1. Tag - toller Beginn der Derbywoche

Aller Anfang war schwer gestern. Auf der Reeperbahn, die eine Hauptverkehrstraße ist, hatten sich die Mopedfritzen gemütlich eingerichtet. Es sollen einige 70.000 in der Stadt sein, Harley Davidson Afficionados, und man hört die bereits fünf Ecken entfernt, bevor man sie sieht. Da sitzen fast nur Opas drauf, Leute mit Geld, die sich als Westernheld verkleiden, oder als Outlaw. Hinten die Sozia mit Teamoutfit passend geschneidert, wilde Mädchen mit wildem Haar und ganz süßen Fransen an den Ärmeln. Die Köpfe bedeckt mehrheitlich ein Topfmodell „Freßnapf“. So patroullieren sie die Reeperbahn rauf und runter, und rechts und links der Fahrbahn haben sich die anderen in Fünferreihen in Gartenstühle gefleezt, um dem Treiben ihrer Kollegen zuzusehen. Wat schön. Die Töne sind schrecklich, ganz nach dem Donald Duck Vorbild Spotz und Knatterton, unrhythmisch und viertaktig ohne Takt. Wie kann der TÜV so was erlauben? Wir hatten einen im Freundeskreis mit einem mausgrauen Käfer, stinknormaler 1300er, aber der hatte einen Empi Auspuff drunter, dieses Trompetenrohr gebogen von Links nach Rechts, der machte auch fürchterlichen Lärm, viel mehr als Sauer oder Siebe raus. Wenn der zum TÜV fuhr, dann steckte er vorher Ako Pads zur Schalldämmung in den Auspuff, weil sonst gar nichts gegangen wäre. Hinterher wurden die natürlich gleich wieder raus geprokelt. Also, der Lärm den diese Leute heute machen, ist ganz fürchterlich, und leider muß man diesen Weg fahren, wenn man von West nach Ost in dieser Stadt will. Heute geht es direkt am Hafenrand lang. Im Michel werden nämlich derweil die Mopeds getauft. Von einem extra Biker Padre, wie man munkelt. Ist das nicht herzzerreissend schön?

 

Auf der Rennbahn war Geisterstunde. Ganz wenige Gespenster verliefen sich auf dem stellenweise kahl rasierten Gelände, dazu dräute das Wetter mit stahlblauen Obertönen. Die Trabfahren machten das Ganze bis zum 6. Rennen zu einer Farce, weil Galoppsport Leute nicht wußten, wozu sie auf der Bahn waren. Leere auf dem Gelände, Leere im Programm. Besonders unerfreulich angesichts der schönen Idee, den Renntag als Charity Tag zu veranstalten, unter Mitwirkung diverser Hamburger Sportler und Vereine, zugunsten der SOS Kinderdörfer. Das alles hat in mühevollster Arbeit Herr Perleberg organisiert und finanziert, und dafür müssen ihm die Kinder und der HRC sehr dankbar sein. Dieses Engagement hätte mehr Aufmerksamkeit und solidarisches Beiprogramm verdient.

 

Zu dem Vakuum auf der Bahn passte die Resonanz der sportlichen Höhepunkte einschließlich des Hauptrennens. Grabesstille begleitete den besten deutschen Meiler Alianthus die Gerade herunter. Da war es zehn vor acht, und kleine Kinder mussten längst ins Bett.

 

Heute soll es wärmer werden, aber im Moment sieht es noch genauso bedeckt und trübe aus. Macht nichts. Immerhin ist das Programm normal, der Termin artgerecht, und der Boden nach wie vor hervorragend. Hals&Bein!

 

 

 

 

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Kommentare: 47
  • #1

    kassandro (Sonntag, 26 Juni 2011 15:11)

    Bei den beiden Tinsdalern gibt's Zweifel, ob sie die 2400m stehen können. Der gute Boden ist allerdings weniger kraftraubend. Bei den beiden Landos, Lucas Cranach und Solidaro gibt's am Stehvermögen keinen Zweifel, letzterem dürfte aber der gute Boden nicht so gefallen. Ich tippe mal auf Sir Lando.

  • #2

    Godophin (Sonntag, 26 Juni 2011)

    War doch alles erfreulich, keiner drin der Gas geben wüde, weil sie selber nichts wußten, und Terry konnte schön einteilen. DT sah im TV vorher gut aus.

  • #3

    kassandro (Sonntag, 26 Juni 2011 21:15)

    Das war eine gute Leistung von Durban Thunder. Was bleibt, ist seine mangelnde taktische Variabilität. Da konnte auch Terry Hellier nichts daran ändern. Insofern hat sich der Jockey-Wechsel nicht gelohnt. Ich sehe auf der 2400m Distanz jetzt mehr Chancen für DT als über 2000m, wo Russian Tango und vor allem Elle Shadow zu stark für ihn sind. Auf schweren Boden, wo mehr Stehvermögen gefordert ist, könnte das wieder anders aussehen. Insgesamt war das ein sehr gutes Rennen.

  • #4

    TT (Sonntag, 26 Juni 2011 21:40)

    Mit dem Richter wäre DT nie Zweiter in einem Gr. 2 Rennen geworden.

  • #5

    So (Sonntag, 26 Juni 2011 21:50)

    ein Schwachsinn. Norman Richter hat nie aber auch nie was falsch gemacht auf dem Pferd. Er hat ihn immer gehen lassen und das ist einfach der Schlüssel zum Erfolg bei dem Pferd. Der wäre genauso zweiter gewesen. In Baden hat er mit Nase gewonnen obwohl er schon passiert war, das hatte auch was mit dem Jockey zu tun. Dieser Kommentar ist absoluter Schwachsinn!!!!

  • #6

    Achtung Achtung (Sonntag, 26 Juni 2011 21:51)

    wichtige bekanntmachung !
    Amelie möchte in Zukunft kein Tetra Pak mehr bekommen.
    Dafür bitte Prosecco,der schmeckt ihr einfach besser!
    Ulrike Arnold
    Schillerstraße 93
    Aschaffenburg

    Leute,schickt was ihr habt!Die säuft Alles:-)

  • #7

    heinrich (Sonntag, 26 Juni 2011 22:09)

    darf es auch gülle sein ?

  • #8

    kassandro (Sonntag, 26 Juni 2011 22:13)

    Ich sehe das genauso wie #5. Ein aggressiver Jockey wie Hellier bringt im Falle Durban Thunder nur mehr Risiko fürs Pferd.

  • #9

    Und (Sonntag, 26 Juni 2011 22:26)

    dieses Märchen vom Führpferd wurde heute auch wiederlegt. Der Sieger kam von der letzten Stelle, alle die hinter DT lagen kamen nicht an ihn ran. Ich hoffe der Trainer denkt jetzt um aber ich fürchte er bleibt bei seiner Meinung...

  • #10

    HGTölke (Sonntag, 26 Juni 2011 23:51)

    Es ist sehr gut, dass der Boden nach wie vor hervorragend ist.
    Es kommt noch besser, mit 3,5 und 3,4 gibt man den korrekten Wert an.
    Diese Lehre sollte man nun auch beim Marktführer in Iffezheim annehmen.

  • #11

    wirtshaus im spessart (Montag, 27 Juni 2011 00:18)

    weit,weit ist der weg und sehr tief

  • #12

    Grins Grins ??? (Montag, 27 Juni 2011 02:43)

    war Tölke nicht der Maitre ? LOL

  • #13

    Dreigestirn (Montag, 27 Juni 2011)

    blamiert so gut,wie es nur kann

  • #14

    Rainer Perleberg (Montag, 27 Juni 2011 10:14)

    Hallo an alle. Vielen Dank für die sehr freundlichen Zeilen zu meiner kleinen Aktion mit den Hamburger Sportler zu Gunsten der SOS-Kinderdorf-Kinder.
    Aber auch einen dicken Glückwunsch von mir an den Stall Tinsdal zu dem großartigen Erfolg im Hansa-Preis. Ob guter oder tiefer Boden ist im Moment doch egal, Durban Thunder ist toller Zweiter geworden. Das zählt! Hals und Bein für alle weiteren Starts und natürlich auch im Derby für den Earl.
    Rainer Perleberg

  • #15

    TT (Montag, 27 Juni 2011 11:08)

    nix Schwachsinn,
    habe nie behauptet, dass Richter auf DT etwas falsch gemacht hätte, aber in Gruppe Rennen gehören Topjockeys aufs Pferd. Das ist Richter definitiv nicht!

  • #16

    TT (Montag, 27 Juni 2011 11:13)

    und dass Hellier ein aggressiver Jockey sein soll, das halte ich nun für Schwachsinn. Bisher war der immer für sein feines Händchen bekannt!Alleine der Begriff aggressiver Jockey ist Nonsens, was soll das sein?

  • #17

    #6 Prosecco (Montag, 27 Juni 2011 13:31)

    schon gebongt .

  • #18

    heiner geißler (Montag, 27 Juni 2011 15:28)

    Irgendwann gibt es im Forum eine bandenschlägerei.
    Wie in Ascot,jedoch ohne Champagner,dafür aber mit
    Augustiner und Wacholder :-)

  • #19

    @TT (Montag, 27 Juni 2011 17:37)

    Und warum gewinnt Richter dann mit DT Grupperennen in Baden Baden? Weil der so überlegen war oder was?? Norman Richter ist ein guter Jockey nicht umsonst hat er weit über 600 Rennen gewonnen. Er bekommt nur heute nicht die Chancen wie zu Schütz Zeiten und und er kann sich nicht so gut verkaufen wie andere. Das ist sein Problem nicht das mangelne Können.

  • #20

    hector (Montag, 27 Juni 2011 19:07)

    Dem pflichte ich bei.

  • #21

    TT (Montag, 27 Juni 2011 19:40)

    Norman Richter ist genauso gut wie Andreas Helfenbeiln, deshalb haben die beiden auch schon so viele Derbyritte gehabt.;-)

  • #22

    TT (Montag, 27 Juni 2011 19:59)

    Mundry bevorzugt einen Eugen Frank, warum wohl?

  • #23

    ubz (Montag, 27 Juni 2011 23:16)

    Heute der,morgen wieder der

  • #24

    @TT (Montag, 27 Juni 2011 23:24)

    Mit welchem Ritt hat der ihn bevorzugt in diesem Jahr? Schon wieder Schwachsinn...Er bevorzugt Hellier. Und die Rennen (bis auf einen Elfmeter) haben Richter und Frank für den Stall gewonnen. Frank 4, Richter 3 , Hellier 1. Insgesamt 8 Siege bisher...

  • #25

    otto (Dienstag, 28 Juni 2011 00:51)

    Trainer entscheidet,wer die Elfmeter treten darf.

  • #26

    Longines (Dienstag, 28 Juni 2011 00:57)

    wer hat,der hat .

  • #27

    TT (Dienstag, 28 Juni 2011 08:08)

    Wer einen Norman Richter für einen Topjockey hält,
    dem ist nicht zu helfen.

  • #28

    di (Dienstag, 28 Juni 2011 08:15)

    diese jockey diskussion ist müssig. der stall hat immer zu norman richter gehalten, zu recht und aus gutem grund. er hat nichts falsch gemacht. das waren letztes jahr aber andere rennen, mit kleineren gewichten und gegnern, die das pferd nicht ernst genommen haben. in f hat er 400 gezahlt. jetzt ist er mit 60 kilo in gruppe II unterwegs. da zählt paradoxerweise das gewicht des jockeys andersrum, mehr und damit mehr muckies. hellier ist natürlich weit weg von einem agressiven jockey, ganz im gegenteil. er hat zudem die meiste erfahrung aller in deutschland tätigen spitzenleute. leider kann immer nur einer drauf sitzen, aber so ist das nun mal. die leute denken gerne schwarzweiß. sollense. wir haben auch auf norman richter getrunken, und für eugen frank freuen wir uns ebenfalls. das geht durchaus.

  • #29

    kassandro (Dienstag, 28 Juni 2011 16:58)

    Unter einem aggressiven Jockey verstehe ich jemanden, der wenig rücksichtsvoll mit den ihm anvertrauten Pferden umgeht, sei es, indem er zu stark von der Peitsche Gebrauch macht, oder daß er in Lücken hineingeht, die es gar nicht gibt. Im letzten Jahr hat Hellier zwei Pferde auf dem Gewissen: Zazou im Rheinlandpokal und Enora im Preis der Diana. Im letzten Fall kann man natürlich sagen, lieber ein großer Sieg als viele kleine, aber im Fall Zazou war der harte Einsatz im Rheinlandpokal auf keinen Fall sinnvoll.

  • #30

    di (Dienstag, 28 Juni 2011 18:56)

    nach dieser legaldefinition ist hellier bestimmt kein agressiver jockey. mit dieser ansicht stehen sie ganz allein. zazou ist im derby geplättet worden, danach war finita de la musica. den hätten sie nicht in köln anspannen sollen. das war der fehler.

  • #31

    freddy (Dienstag, 28 Juni 2011 19:41)

    Kein Reiter der Welt hätte den in köln schneller gemacht.

  • #32

    kassandro (Mittwoch, 29 Juni 2011 07:18)

    Nein, beim besten Willen nicht. Das Derby hat Zazou bestens verdaut. Wenn er das nicht getan hätte, dann hätte er nicht so beim Rheinlandpokal auftreten können. Dort herrschten extrem schwere Bedingungen und Zazou war der einzige der Compagnologist folgen konnte, aber kurz vor Schluß brach das Pferd regelrecht zusammen. Das war der entscheidende Moment, wo Zazou wahrscheinlich für immer die Nase voll von Rennen hatte. Es wurde grob überfordert und genau das darf man nicht machen. Er kam immerhin damals noch auf einem 3. Platz ein, weil außer dem Norweger die anderen das Rennen schon aufgegeben hatten.

  • #33

    di (Mittwoch, 29 Juni 2011 08:33)

    sie wissen wie so oft nicht, wovon sie sprechen. zazou ist erstens kein steher, und zweitens hatte er auch vor dem derby ein sehr anstrengende kampagne, u.a. als zweijähriger. der derbystart war ein richtiger versuch, weil er bester deutscher war. aber bereits da wußte der trainer und viele andere, daß das nicht seine beste distanz war. was danach folgte, war wunschtraum des besitzers und ging voll in die hose. wenn sie selbst pferde hätten, wüßten sie, worum es geht. so reimen sie sich offenkundiges und falsches zu einer kruden mischung an erläuterungen zusammen. leider scheitern sie immer wieder, wenn es um die wirklichen zusammenhänge geht. aber es ist immer ganz amüsant, ihre theorien zu lesen. weiter so!

  • #34

    so ein topfen!!!!!! (Mittwoch, 29 Juni 2011 08:47)

    Terence Hellier sorgt also für schwere Bedingungen, er bricht das Pferd zusammen, das so für immer die Nase voll hat und er überfordert es grob, was man nicht machen darf

    http://www.youtube.com/watch?v=iBIMEoz1joM

    Das Spektrum der Rennanalyse reicht weit, von einer realistischen Einschätzung bis hin zur totalen Entblödung

  • #35

    Neu im Rennsport (Mittwoch, 29 Juni 2011 09:57)

    Das Pferd brach also regelkonform, regelgerecht zusammen, isn't it??????

  • #36

    TT (Mittwoch, 29 Juni 2011 12:42)

    zu 22 und 24
    von wegen Schwachsinn

    Ritte für Mundry 2010

    Frank 83
    Richter 26
    Murke 13
    Masure 7
    Soumillon 7
    Pedroza 5
    Hellier 4
    Göritz 3
    Porcu 1

  • #37

    TT (Mittwoch, 29 Juni 2011 12:47)

    was Kassandro angeht mit seinen Analysen über Rennen oder Hellier ist grober Unfug.Der soll mal besser weiter Fotos vom Oberharz machen.

  • #38

    @TT (Mittwoch, 29 Juni 2011 21:37)

    und wie sieht es 2011 aus?

  • #39

    TT (Mittwoch, 29 Juni 2011 21:59)

    2011 ist noch lang.
    Das Frank von Mundry generell bevorzugt wird, ist doch sonnenklar, du Schlauscheißer

  • #40

    TT (Mittwoch, 29 Juni 2011 22:08)

    Das Du anonymer Furzer mit 2011 kommst, war eh klar.
    Das ändert nix an der Lage, dass Mundry Frank praferiert
    Frank hat gerade den Hansa Preis gewonnen, davon träumt der Richter sein Leben lang von.

  • #41

    wer gewinnt den 2012 (Mittwoch, 29 Juni 2011 22:52)

    Wir sind doch hier nicht im Forum.

  • #42

    die 2 die keiner mag (Mittwoch, 29 Juni 2011 23:08)

    Blüchow und Parlo stellen wieder milchmädchenrechnungen auf .So etwas gehört an und für sich verboten.
    Beantrage eine rote karte für die beiden.
    Eine Schande für den galopprennsport,im Internet große Klappe haben,aber Live,wenn knackmuß verlangt wird,
    den Schwanz einziehen.

  • #43

    egal ob aachen oder düsseldorf (Mittwoch, 29 Juni 2011 23:14)

    weil der eine zu blöd ist,schreibt der andere mit
    sich selbst.

  • #44

    nicht immer,aber manchmal (Mittwoch, 29 Juni 2011 23:29)

    Sehe ich auch so.Traurig,diese gestalten.
    Die gehören auf immer und ewig ausgeschlossen.

  • #45

    realo (Donnerstag, 30 Juni 2011 00:11)

    Langsam ,erinnere nur an die letzte Vollblut,da schrieb man über Jemand,der angeblich mit leisen tönen rüberkommt,aber in wirklichkeit ein Falke war.
    Sehr unsympathischer Typ.

  • #46

    @TT (Donnerstag, 30 Juni 2011 13:12)

    Jetzt werden wir persönlich...Ziemlich schwach. Wir werden am Ende des Jahres sehen ob die Statistik dann immernoch so aussieht. Nach deiner Ansicht ist Eugen Frank ja dann ein Topjockey weil er den Hansa Preis gewonnen hat und Clijmans warscheinlich auch. Diese Disskusion ist hiermit beendet.

  • #47

    TT (Samstag, 02 Juli 2011 13:45)

    die hatte ich schon lange vorher beendet, Diskussionen mit Jungs wie Du einer bist, bringen nix.
    Außerdem hast Du doch gleich von Schwachsinn geschwafelt