Royal Ascot

Canford Cliffs der bessere, Peslier mit Übergewicht, Frankel ein Rätsel. So etwa hat sich das am ersten Tag von Royal Ascot dargestellt. Dazu das erste Mal, daß ich Overdose da sehen konnte, wo seine Leute ihn immer hingeschwätzt haben. Der ist ein sehr gutes Rennen gelaufen, mag sein nicht die besten King`s Stand Stakes aller Zeiten, aber reelle Gruppe I. Chapeau an den Trainer, der ihn zumindest für heute super präpariert hat. Goldikova bleibt natürlich die Grande Dame des Jahrzehnts, auch wenn Canford Cliffs heute besser war, und man unter Berücksichtigung der Gewichte sagen muß, daß er on level terms wohl auch etwas besser ist. Aber ich bitte Sie, eine 6. jährige Dame gegen einen 4. jährigen Hengst! Mon Dieu!

 

Und Frankel der große Rätselhafte, wenn auch Sir Henry ganz begeistert war von seinem Schützling. Cecil und Queally erzählen die Geschichte vom Pferd, welches in Front keinen Bock mehr hat und sich langweilt, aber für den Rest der Welt sah das nach einem Pferd aus, welches dreihundert Meter vor dem Ziel Wasser trat, mit merkwürdig hoher Galoppade und windschiefem Hals. Queally hat vielleicht nicht alles rausholen müssen, aber souverän sieht anders aus. Vor dem Rennen sah das Pferd allerdings extrasuperklasse aus, A #1. Nach dem Rennen ging es etwas gedämpft zu im Absattelring von Ascot, nicht so richtig überschäumend. Vielleicht langweilt er sich wirklich, wer weiß. Aber ich würde nicht darauf wetten, schon gar nicht, wenn er gegen Goldikova und Canford Cliffs antreteten muß. Glorious Goodwood, you know.

 

In Hannover hat es der Gastgeber mal wieder geschafft, die Bahn mit Leuten allen Alters zu bevölkern. Es sollen kanpp über 15.000 gewesen sein. Ich kann das nicht nachzählen, aber auch nicht anzweifeln. Es war sehr voll, so viel steht fest. Und das trotz Konkurrenz durch Köln, aber die hatten außer der Union auch nicht viel zu bieten. Hannover hat sich ausgedacht, Viktor Schulepow zu ehren, für seinen Sieg mit Selkis in Hoppegarten, und das bezeugt, daß  man wach ist und ein Gespühr für Ereignisse hat. Muß man loben! Die Union konnten wir im Automobil auf der A352 verfolgen, auf dem Heimweg, und wenn auch Gereon der gefühlte Held des Rennens war, so glaube ich doch, daß auch die Schlenderhaner im Derby geschlagen werden können. Ich denke da in der Tat an Gereon, aber vor allen Dingen an Earl of Tinsdal, der verlockend lang steht, obwohl er überhaupt nichts falsch gemacht hat in München, wo er die Runde vorne links barfuß absolvierte. So langsam wird es spannend, ist ja auch nicht mehr lange hin. 

 

 

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Kommentare: 22
  • #1

    Frage (Dienstag, 14 Juni 2011 22:19)

    Wen reitet eigentlich Eddie im Derby?

  • #2

    di (Mittwoch, 15 Juni 2011 07:40)

    sehr gute frage, wer reitet wen? es ist ja eine schöne sache für die stalljockeys, sich die wahl bis kurz vor dem rennen offen zu halten, aber für die besitzer ist das nicht sehr angenehm. denn, man muß ja im fall der fälle für angemessenen ersatz sorgen. schlenderhan hat einen gesetzt, möglicherweise minarik auch, und dann bis zu 3 vakanzen. johannson scheidet aus, also drei andere. das werden keine anfänger sein, und attraktiv ist jeder schlenderhaner. also müssen die anderen besitzer ohne kutscher ebenfalls früh reagieren, wenn sie den passenden mann finden wollen. im fall von earl of tinsdal brauchen sie einen starken mann mit führungsqualitäten. da gibt es nicht so viele. die stalljockeys von wöhler haben sich oft geirrt, im derby vor allen dingen. boschert, suborics, auch eddie. es wird zeit, nägel mit köpfen zu machen.

  • #3

    . (Mittwoch, 15 Juni 2011 07:52)

    Heute ist der 15.Juni. Am 3.Juli wird das Derby gelaufen.

  • #4

    . (Mittwoch, 15 Juni 2011 08:04)

    Mickael Barzalona wäre eine gute Option.

  • #5

    . (Mittwoch, 15 Juni 2011 08:20)

    Irgendwie gefällt mir das Pedigree von Waldpark.

  • #6

    23.6.1969 Der Spiegel - Hamburger Derby-Woche bald tot (Mittwoch, 15 Juni 2011 08:58)

    Modische PR-Gags

    Romedio Graf von Thun-Hohenstein lud Lord Derby zum 100. Deutschen Derby ein. Auf diese Idee kam bisher noch keiner, freute sich der Derby-Lord über den Einfall des Hamburger Werbeberaters, der dem wichtigsten Galopprennen des Jahres zum erstenmal mit modischen PR-Gags aushelfen will.

    Unsere pferdesportliche Mafia hält zusammen, lobte Graf Thun die Zusage des Lords.

    Ferdinand Leisten übte harte Kritik und forderte, das Derby an den Rhein zu verlegen. Leisten warf dem HRC perfekte Unfeundlichkeit vor.

    Kritiker bemängeln unzulängliche Organisation und unterdurchschnittliche Wettumsätze. Der Neusser Trainer Georg Zuber drohte: Wenn das so weitergeht, ist die Hamburger Derby-Woche bald tot.

    Bundespräsident Heinrich Lübke wird am Sonntag vierspännig vorfahren.

  • #7

    Perfekte Unfreundlichkeit (Mittwoch, 15 Juni 2011 09:00)

    Ferdinand Leisten

  • #8

    Im Nähkästchen (Mittwoch, 15 Juni 2011 10:07)

    regt sich eifriges Leben. Viele Leute, von denen man lange nichts mehr gehört hat, melden sich bei Ammeliese wieder zu Wort.

    DIs Ausscheiden sei es gedankt.

  • #9

    Herbe Verluste (Mittwoch, 15 Juni 2011 19:24)

    mit SYT in Ascot, da nützen mir die 9 Tage Sperre, die Frankie Dettori für den übertriebenen Peitscheneinsatz
    bekommen hat, auch Nichts mehr. Ohne diese Knüppelei ginge es aber Rewilding und mir besser! :-)

  • #10

    Start 16.05 Uhr 2400m (Mittwoch, 15 Juni 2011 19:45)

    Vielleicht morgen 2R Rumh von Monsun-Royal Dubai Züchter Gestüt Fährhof für 300.000 gns. an Godolphin verkauft.

  • #11

    Immer sehr ungeduldig (Donnerstag, 16 Juni 2011 08:56)

    Sobald ich irgend etwas will, muß ich es sofort haben. Und nie befriedigt mich etwas. Alles kommt immer zu spät. Ich bin innerlich zerfressen, und frage mich: Wann kommt es endlich? Wann? Wann? Morgen? Morgen?

  • #12

    Heute fühle ich mich wohl (Donnerstag, 16 Juni 2011 09:05)

    Man steht auf, man sieht die Probleme, es sind noch dieselben wie gestern, wie vorgestern, sie sind immer noch ungelöst. Man nimmt die Zeitung, schlägt sie auf: wie gewöhnlich nichts als Katastrophen, Kriege, Revolutionen.

    Und trotzdem fühlt man sich immer noch wohl, und die Wolken des Alltags lösen sich auf. Man sagt sich: Was hat das alles mit mir zu tun.

  • #13

    Ja (Donnerstag, 16 Juni 2011 09:35)

    Für mich ist heute das Ideal, auf allen Gebieten immer untätiger zu werden...sich treiben lassen.

    Das Leben erscheint mir so einfach, dass ich mich frage, warum ich je das Bedürfnis gehabt habe, etwas zu tun.

    Warum reagieren?

    Ich mache den toten Mann.

  • #14

    wir hängen uns dran (Donnerstag, 16 Juni 2011 10:18)

    Waldemar Hickst fährt heute mit Nafar nach Nantes, bis in die westlichste Ecke Frankreichs.

  • #15

    Nafar wird gut laufen (Donnerstag, 16 Juni 2011 10:33)

    Nafar war 2x hinter Earl of Tinsdal platziert. Zuletzt leichter Sieger in Köln.

  • #16

    biene (Donnerstag, 16 Juni 2011 11:43)

    Manto wird immer perfider,der kann mich so langsam mal.

  • #17

    rotzbub (Donnerstag, 16 Juni 2011 11:51)

    Mich schon länger.

  • #18

    Biene, (Donnerstag, 16 Juni 2011 12:58)

    da wartet er doch schon lange drauf! :-)

  • #19

    Auf den Rennbahnen gibt es keinen Zufall (Donnerstag, 16 Juni 2011 14:33)

    Ich glaube nicht an den Zufall im Leben. Man redet immer von Zufällen, von Koinzidenz, aber das stimmt nicht. Meiner Ansicht nach ist es Schicksal, vielleicht auch Geschick.

    Allerdings heißt für mich Geschick sehr viel mehr als Zufall. Das Schicksal bezeichnet einen gelenkten Zufall.

    Wenn der Mensch nicht seinem Schicksal folgt, zieht ihn das Geschick am Schwanz...kann man glaub' ich so sagen, oder?

  • #20

    schutzmacht (Donnerstag, 16 Juni 2011 15:31)

    Vulkan ist doch ein Haubentaucher und steht bei der Amelie
    unter Forum Schutz.

  • #21

    grunzhuber (Donnerstag, 16 Juni 2011 15:58)

    jeder will dem anneren was,aber der könnte,der will nich.

  • #22

    Jetzt wirds blödsinnig, (Sonntag, 19 Juni 2011 11:37)

    der Aufpasser korrigiert oder löscht jeden zweiten Beitrag. Mach das Forum zu, Chefin, so geht es auf keinen Fall!