Wie krank macht eigentlich der Di-Blog?
    Die Lesezeit sollte reglementiert werden und
    die Anzahl an Postings, die man schreiben darf,
    begrenzt auf maximal 5 am Tag!

    Oder so wie HolzMichl, der sich als trockener
    Schreiber auch jeden Tag vornehmen muß, daß
    er nichts posten darf.

  • #19

    "Facebooksucht" (Donnerstag, 22 März 2012 15:10)

    Ich hab von jemandem gehört,
    daß er durch ein Facebook-Posting
    seinen Job verloren hat.

    Der Staat könnte da ja auch seinen
    Fuß mal in die Tür stellen, wegen
    Beteiligung an den Werbeeinnahmen und so.

  • #20

    Durch die Einführung der Praxisgebühr (Donnerstag, 22 März 2012 15:21)

    sind sicherlich tausende Menschen
    vermeidbar gestorben, vielleicht
    auch zehntausende.
    Da ist man über Leichen gegangen,
    um die "Arztbesuche-Sucht" zu reglementieren.

    Wenn man den ganzen Sportwettenmarkt am
    Leben läßt, dann auch, weil man die Kuh,
    die man melken möchte, nicht schlachten wird.

    Also so kleine Lobbygruppen brauchen sich da
    gar keine Hoffnungen machen, daß ihre Stimme
    Gewicht hat.
    Das wird alles schön ausgerechnet mit Berechnung.

    Die Leute die sich bereichern können zur Zeit,
    waren einfach so clever positioniert genug,
    um die Gunst der Stunde zu nutzen.
    Ihre Stunde ist noch lange nicht gekommen.

    Von daher. Status Quo and same procedure as
    every year, Miss Sophie.

  • #21

    Und was das Thema Sponsoring angeht, (Donnerstag, 22 März 2012 15:38)

    da muß sich schon jeder Kandidat
    die Frage stellen, ob er nicht
    in Konflikt kommt mit den Tierschützern oder
    seine Marke zu dem Image des Rennsport
    paßt und der Schuß am Ende nicht nach
    hinten los geht.

    Damit hat die Rechtsunsicherheit des
    Glückspielvertrages gar nichts zu tun.

    Es gibt sicherlich Millionen von Leuten
    auf der Welt, die reich genug wären, um
    den deutschen Rennsport alleine aus ideellen
    Gründen zu stemmen. Jeder vierte Spitzensportler
    hätte die Knete dazu.

    Air Berlin zum Beispiel ist ja selber
    zur Zeit am Abkacken, aber Miriam Pede
    hat announciert:

    Ab Mai: 2x die Woche nonstop nach Las Vegas
    von Düsseldorf aus!

    Jiiiiiiippppiiiiihhhhhhhhhhh

  • #22

    Schlupflächer oder wie der Brite schreibt (Donnerstag, 22 März 2012 15:44)

    "Loopholes" wie Flüge nach Las Vegas
    und Singapure und Shangai und HongKong
    müßte man dann bei Einführung des PMU-Modells
    auch verbieten und unter Generalverdacht
    stellen.
    Und den gemeinen Chinesen wird das auch nicht
    kümmern, ob in Europa ein Sack Kartoffeln umfällt.

  • #23

    bei Singapur und Singpore (Donnerstag, 22 März 2012 15:45)

    kann man schon mal durcheinander
    kommen und beide Begriffe "verschmelzen".

  • #24

    auch "Schlupflächer" mahnt mich an, (Donnerstag, 22 März 2012 15:46)

    daß nun die Zeit gekommen ist,
    Pause vom Di-Blog zu machen.

  • #25

    Unfaßbar: (Donnerstag, 22 März 2012 15:56)

    Verdauungsapparat der Kuh:

    Eine Kuh hat 4 Mägen (Pansen, Netzmagen, Blättermagen, Labmagen) mit
    insgesamt 110 bis 230 Litern Fassungsvermögen.


  • #26

    Die Muppets haben (Donnerstag, 22 März 2012 16:05)

    gestern übrigens einen Stern auf dem
    Walk of Fame erhalten.
    Man könnte ja auch Hufeisen verteilen
    auf dem Rennsteig:
    Eins für Engelbert Halm und eins für
    Manto und ein kleines für Frau Arnold.

  • #27

    Haushaltstipp Nr. 1628 (Donnerstag, 22 März 2012 16:27)

    Häufiger Socken wechseln spart
    den Staubsauger.

  • #28

    "Socks" (Donnerstag, 22 März 2012 16:30)

    Sieger im Pony-Championat letzte
    Woche in Krefeld,
    womit die Kurve wieder haarscharf
    gekratzt wurde.

  • #29

    Sechs Richtige oder Niete (Donnerstag, 22 März 2012 20:22)

    www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1711276/

  • #30

    Doppel-"Herz" (Donnerstag, 22 März 2012 20:58)

    Das war ja eben,
    muß mal wieder einsteigen in den
    Deutschlandfunk, war ich früher auch
    gerne mit dabei.
    Der Trend geht ja auch immer mehr zum
    Zweit-Hirn oder Doppel-Kopf um das
    alles konsumieren zu können.

  • #31

    "Herz"-schmerzen? (Donnerstag, 22 März 2012)

    Dafür gibt´s doch racebets.

    racebets.
    Gute Preise.Gute Besserung.

  • #32

    Pro7: 20:Fufzehn: Star Wars IV (Freitag, 23 März 2012 18:30)

    "Die Rückkehr der Je-Di Ritter"

    Luke Skywalker (Mark Hamill) und seine Freunde können Han Solo (Harrison Ford) endlich aus der Gefangenschaft von Jabba the Hutt befreien und nehmen nun erneut den Kampf gegen das Imperium auf. Ihr oberstes Ziel ist die Zerstörung des noch immer nicht fertig gestellten Todessterns, der auf Energie aus einer Generatorenstation angewiesen ist. Mit Unterstützung der Ewoks wollen die Rebellen die Station zerstören. Während der Aktion findet Luke heraus, dass Leia (Carrie Fisher) seine Schwester ist und beschließt, sich Darth Vader (David Prowse) allein zu stellen ...

  • #33

    RZWODe2 (Freitag, 23 März 2012 19:21)

    http://www.youtube.com/watch?v=uF2djJcPO2A

  • #34

    Nochmal überlegt: (Montag, 26 März 2012 14:56)

    Die meinen sicher nicht Umsatzlimit,
    sondern Einzahlungslimit.
    Gibts ja auch bei German Tote wo man
    nur 8000 Euro pro Monat einzahlen darf,
    glaub ich - also pro Account.