Post Mortem

In England nennen sie das Post Mortem, die Versammlung der Verlierer nach dem Rennen, die Suche nach dem Fehler oder dem Grund für das schlechte Laufen, weil, man möchte gern den Finger darauf legen oder darauf, irgendwas, wohin man zeigen kann. Aber erstmal muß das Pferd zurück sein, dann kann man sich was überlegen. Egal, die Enttäuschung war und ist groß, aber das gehört dazu, so ist Rennsport, und trotzdem war das ein Riesenjahr, und das Pferd schuldet gar nichts.

 

Glückwunsch an Zazou und Herrn Hickst, der ihn großartig in Form gebracht hat. Er sah jeden Tag besser aus, und ist genau so gelaufen, wie man das nach der letzten Arbeit am Donnerstag erwarten konnte. Pech im Einlauf, sonst wäre vielleicht mehr drin gewesen.

 

Hong Kong ist und bleibt eine Stadt zum Staunen, und alles atmet das Aroma von unbedingtem Fortschrittswillen. Keine Ecke ohne Bebauung oder Verkehr, keine Ruhe, alles in ständiger Bewegung und Umtriebigkeit. Die Skyline ist noch imposanter als vor 15 Jahren beim letzten Besuch, die Hochhäuser meandern bis nach Aberdeen auf der anderen Seite, nach Stanley, überall hin auf der Insel, ein geschlossener Kordon der Zukunft, eine fertige Vision aus Stein und Metall und Plastik und Glas. Gebäudereiniger müßte man sein. Warum geht es den deutschen Autobauern so gut? Weil es Hong Kong gibt! Kleines Stück Jade gefällig in mäßiger Fassung als Anhänger oder Ring? Bitte sehr, macht HK $ 80.000, oder mehr. Nach oben keine Grenze. Einfache Millionäre haben keine Chance in Hong Kong, 50 davon sollten es schon sein, besser 100, wenn man anständig mitmachen will. Und damit meine ich Euros, nicht die lokale Währung. Crisis? What crisis? Aber auch in Hong Kong machen sie sich Gedanken über die Geldgeschichten der Welt, in der South China Morning Post zum Beispiel, dem besten Blatt am Platz, welches auch eine excellente Rennseite betreibt, und die man über www.scmp.com erreichen kann. Aber ansonsten ist alles Europäische weitab, auch das Wetter, denn in Hong Kong sind es gute 20 Grad, und die Sonne scheint.

 

Auch der Rennsport ist avancierter, völlig professionell organisiert und orchestriert vom Hong Kong Jockey Club, der die beiden Rennbahnen Happy Valley und Sha Tin betreibt, und auch sonst Herrscher allen Geschehens ist. Am Mittwoch gab es die Jockey Championship in Happy Valley, welches mitten auf Hong Kong Island liegt, eine strahlend hell ausgeleuchtete Insel inmitten von Hochhaustürmen. Man sitzt in einer Abteilung hinter dem Ziel, Buffet für alle Gäste, und vom Balkon aus kann man die Rennen und das ganze Spektakel drum herum beobachten. Schier unglaubliche Szenerie durch die Dunkelheit außen, eine Welt für sich, mit riesigen Tribünen und Unmengen von Zuschauern. Gewettet wird im Millionenmaßstab, 50 oder 70 Millionen pro Rennen, also 5 Millionen oder 7 nach unserer Währung. In Handicaps, einfach so. Alles wird annonciert, jeder Pool, alle Eventualquoten, auch die Einläufe. Frankie Dettori hat gewonnen, der als Ersatzmann eingeflogen wurde, aber er kann dann immer noch mal ne Schippe drauf legen, wenn es sein muß. Wie er überhaupt ein Mann von eigener Qualität ist, besonders abseits der Rennbahn. Alle Geschichten von diesem besten Ambassador des Rennsports stimmen, alle Geschichten von der immer guten Laune und Freundlichkeit gegenüber jedermann. Andrasch wäre fast Start-Ziel mit seinem besten Ritt hingekommen, aber auf der Linie wurde er leider noch geballert. Aber Andrasch Starke ist auch ein ganz schrecklich netter und höflicher Mann, sehr professionell in seiner Berufsaufassung, die ihn seit über 20 Jahren an der Spitze unserer wenigen Top Leute hält. Es war uns Ehre und ein Vergnügen, in jeder Hinsicht. Schade, daß nicht mehr ging, auch für ihn.

 

Der Gastgeber hatte sich ein Programm für alle ausgedacht, mit jeden Morgen Shuttleservice zur Bahn, dort imposantes Frühstück mit warmem Congee, Reisbrei, und wer den nicht mochte, konnte Dim Sum essen oder Bohnen in Heavy Sirup von Heinz mit Speck und Wurstl und Jo-Kurt und allem anderen, was die Welt so zu sich nimmt am Tagesbeginn. Dann auf die Bahn, hinter die Rails oder vor die Rails, neben die Pylonen und ganz dicht dran. Erst waren die aus Hong Kong dran, dann die anderen, wegen cross contamination risks, you know. Fabelhafte Atmosphäre, alles was Beine hat, ist zugange, auf dem großen Bildschirm mit Daten für die, die es brauchen. Dutzende Helfer, die einweisen und hinweisen und arrangieren, und alles pünktlich und gesittet und perfekt. Man kann eigentlich nichts falsch machen, wie auch im Hotel, im Grand Hyatt, einem operettenhaften Riesenkasten bzw. mehreren Wohnblöcken und einer Halle, in der ein Trupp indischer Elephanten bequem Rast machen könnte. Schwarzer Marmor, dunkle Hölzer, warme Kandelaber, das ganze altenglischorientalische Programm, wie es schon vor hundert Jahren Mode war. Dann gab es einen Galaabend in Stanley, alle Mann im Bus bzw. mehreren Bussen, weil es so viele waren, und da war eine ganze Ferienanlage gemietet, zum Glück mit Heizstrahlern, weil es arschkalt war für die dortigen Verhältnisse, und die Artisten kaum warm wurden. Am besten haben mir die Hat Jugglers gefallen, Hütchenjonglierer zu Deutsch, nicht so gut die mongolische Kindersingtruppe, die ziemlich rumkrähten und zirpten und affig Posen schmissen. Aber wie mit dem Lineal aufgebaut der ganze Verein. Dann wieder Buffet, mit Bratwurst und Schinken und Kartoffelsuppe, also etwas polyglottes statt chinesisch, wie es sich für China gehört hätte. Man möchte es allen Recht machen, und keiner mußte Hunger leiden. Den Abend davor waren wir bei den Entenfüßen Leuten, davon habe ich bereits berichtet. Entenfüße müssen nicht sein, wohl aber Schweinsrippchen, die niemand so gut hinkriegt wie die Chinesen. Vorbildlich am Renntag, als es auch Stopfleber gab und Austern und Hummer und Noodle Soup und Entenbraten und Cesar`s Salad und Törtchen und Schoogi und nichts, was es nicht gab. Ein Paradies für Buffetfreunde, eine Bonanza fast an Schleckereien. Frankie hat ne Pulle Schampus geschmissen, das war aber vor dem Rennen. Nach dem Rennen gab es das Post Mortem in der Bar im Hotel, mit Tsingtao Pilsbier, und Frankie grüßte frohgemut von der anderen Seite des Raumes, dem düsteren.

 

Es gab eine Böötchentour nach Lamma, einer Insel, und da gab es Seafood für die ganze Bande, dutzende Tische für 12 Mann, in der Mitte der Kreisel, damit sich jeder was nehmen kann von Seegetier und Hühnchen gelackt und langweiligem Schweinefleisch süßsauer. Im Hotel hatten sie einen Extraraum installiert, das konnte man Merchandise erwerben oder geschenkt bekommen, Kaffe und Tee trinken, Internetsurfen oder einfach nur rumlungern, und den internationalen Sattelkünstlern zusehen, die Internet surften, Kaffee oder Tee tranken, Merchandise erwarben oder sich schenken ließen, oder einfach nur so rumlungerten. Große Sache das, fabelhafte Jungs, alle extrem nett und freundlich und mit atemberaubenden Begleitungen, zum Teil. Oft war da auch Madame Brande-Barbe, die Trainerin von Cirrus des Aigles, die auch so ein neumodisches Spielzeug im Bus mit sich trug, in einer eleganten Lederhülle, ein Flachbildschirm, der alle Rennen ihres Augensterns zeigen konnte, in Zeitlupe, von vorn, von oben, als Standbild. Und alles aus dem Stall. Kolossal! Und Lord Grimthorpe war da, oder Teddy Grimthorpe, der Racing Manager von Khalid Abdullah, der nicht ausschließen mochte, daß es vier Siege werden könnten, vor dem Rennen, aber dann war nur Cityscape platziert, und der Rest war weg. Alle waren da außer den Amerikanern und den Australiern, aber am Ende waren nur die Hong Kong Pferde vorne und Dunaden.

 

Es war ein Angelegenheit, die man so nirgends erleben kann, eine große Veranstaltung, die der HKJC souverän zelebriert, und die einem den Atem nehmen kann. Schade, daß nichts bei rausgesprungen ist, vor allen Dingen Annika Rosenbaum hätte das verdient. Ganz toller Travelling Groom. Herzlichen Dank dafür.

 

PS: Ganz offensichtlich gibt es Leute, die sich auch die erschreckendsten Vorfälle in diesem Sport zum Ansporn nehmen, ihre ganze Unverschämtheit zur Schau zu stellen. Das geht gar nicht. Ich werde rigoros solche Äusserungen wegtun, und wenn keine Ruhe gegeben wird, zumachen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 38
  • #1

    TT (Dienstag, 13 Dezember 2011 15:05)

    da wird Basalt ja jetzt vor Freude hüpfen,
    hoffentlich findet der seine Erben noch anschließend

  • #2

    TT (Dienstag, 13 Dezember 2011 15:07)

    meine Frau, ich hab ja eine , war übrigens auch vor kurzem dort. Scheint wirklich sehr imposant dort zu sein.

  • #3

    TT (Dienstag, 13 Dezember 2011 15:10)

    Oh Gott,
    keine Edit Funktion
    Erben mag auch sein gemeint waren aber natürlich seine geliebten Erbsen.

  • #4

    dobran (Dienstag, 13 Dezember 2011 15:15)

    Wäre ein El Dorado für den Ostsee Meeting Manager
    gewesen .

  • #5

    Sindbad (Dienstag, 13 Dezember 2011 15:17)

    Basalt hätte die erbsen doch mit der Gabel versucht
    zu Essen.

  • #6

    Basalt (Dienstag, 13 Dezember 2011 15:28)

    Danke für den Bericht, sehr bildhaft erzählt, so dass man sich auch als Aussenstehender einen Eindruck schaffen kann.
    Schade nur, dass solche Menschen wie TT diese gute Sache nur nehmen um wieder einmal Galle zu speien. Merkt der eigentlich nicht, wie lächerlich er sich macht. Wen interessiert eigentlich, ob seine Frau, die er ja hat, wie er extra betont, in Hongkong war oder nicht? Er ist und bleibt ein erbärmlicher Wicht.

  • #7

    das Phantom (Dienstag, 13 Dezember 2011 15:31)

    Ob hier Wildpfad herumlungert und Zoff sucht ?

  • #8

    Sport ist auch, wenn man nicht gewinnt (Dienstag, 13 Dezember 2011 15:52)

    War doch ne prima Unterhaltung
    auch für uns Rennfans.
    Wir waren doch an den Computern
    quasi mitgereist und haben auch
    ein bißchen was von der Stimmung
    mitbekommen.
    Sogar im Hyatt-Hotel hatte ich
    virtuell eingecheckt und den
    Ausblick aus dem Fenster genossen.
    Also eigentlich war es wie selber
    dabeigewesen zu sein ohne die
    Anstrenung so einer Reise.
    Eigentlich war Di unser Avatar
    in HongKong.

  • #9

    TT (Dienstag, 13 Dezember 2011 15:57)

    werter Basalt,
    freut mich sehr, dass ich Sie so kitzeln konnte und Sie sich auf dieses Tieffliegerniveau herablassen.
    Schönen Gruß auch von meiner Gemahlin;-)

  • #10

    Huhu (Dienstag, 13 Dezember 2011 18:56)

    Echt,einfach Klasse geschrieben.

  • #11

    godolphin (Dienstag, 13 Dezember 2011 20:38)

    Zustimmung, die nächste Blogveröffentlichung findet hoffentlich in der Thaliaa Buchhandlung statt. Werde ich mir dort signieren lassen.

  • #12

    danke DI für die (Dienstag, 13 Dezember 2011 21:56)

    wunderebare Beschreibung. Sollte auch mal wieder ein paar Tage stop over dort einlegen. Wer meint sich das Online reinziehen zu können geht fehl. Diese ganz spezielle Atmosphäre, diverse Düfte von Business, Meer, Food usw., das muss man live erleben. Im Übrigen macht Engelbrecht-Bresges dort einen Superjob!!

  • #13

    solitär (Dienstag, 13 Dezember 2011 22:35)

    Wer weiss das nicht?

  • #14

    Catrin (Mittwoch, 14 Dezember 2011 09:17)

    Toll; danke dafür !

  • #15

    Du wurdest auch schon gepinselt (Mittwoch, 14 Dezember 2011 16:15)

    Mister Brocken. Eigentlich
    läufst Du auch auf Subvention mit.

  • #16

    di (Mittwoch, 14 Dezember 2011 16:33)

    manchmal passieren dinge, auch in diesem sport, die einen veranlassen, manche dinge anders zu sehen. wie immer blieb ers kassandro vorbehalten, eine distinkt katastrophale note ins spiel zu bringen, ein ausdruck einer verkommenen moral und völlig absenten anstands. ein um den nullpunkt ohne amplitude oszillierendes stück spießertum. sehr bedenklich und sehr beschämend.

  • #17

    Basalt (Mittwoch, 14 Dezember 2011 18:28)

    Wann habe ich geschleimt? Bitte mal ein Beispiel. Wenn ich Etwas gut finde, dann schreibe ich das auch. Leider finde ich bei Ihnen nur Müll, ansonsten würde ich Sie auch mal gerne loben.

  • #18

    Basalt (Mittwoch, 14 Dezember 2011 19:13)

    Da ich einige Reiseberichte von DI kenne, die immer von hoher Qualität waren, könnte ich mich doch auf einen schönen Bericht freuen. Dies kann ich bei Ihren Beiträgen nicht schreiben, da Sie einfach nur ein ahnungsloser Gimpel sind, der vom Rennsport absolut keine Ahnung hat. Ihre Beiträge, bei denen Sie fast immer über irgendeine Person herziehen, die Sie grösstenteils garnicht kennen. strotzen nur so von Unfug.
    Wenn ich jetzt schon wieder lese, was Sie da zu Torsten Mundry loslassen, kann ich nur sagen das ist unterste Schublade. Dass Sie das dann noch in Zusammenhang mit DI bringen, bringt das Ganze zum Überlaufen. Da kann man nur pfui sagen.

  • #19

    godolphin (Donnerstag, 15 Dezember 2011 03:10)

    Ich werd Schleimer von ihnen genannt, weil ich mich für diesen Reisebericht, Mühe und Unterhaltung bedanke und Qualität annerkenne.
    Sie wiederholen andauerd was sie alles nicht nötig haben, zu oft und zu angefressen.
    Daher..ich fand ich ihre Berichte über ihre Leistungen und Höhenmeter im Harz auch nett, wirklich, ganz toll.

  • #20

    TT (Donnerstag, 15 Dezember 2011 07:45)

    schleimen hin oder her,
    die Saison ist gelaufen, Weihnachten steht vor der Tür und Mundry hat jetzt Burnoutsymptome. Normalerweise kein Zeitpunkt für sowas, wenn da nicht der Hongkongtrip gewesen wäre.
    Gute Besserung jedenfalls

  • #21

    TT (Donnerstag, 15 Dezember 2011 14:09)

    zum besseren Verständins sei gesagt, dass hier ein paar Harzer Beiträge bezüglich Schleimertums verschwunden sind. Darauf beziehen sich dann auch der Erbsenzähler und godolphin.

  • #22

    löschmeister di (Donnerstag, 15 Dezember 2011 17:01)

    zum besten verständnis sei gesagt, daß alle bezüge und instrumenatlisierungen des themas burn-out rigoros gelöscht werden. schleimen dürfen sie alle nach herzenslust.

  • #23

    lokomotive wernigerode (Donnerstag, 15 Dezember 2011 18:07)

    Wollte mich beim Harzer Buben einschleimen,leider fiel
    das auch Mister Snip-Snap zum Opfer.

  • #24

    kassandro (Donnerstag, 15 Dezember 2011 19:54)

    Nötig lieber Godolphin habe ich auf keinen Fall irgendeine Form Zensur. Ich hab noch niemals irgendwo gefordert, daß irgendetwas gelöscht wird. Darauf bin ich zu tiefst stolz. Bei Herrn Schmelz besteht, wie er hier wieder einmal sehr eindringlich gezeigt hat, zu solchem Stolz nicht der geringste Anlass. Weder die "Schleim-Lawine ins Tinsdal" noch den sehr naheliegenden Zusammenhang von Mundrys Burnout und Hong Kong, konnte der Arme verkraften. Last but not least konnte er selbst die Regel "Wer selber schleimt, soll nicht über andere (vermeintliche) Schleimer herziehen" nicht stehen lassen. Aber das ist ja nur konsequent: Über die Forums-Zensur bitterlich jammern aber gleichzeitig selber noch viel mehr zensieren, getreu nach dem Motto: Verlange von anderen, was du selbst nicht halten willst.

  • #25

    Post von Wagner ohne Anrede: (Donnerstag, 15 Dezember 2011 20:29)

    Kassandro,
    wahnsinnig,
    wahnsinnig überflüssig,
    Dreck, scheiße, pathologisch.

  • #26

    kassandro (Donnerstag, 15 Dezember 2011 21:27)

    Nie war er so wertvoll wie heute - der kassandro, oder: Wenn einmal so viel gutes widerfährt, daß ist schon einen Beitrag von kassandro wert.

  • #27

    donvito (Donnerstag, 15 Dezember 2011 22:50)

    über burn-out muss hier auch nicht diskutiert werden. das erledigt herr weller drüben in der ihm eigenen art: geschmacklos, völlig unwissend und auf niedrigstniveau. dem ist wirklich nichts mehr hinzuzufügen ausser, dass der niedergang des sports niemanden mehr verwundern mag, wenn solch unterklassige gestalten, wenn auch nur in einem forum, die moderation besorgen und ihre dreckskübel ungehindert schleudern dürfen. fremdschämen ist bei diesem subjekt noch gestrunzt.

  • #28

    kassandro (Donnerstag, 15 Dezember 2011 23:44)

    Das ist doch ganz offensichtlich, warum hier nicht darüber diskutiert werden darf. Ich sag nur: 1+1=
    Den Burn-Out Thread im Forum hab ich auch gerade gelesen, finde aber ihre Beschreibung desselben viel geschmackloser. Dem Forums-Thread fehlt die Brücke nach Hong Kong, die diesen Fall erst interessant macht. Das kommt davon, wenn man den Großen Brückenbauer rausschmeißt!

  • #29

    mich interessiert zur Plauderei (Freitag, 16 Dezember 2011 02:25)

    folgendes:
    Kann man ein Pferd wie Durban Thunder
    in einem Pferderennen auf Weltnivau so
    untermogeln, daß es sich besser verkauft
    als es ohnehin schon ist?
    Wieviel Frontrunner kommen wohl durch und
    schaffen es ein Rennen zu klauen? Jedes Fünfte
    vielleicht? Dann war es doch die richtige
    Strategie in Frankreich.
    Die Vorbereitungszeit um dem Tier bis HongKong
    ein noch stärkeres Konkurrenzgefühl anzudressieren,
    wenn überhaupt möglich, um im Zweikampf nicht zu
    schnell zu resignieren, war zu kurz.
    Um die konditionelle Schiene durch Überkompensation
    über längere Steherstrecken zu stärken, war die Zeit auch zu kurz.
    Um dem Tier noch einen gymnastischen Aufbaustart zu
    geben um sein Selbstbewußtstein zu stärken, dazu
    war die Zeit auch zu knapp.
    Viele hier haben eine Taktik wie in HongKong gefordert,
    damit DT sich aus der Gruppe heraus mit einem Pacemaker in Front die Chancen bewahrt um mitanzuziehen.
    Jedesmal waren die anderen Starter aber von einer überlegenen Frische und Spritzigkeit, so daß man mit
    deutschen Tugenden nicht gegen fußballbrasilianischartige Rennvirtuosität hätte ankommen können.
    Wie kann man ein menschelndes freundliches ehrliches Pferd so zusammenstellen, daß es mit kämpferischen
    Pferdemaschinen mithalten kann?
    Das wäre die Aufgabe und die Kunst und der Spaß und
    die Herausforderung.
    Hinterher ist man immer schlauer, aber aus Erfahrung
    wird man auch klug. Ich würde darauf vertrauen, daß
    sich die Ausgabe des bezahlten Lehrgeldes gelohnt hat und man vielleicht nächstes Jahr oder mit einem der
    Töchter oder Söhne von Durban Thunder weiterhin um
    einen großen Coup mitkämpfen kann.

  • #30

    was Frankie Dettori angeht: (Freitag, 16 Dezember 2011 02:41)

    von dem konnte man diese Saison
    eine Unmenge an schlechten und
    ehrgeizlos verhunzten Starts
    miterleben, die man als Glamourrennsportfan
    vielleicht nicht so wahrnimmt, aber als
    Wetter mit Geld auf dem Pferd nicht vergißt.
    (Zum Beispiel Ascot) Der zieht auch nicht in
    jedem Rennen an der Hampelmannschnur um anstatt
    eines vierten Platzes noch das dritte Podest
    herauszuholen.
    Beim Pferderennen muß man auch mal Schwein haben,
    sonst hat man kein Glück.

  • #31

    Auch für ein Höhentraining am (Freitag, 16 Dezember 2011 02:48)

    Machu Piccu noch vor HongKong
    war die Vorbereitzungszeit zu kurz.

  • #32

    Außerdem hat das Pferd gut verdient (Freitag, 16 Dezember 2011 02:57)

    dieses Jahr. Es wäre doch dumm
    gewesen mit ihm nicht diese großen
    Chancen mitzunehmen. Und es ist
    auch nicht verkauft und auch nicht
    zur Hälfte verkauft. Ist doch ein
    Sportler auf das jeder stolz ist, ob
    er es besitzt oder nur miterlebt.

  • #33

    TT (Freitag, 16 Dezember 2011 09:15)

    Was der mantowulcan da im Tantenforum über burn out vom Stapel lässt ist wirklich zum kotzen. Unfassbarer Müll von wegen Unfähigkeit und Modekrankheit, eigentlich dachte ich, dass mich bei dem garnix mehr wundert, aber so ein Schwachsinn, kopfschüttel, ganz getrost ist der nun wirklich nicht mehr

  • #34

    kassandro (Freitag, 16 Dezember 2011 11:10)

    Da ist natürlich was wahres dran. Männer, die der dauernden Widersetzlichkeit fröhnen, kriegen so etwas nicht. Aber so ein Burn Out kann auch nützlich sein. Wenn wir beispielsweise dem Schmelz einen verpassen könnten, ginge es im Galoppsport etwas ruhiger zu.

  • #35

    donvito (Freitag, 16 Dezember 2011 12:07)

    besser wäre es, wenn man sie mal out-burnt. das wäre wesentlich sinnvoller.

  • #36

    godolphin (Freitag, 16 Dezember 2011 12:16)

    Wellisto hatte gerade keinen Bornout, eher out-burner,
    Gratula Herrn Mundry

  • #37

    di (Freitag, 16 Dezember 2011 19:45)

    so ist es, eine gute leistung vom pferd und vom trainer. der besitzer fährt selbst den hänger. darüber hinaus ein großartiger schlachtenbummler, der weiß, wo die bar ist.

  • #38

    Von Magath lernen heißt siegen lernen (Samstag, 17 Dezember 2011 08:41)

    Warum nicht auch Medizinballtraining
    für Rennpferde oder Training an der
    Rampe ?
    Immer nur im Kreis hoppeln einmal am
    Tag kanns nicht mehr sein für die Zukunft.