Geld

Laßt Zahlen sprechen. Man erhält jedes Jahr aus Köln den Jahresbericht des Rennsports, letztmalig den über das Jahr 2010. Da stehen allerhand Daten drin, die ich interessant finde. Ich gebe ein paar wieder:

 

Besitzer 1.282, Pferde im Training 3.082, Fohlen 1.035, Einfuhren 370, Rennpreise € 13.420.571 , Auslandsgewinne € 5.846.487, Gesamtumsatz Toto € 31.703.497 (Bahn € 17.856.957, Außen € 13.846.540).

 

Das sind einige interessante Zahlen. Sie zeigen, wie sich die Veranstaltung für Besitzer darstellt, wer wie viel bezahlt, und wer wie viel rausbekommt.

 

Es gibt ja mehrere Gruppen im Rennsport, oder Protagonisten, wie Sportjournalisten so gerne sagen. Da gibt es die Professionellen, also alle Personen und Gesellschaften, die für Geld tätig werden. Dazu gehören Trainer, Jockeys, Stallpersonal, Vets, Transporteure etc., aber z.B. auch Sponsoren und Buchmacher. Diese Gruppe wird auf Basis Leistung-Gegenleistung tätig, also per Saldo neutral, wenn man unterstellt, daß die Preise stimmen. Buchmacher hingegen müssen Plus machen, weil sie sonst Pleite gehen.

 

Dann gibt es die öffentliche Hand, also Kommunen und Länder. Die stellen je nach Verein das Betriebsgelände zur Verfügung, oder bezuschussen den Betrieb in irgendeiner Form. Über die Höhe lässt sich schwer raten, weil das nicht öffentlich abgehandelt wird, und es sich auch oft um Sachleistung handelt. Dazu gehört auch die weitgehende Befreiung von der Totosteuer --à Rückvergütung.

 

Dann gibt es die Besucher, die sich wiederum in zahlende und wettende unterteilen, wobei sich diese Gruppen mischen und überschneiden können. Es gibt Freikarteninhaber, die wetten, oder auch nicht, es gibt Eintrittzahler, die wetten, oder auch nicht. Es gibt Wetter, die überhaupt nicht auf der Bahn erscheinen.

 

Es gibt die Rennvereine, das sind die jeweiligen Mitglieder in ihrer Gesamtheit. Die agieren weitgehend gemeinnützig, also unendgeldlich, wobei sich die Modelle Baden-Baden und Hoppegarten davon gelöst haben, und weite Teile des Betriebs privatrechtlich abhandeln. Rennvereinsmitglieder, die oft auch Besitzer sind, zahlen Beiträge und spenden, manche in erheblicher Höhe (Wille, v.Gärtner etc.)

 

Und dann gibt es die Besitzer und die Züchter, wobei letztere sich 1. oft mit den Besitzern überschneiden, und 2. die Zucht kommerziell betrieben werden kann.

 

Was sagt uns das nun Alles, worauf will ich hinaus? Ich will zeigen, wie im Rennsport die Gewichte verteilt sind, wer die finanziellen Lasten trägt, und was bei der ganzen Sache am Ende herauskommt. Fangen wir mal mit den Wettern an: Die haben insgesamt € 31.000.000 verwettet, und dabei grob gerechnet € 23.500.000 wieder rausbekommen, die berühmten 75%. Im Sport sind aber die € 7.750.000 nicht angekommen, sondern nur etwa € 6.300.000. Weil die Außenwette etwa 10% Provision verschlingt. Wie auch immer, die Wetter tragen mit € 6,3 Mio zum Kuchen bei. Sie tragen interessanterweise mit noch mal € 1,5 Mio via German Tote bei, weil das die Provisionen für ins Ausland vermittelte Wetten sind. Man kann sich bei einem Provisionssatz von 3% ausrechnen, daß die deutschen Wetter mehr ins Ausland via German Tote wetten, als insgesamt auf deutsche Rennen über den Toto. Macht also insgesamt € 7,800.000 als Ergebnis für den Sport.

 

Die Besitzer unterhalten 3.082 Pferde. Die kosten, je nach Anspruch und Möglichkeit, im Schnitt € 1.750 im Monat. Es gehören dazu Veterinärkosten, Transportkosten, Schmiede, Reisespesen, Versicherungen, Nenngelder. Das macht dann mal eben € 64.722.000, in Worten € vierundsechzig Millionen siebenhundertzweiundzwanzig. Das ist aber noch nicht alles, denn die Pferde müssen ja auch erstmal angeschafft werden. 1000 Fohlen, 370 Importe, 3.082 im Training. Ich sage mal, jedes Jahr müssen 1.000 Pferde gekauft werden, oder für den Züchter laufen. Der rechnet dann seine Aufzuchtkosten zusammen, also Deckgeld plus 2 Jahre. Ich schätze, daß jedes Pferd dieser 1.000 um und bei € 15.000 kostet. Baden Baden Jährlinge haben einen doppelt so hohen Schnitt, also dürfte die Hälfte davon konservativ sein. Insofern müssen jedes Jahr noch mal € 15.000.000 aufgebracht werden, von den Besitzern. Das macht dann grob gerechnet knapp € 80.000.000, die von den Besitzern jährlich in die Hand genommen werden.

 

Was kommt zurück? Es kommen außer schönen Ehrenpreisen aus Porzellan oder Zink oder Glas insgesamt € 13.420.571 aus Deutschland zurück sowie noch mal € 5.846.487 aus dem Ausland, insgesamt also € 19.266.706. Was aber nicht stimmt, denn knapp 20% gehen für Trainer, Jockey, Verband drauf, so daß am Ende netto um und bei € 15.500.000 hängen bleiben. Das ist der Ertrag der Besitzer. Das sind, bezogen auf den Einsatz von 80 Millionen, weniger als 20%. Beim Lotto werden 50% ausgeschüttet.

 

Man sieht also, was beim Rennsport rauskommt, nämlich ein sattes Minus. Besitzer sind wie Wetter Leute, die idealistisch und träumerisch veranlagt sind, und die nicht wegen des Geldes dabei sind, sondern wegen immaterieller Güter – Eitelkeit, Philantropie, Kultur, Spaß, Hoffnung. Es sind Leute von großer Duldsamkeit und grenzenloser Phantasie, was das Können ihre Zweijährigen anlangt. In Amerika gibt es einen schönen Spruch, wonach sich noch kein Mann das Leben genommen hat, der einen hoffnungsvollen Zweijährigen im Stall hat. Die Besitzer sind bis heute bereit, dieses groteske Mißverhältnis von Einsatz und Ertrag hinzunehmen. Aber langsam ist das Ende der Belastbarkeit erreicht.

 

Nun erhebt sich die Frage der Analyse dieser Zahlen. Ich denke, wichtigster Punkt ist, daß die Besitzer eine amorphe Masse sind, in der ein jeder des anderen Konkurrent ist. Jeder will gewinnen, und das geht nur, wenn die Kollegen verlieren. Besitzer spielen nicht als Mannschaft, sondern als Einzelkämpfer. Das ist der Obersatz, wenn man die Dynamik der Veranstaltung nach innen und nach außen verstehen will.

 

Zweiter Satz ist die Erkenntnis, daß die Besitzer der entscheidende Faktor in dieser Gemengelage sind. Und zwar mit weitem Abstand. Netto kommen 65 Millionen Cash aus dieser Abteilung, weit mehr als alle anderen  zusammen.

 

Trotzdem wollen die Dinge nicht vom Fleck kommen, trotz dieser finanziellen Sonderstellung. Man bedenke: Wenn die Totalisatoreinnahmen um 50% stiegen, läge das Betriebsregebnis der Besitzer immer noch weit in den Miesen, statt 20% gäbe es dann 25% zurück, unterstellt, die Mehreinahmen gingen ausschließlich in die Dotierungen. Das ganze Gejammere dreht sich also im Kreis, weil auch deutliche Steigerungen der Einnahmen nichts am  Ergebnis ändern.

 

Also findet eine Abstimmung mit den Füßen und Hufen statt, go west young man. Das geht aber nur mit guten Pferden, aber dann geht es ganz gut, trotz erheblicher Mehrkosten. So verdünnisieren sich die, die die Pferde haben, was letztlich auch dem Leistungsgedanken entspricht, wonach man gefälligst bessere Pferde züchten soll, und nicht schlechtere.

 

Andere stimmen mit den Füßen nach rückwärts ab, sie hören auf. Um dann Klage über den Zustand des Sports und sein unfähiges Personal zu führen. Weil, die Sache ist ja irgendwie doch reizvoll, und so ganz möchte man nicht aufhören und Briefmarken sortieren statt dessen, oder Spazieren gehen.  

 

 

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Kommentare: 32
  • #1

    das halte ich (Freitag, 04 November 2011 09:32)

    für eine spielerei mit zahlen.aber es ist schon etwas
    wahres dran.die besitzer sind das stärkste glied in der
    kette,aber gemessen wird eine kette nach ihrem schwächsten glied .wenn das reisst,kommt die ganze chose
    zum einsturz.

  • #2

    kassandro (Freitag, 04 November 2011 11:06)

    Da ist mal wieder ein Rechenkünstler am Werk. Einerseits gehen bei der Außenwette 10% Vermittlungsgebühr verloren. Der Rennsporteignen Vermittler, der an der Außenwette ja ebenfalls großen Anteil hat, bekommt aber auf der Aktivseite nur 10%. Das ist ja schlimmer als in Griechenland. Auf der Einnahmeseite kommen natürlich auch noch Sponsorengelder, Subventionen und Einnahmen aus TV-Rechten hinzu. Die Finanzsituation des gesamten Sportes wird also durch obige Zahlen überhaupt nicht erfasst. Einigermaßen korrekt dürfte die Rechnung für Ausgaben und Einnahmen der Besitzer sein. Ich sehe hier überhaupt keine Grenze der Belastbarkeit. Ein Hobby kostet nun mal Geld. Das Problem an diesem Hspeziellen obby ist, daß man in Ausnahmefällen damit sogar Geld verdienen kann. Leider wird dadurch der Charakter der Leute, die dieses Hobby betreiben, ziemlich versaut und es kommt falsches Anspruchsdenken wie in obigem Beitrag auf. Im Springreiten verlieren alle Pferde-Besitzer mit ihren Pferden Geld und trotzdem gibt es dort kein solches Wehklagen. Außerdem ist Eitelkeits-Return für Besitzer im Galoppsport wesentlich höher als für Besitzer im Springsport. Letztere gelangen praktisch nie in die Öffentlichkeit. Das Problem am Galoppsport ist die geringe Medienpräsenz. Dadurch sinkt der im Galoppsport ungewöhnlich hohe Eitelkeits-Return drastisch und die Leute verplempern ihr Geld dann lieber anderswo.

  • #3

    kassandro (Freitag, 04 November 2011 11:08)

    Da ist mir im zweiten Satz ein übler Zahlendreher passiert. Er muß folgendermaßen korrigiert werden: Der Rennsporteignen Vermittler, der an der Außenwette ja ebenfalls großen Anteil hat, bekommt aber auf der Aktivseite nur 3%.

  • #4

    Manchmal (Freitag, 04 November 2011 12:40)

    Betreff: Hubertus Schmelz
    oh wie schön, parlomann schreibt hier endlich auch mal. aber man soll das nicht lesen, ist wie eigene nekrologe lesen, macht man auch nicht. also warte ich gespannt auf die angekündigte abhandlung andernorts, wo oh wir blinden erleuchtet werden werden.

    da: viewtopic.php?p=35556#p35556
    und dort: viewtopic.php?p=35565#p35565

    mfg


  • #5

    Ein Rennpferd zu besitzen (Freitag, 04 November 2011 13:05)

    ist eine von vielen Möglichkeiten, ein teures Hobby zu betreiben.
    Wer sich dies nicht (mehr) leisten kann oder will, muß sich was Anderes suchen; so einfach ist das.

  • #6

    KurfuerstFW (Freitag, 04 November 2011 19:31)

    Das war eben das Schöne am Osten : Was da vorne reingesteckt wurde, kam hinten wieder raus, s.z. ein Perpetuum Mobile. Volkseigene Pferde wurden von VE Trainern in VE - Rennställen trainiert und von VE - Jockeys auf VE - Rennbahnen geritten. Der Sieger bekam sein Geld aus dem VE - Totalisator und alles fing von vorne an. Das Modell muß wieder entwickelt werden!!!

  • #7

    Carmen Sauerland (Freitag, 04 November 2011 20:21)

    fehlen nur noch die alu chips,auch geld/mark genannt.

  • #8

    kassandro (Freitag, 04 November 2011 20:37)

    Nein, der Galoppsport soll schon ein ordentliches Loch in den Geldbeutel brennen. Dadurch gewinnt er Exklusivität, auf die Herr Schmelz ja auch besonderen Wert legt. So etwas kann es nicht zum Nulltarif geben. Kein alter Geldsack würde sein marodes Gestell über den Golfplatz schleppen, wenn er damit nicht zeigen könnte, daß er etwas besseres ist. Besitzergemeinschaften, wo auch Pfennigfuchser wie meine Wenigkeit theoretisch Pferde-Mitbesitzer werden könnten, gehören eigentlich verboten, denn durch solches Gesindel wird nur der Führring entweiht.

  • #9

    Mit unserem lieben Kassandro, (Freitag, 04 November 2011 20:42)

    scheinen da irgendwie die Gäule durchgegangen zu sein, oder der Leibhaftige treibt im Harz sein Unwesen. Anders ist solcher Unfug nicht mehr erklärbar!!!

  • #10

    kassandro (Samstag, 05 November 2011 06:47)

    Lustiger Thread im Galopper-Forum:
    http://www.galopper-forum.de/viewtopic.php?f=37&t=2272&sid=8beb80fe15f353ff6f244c04151aa16c
    Dort prügelt unser Oberblogger munter auf eine Veranstaltung der GTM ein. In seiner Allwissenheit ist ihm dabei allerdings entgangen, daß hinter der GTM kein geringerer als sein Großer Freund steckt:
    http://www.german-thoroughbred.com/imprint
    Im Militär-Jargon bezeichnet man so etwas als "Friendly Fire". Schade eigentlich, daß es zu diesem Thema keinen netten Blog-Beitrag gegeben hat.

  • #11

    Kassandro, (Samstag, 05 November 2011 07:27)

    das zeigt mal wieder Ihre vollkommene Ahnungslosigkeit.
    Erstens hat sein Kommentar absolut Nichts mit
    " Einprügeln" zu tun, Zweitens ist er ja nun wahrlich kein Freund von Herrn Kappes. Aber woher soll so ein Knallkörper wie Sie das auch wissen. Etwas ähnlich Unbedarftes und Unwissendes gibt es im Rennsport nicht oft.Hauptsache der Harzer Experte hat mal wieder ein gewichtiges Wort geschrieben. Einfach nur peinlich, egal was Sie wieder für eine spätere Erklärung für die Zusammenhänge bringen, was für einen, sich für wichtig haltenden, Egomanen ja unausbleiblich ist.

  • #12

    ist halt so (Samstag, 05 November 2011 08:12)

    Superlover ist nicht jedermanns Freund,möchte aber
    mit allen geschäfte tätigen.

  • #13

    vorsicht, wenn du ihm die hand gibst, (Samstag, 05 November 2011 08:17)

    zähl danach die finger.

  • #14

    leserreporter kalle (Samstag, 05 November 2011 08:43)

    erstaunlich. wie eine beschreibung tendenz auslöst. das fällt vielen leuten unheimlich schwer, keine meinung zu haben, sondern fakten zur kenntnis zu nehmen. wie bei der bild zeitung. die bildet auch zu jedem und allem eine meinung. damit stellt man habenichtse ruhig. meinung haben!

  • #15

    j.w. (Samstag, 05 November 2011 08:55)

    besitzergemeinschaften, kassandro, werden in d steuerlich wie firmen behandelt. außer sie grunden einen e.v. . in anderen europäischen ländern ist das anders. deshalb sind diese dort steuerlich begünstigten besitzformen da ungleich öfter anzutreffen. deshalb wohl auch die proletarischen führringe in diesen ländern ..

  • #16

    kassandro (Samstag, 05 November 2011 09:50)

    Das mit den Besitzergemeinchaften war natürlich nicht so ernst gemeint. Die Exklusivität ist aber im Zeitalter der Gleichmcherei ein wichtiges Gut, das man nicht genug herausstellen kann, und man sollte deshalb den Leuten schon im vornherein klar sagen, daß Galoppsort ein sehr teurer Spaß ist, statt deren Gier zu wecken und ihnen weißzumachen, daß man damt Geld verdienen könnte. Diese "Weißheiten" gelangen nur in die falschen Hände, die Galopper-Beitzer dann als geldgierige Tierquäler hinstellen. Dadurch entsteht schließlich ein Negativ-Image, was sich wiederum negativ auf die Aquisation neuer Besitzer auswirkt. Man sollte also über obige Zahlen nicht jammern sondern sie mit Stolz nach außen vertreten und sie sogar noch übertreiben, damit sich die Leute leichter als erfolgreiche Besitzer fühlen können und bei der Stange bleiben.

  • #17

    KurfürstFW (Samstag, 05 November 2011 10:55)

    "Was sagt uns das nun Alles, worauf will ich hinaus?"
    Die Frage haben Sie gestellt, aber noch nicht beantwortet. heißt das etwa, die Zucht und die Haltung von Vollblutpferden und die dazugehörigen Leistungsprüfungen sind am Ende ? Das Ganze, in Zeiten von Traktoren und Panzern , als Ersatz für Ackergaul und Kavallerie,sowieso ein Anachronismus ? Reiche Besitzer wie Lord Derby, die es sich erlauben können nur zum Spass ihren Privatbesitz in Form von teuren Pferden um die Wette laufen zu lassen, gibt es nicht mehr ? Also abwickeln ? Brieftaubenzüchter (das Rennpferd des kleinen Mannes) sind doch auch auf dem absteigenden Ast. Ihre Zustandsbeschreibung ist treffend und die Zahlen halte ich für richtig, aber was kommt dann ? Erst die Analyse und dann bitte die Vision !

  • #18

    kassandro (Samstag, 05 November 2011 11:36)

    Es gibt mehr Leute den je, die es sich leisten können, für ihr Hobby mehr als 100000€ pro Jahr auszugeben. Natürlich gibt es jetzt auch viel mehr Möglichkeiten als früher, dieses Geld loszuwerden. Der Galoppsport muß sich dem Wettbewerb um dieses überschüssige Geld stellen. Da muß zunächst mal das katastrophale Image vom "geldgierigen Tierquäler" weg, denn fast jeder Mensch möchte in den Augen seiner Mitbürger als guter Mensch angesehen werden. Und dann muß es für das viele Geld auch angemessene immaterielle Gegenleistungen geben. Dazu gehört die Exklusivität aber auch eine weit austrahlende Anerkennung von Leistung. Letzteres ist nur möglich, wenn der Sport gut in den Medien präsent ist. Wären diese Mängel behoben, so hätte der Galoppsport viel bessere Chancen als andere Sportarten an dieses Geld heranzukommen, weil die Besitzer in dieser Sportart eine viel größere Rolle als die Mäzene in anderen Sportarten spielen. An frühere Fußballmäzene erinnert man sich eigentlich nur, wenn alles schief gegangen ist wie z.B. bei Jean Löring. Besitzer großer Rennpfercde aber werden mit diesen unsterblich.

  • #19

    j.w. (Samstag, 05 November 2011 19:00)

    medien snd das eine, kassandro, akzeptanz ist aber etwas anderes. hier in münchen wird derzeit mit allen mitteln versucht dieses basketball zu popularisieren. mit seitenlangen artikeln in der presse und was weiß ich noch. ulli höneß persönlich haut sich in die bresche, ist ja auch eine abteilung des fcb. und trotzdem, das wird eine unisportart bleiben hierzulande. und der rennsport eine randsportart ...

  • #20

    TT (Samstag, 05 November 2011 19:54)

    Für die Bayern mag BB eine Unisportart sein und der Rennsport dort ist deshalb eine Randsportart, weil, die Rennpferde von dort auch nur Randfiguren sind wie der Weller auch.
    Die bedeutenden Trainer, Jockeys und Rennpferde kommen halt aus Köln, das kann ein Bayer eben nur schwer verknusen.

  • #21

    di (Samstag, 05 November 2011 19:55)

    sehr richtig, herr weller. am ende wissen sie bescheid. da, wo es zählt. pferderennen ist eine esoterische kulturveranstaltung. in die oper gehen auch nur ein paar männeken, trotz aller subvention. sogar der hofnarr verirrt sich mit sturzhelm und gummi büx auf die rennbahn. insofern paßt er in das exzentrische personal.

  • #22

    j.w. (Samstag, 05 November 2011 20:50)

    auch wenn sie es nicht glauben, TT, unsereiner freut sich über jeden erfolg eines pferdes oder eines engagierten besitzers. gleichgültig ob kölner, hamburger oder ostfriese. das ich nur eine randfigur bin, das allerdings wird auch von mir selber nicht bestritten ...

  • #23

    Basalt (Samstag, 05 November 2011 23:58)

    Am meisten freue ich mich heute über den Breeders Cup Turf-Sieg von St. Nicholas Abbey. Die Geduld mit ihm , als es 3jährig nicht funktionierte, hat sich ausgezahlt. Joseph
    O`Brien nun nach seinem ersten Klassiker auch noch eine Breeders Cup-Sieg und das mit 18 Jahren, grossartig!

  • #24

    TT und seine kölner pfeifen (Sonntag, 06 November 2011 01:10)

    haben heute den trommelwirbel nicht ertragen können.

  • #25

    kassandro (Sonntag, 06 November 2011 08:37)

    Schade, es war doch kein "Friendly Fire" im oben zitierten Thread. GTM ist eben nicht gleich GTM. Der Herr Kappes eine eigene Vermarktungsfirma mit demselben Kürzel. Hab mich schon gewundert, daß German Thoroughbred eine Veranstaltung im Inland organisiert, wo doch diese Firma deutsches Vollblut im Ausland vermatkten soll. Im übrigen bin ich natürlich kein donvito und brauche deswegen nicht zu wissen, wenn sein Meister mag oder nicht mag.

  • #26

    di (Sonntag, 06 November 2011 09:50)

    wie so oft rennen sie mutig in eine sackgasse, um dann heftig aufzuprallen. auch ihre rechtschreibung ist letzthin zu beklagen. das muß besser werden.

  • #27

    kassandro (Sonntag, 06 November 2011 10:47)

    Wenn es hier eine Edierfunktion wie in Foren gäbe, wären meine Beiträge noch mal eine Klasse besser. Nicht wegen der Rechtsschreibung, aber im Eifer des Gefechts gehen immer wieder Buchstaben, ganze Worte oder gar Satzteile verloren. Auch würde ich so manchen Beitrag nachbearbeiten, um ihm mehr Würze und rhetorische Billanzzu verleihen. Im Grunde sind das hier alles nur Schnellschüsse, allerdings mit einer respektablen Trefferquote, sonst gäbe es hier nicht so viel Aufregung und Zensur.

  • #28

    TT (Sonntag, 06 November 2011 11:08)

    @24
    Das war eine Bremer Pfeife keine Kölner.
    Sonst hätte der FC nach Naldos Torwartaktion einen Elfer kriegen mussen und es hätte überhaupt keinen Gegenzug mehr gegeben, wo die Pfeife dann den Bremern einer Elfer gibt, der nun weitaus weniger klar war und dann auch noch zusätzlich mit roter Karte doppelt bestraft wird.
    Selten so eine krasse Spielentscheidung seitens eines Schiries erlebt.

  • #29

    Rechenlünstler (Sonntag, 06 November 2011 18:49)

    Glaube keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast!

    Wenn man einerseits Anschaffungskosten mit einrechnet, sollte andererseits auch Vermögenswerte bzw Verkaufserlöse dagegen gestellt werden.

    Brand bleibt natürlich trotzdem.

    Auch die Auslands-Wettprovisionen sind natürlich brutto erheblich höher als 3%, die mglw netto im Sport ankommen. Will sagen - die Belastung der Wetter ist weitaus höher.

  • #30

    neutral betrachtet zeigt kassandro (Sonntag, 06 November 2011 21:11)

    mehr sapere aude als manch dampfplauderer

  • #31

    Parlowitsch der Robotnik (Montag, 07 November 2011 19:37)

    weiss noch nichts von Liebe,weiss nicht wie scheiden tut,
    er kennt nur zahlenspielereien und das nicht immer gut.

  • #32

    kalle marx (Dienstag, 08 November 2011 17:59)

    :-))