Verbandspolitik

Oft wird dem DVR mangelnder Professionalismus vorgeworfen, dazu eine miserable Öffentlichkeitsarbeit und Geheimbündlerei. Da war viel dran, und wahrscheinlich ist auch heute noch was dran. Aber mit der Situation an der Rechtsfront geht man seit geraumer Zeit offensiv um, und dazu gehörte auch eine öffentliche Fragestunde, die immerhin fast zwei Stunden dauerte und versuchte, den komplexen Vorgang um Staatsvertrag und RWLG und Auslandsvermittlung und Monopole aus Sicht des DVR zu erläutern. Aus wessen Sicht auch sonst. Das ganze war mit einigem Personalaufwand inszeniert, mit der präsidialen und operativen Verbandsspitze nebst juristischen Beratern. Mein Eindruck war, daß man in der Tat die Fragen umfänglich und nach bestem Wissen beantwortet hat. Ausweichmanöver habe ich nicht erlebt, sondern eine deutliche Darstellung der Rechtslage sowie des eigenen Standpunkts. Man verfolgt das Ziel, den Rennsport zu fördern, und hat dazu eine Strategie. Die muß man nicht teilen, aber sie ist in sich schlüssig. Kritiker sollten sich das ansehen und anhören, und dann auf die einzelnen Punkte eingehen. Die Erfahrung lehrt, daß da nicht viel Substanzielles kommt. Chefkritiker Rumstich alias Blüchoff vermisste Teile seiner Fragen. Ansonsten konnte er aber nichts Konkretes vortragen.

 

Während das klitzekleine DVR sich mühselig über dem regionalen Wasser hält, stellt die FIFA den Krösus der internationalen Sportverbände dar. Kein Marmor zu weiß, kein Safe zu groß, um den unermessliche Reichtum der selbsternannten Hüter des Fußballspiels zu wahren und zu mehren. Wie viel Milliarden dürfen es denn sein? Aber all das viele Geld reicht nicht, um dem Deutschen DFB bzw. seiner Abteilung DFL Einfluß bei der Neugestaltung des Staatsvertrags zu ermöglichen. Lizenzmodell? Nichts da, jedenfalls nicht zu auskömmlichen Konditionen, denn alle Sportverbände sitzen derzeit im gleichen Boot, welches so konstruiert ist, daß nur Lotto nicht naß wird. Der Rest muß Wasser saufen. Dazu leistet sich der Fußballsport eine Öffentlichkeitsarbeit, die alles weit in den Schatten stellt, was in autoritären Regimen so gemeinhin Standard ist. Allerdings um eine hochkomische Komponente erweitert, zu der nicht wenig die putzige englisch Version des Joseph „Sepp“ Blatter gehört. Ganz goldig. Als Beweis eine Pressekonferenz, taufrisch vom Montag, welche den Interessierten auch weiter führt in eine Welt des Absurden und Kriminellen (Interview Versuche der BBC mit Jack Warner!!!). Man kann da sehen, daß das DVR Lichtjahre vom Weltstandard der Sportverbandsspitze lebt. In jeder Hinsicht. Ob das gut oder schlecht ist, muß jeder selbst entscheiden. Weiß nicht.

 

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Kommentare: 22
  • #1

    Arthur Wellesley, Lord Wellington (Mittwoch, 01 Juni 2011 11:25)

    and the ultimate answer to all problems and crisis everyway is - Mr R.L. for FIFA-President!

  • #2

    kafkaesk (Mittwoch, 01 Juni 2011 11:57)

    ...sowie des Ausgeliefertseins an anonyme bürokratische Mächte...in undurchschaubaren, bedrohlichen Situationen

    bezüglich dieser EU-Problematik scheint man mit der Situation ganz gut umzugehen.

  • #3

    rühl (Mittwoch, 01 Juni 2011 16:10)

    Herr Blatter hat seine Verdienste bei der FIFA,
    die Herren.... haben ihre Verdienste im Galoppsport!
    nur ist der fast pleite.

  • #4

    Zwick Mühle (Mittwoch, 01 Juni 2011 17:18)

    Die fünf Herren haben mich letztendlich überzeugt. Rühl kommt mit seinen ungeliebten Buchmachern nun in eine Zwickmühle.

  • #5

    Warum nicht gleich so? (Mittwoch, 01 Juni 2011 17:36)

    Es geht doch:

    Preis der Spielbank Bad Dürkheim (F). Für 4-jährige und ältere Pferde, die seit 1.5.2010 kein Rennen der Kategorie A-E gewonnen haben und seitdem nicht Zweiter oder Dritter in einem Rennen der Kategorie A-D waren und seit 1.5.2009 kein Rennen der Kategorie A-C gwonnen haben. Gew. 60,0 kg. Für jeden Sieg seit 1.4.2010 3 kg, für jeden zweiten Platz seitdem 1 kg, für jeden dritten Platz seitdem 0,5 kg mehr.

    Evtl. kleiner Schönheitsfehler: 2. und 3. in Klasse D hätte noch zulässig sein dürfen.

    Jezze hasses bald begriffen, Rolf. Dann kannsse abtreten.

  • #6

    Zuviel, zuviel (Mittwoch, 01 Juni 2011 17:49)

    Nun hat man sich mühsam über Jahrzehnte dieses Feindbild 'Buchmacher' aufgebaut, sie bestenfalls als Schmarotzer und Parasiten tituliert, und jetzt soll man radikal umdenken und sich womöglich noch auf ein Tänzchen mit ihnen einlassen?

  • #7

    #5 (Mittwoch, 01 Juni 2011 22:09)

    Du bist einfach ein Blinder und kannst nicht richtig lesen :-)

  • #8

    darf ich bitten gnä frau (Mittwoch, 01 Juni 2011 23:23)

    Schmarotzer und Parasiten sind aber nur personen,die
    am galopprennsport verdienen,nicht nur die damen und
    herren Buchmacher .
    o.k., verdienen kann ein jeder,kommt immer darauf an,
    was zurück kommt.

  • #9

    Dreieckstuch (Donnerstag, 02 Juni 2011 07:43)

    Der Vulkan hat sich beschwert,
    daß er hier vernachlässigt wird.
    Immerhin hat er mir Erste-Hilfe
    geleistet und erklärt, woher
    das Interesse für Brioni herrühre.
    Manch anderer fährt ja einfach
    weiter oder sogar drüber, wenn
    da jemand im Straßengraben liegt.
    Das ist wohl zu folkloristisch.

  • #10

    "Weiss"heit des Tages: (Donnerstag, 02 Juni 2011 08:50)

    Ein Junggeselle ist ein Mann,
    dem zum Glück die Frau fehlt.

  • #11

    ... (Donnerstag, 02 Juni 2011 09:27)

    das hat was! verstehen frauen aber nicht. kratzt an ihrem ego. solche typen können nur schwul sein.

  • #12

    ... (Donnerstag, 02 Juni 2011 10:20)

    Frauen sind wie Blumen, sie stinken nicht.

  • #13

    schwedentrunk (Donnerstag, 02 Juni 2011 11:50)

    Ist vulkan wirklich schon 1922 geboren ?

  • #14

    Aktuell aber nicht mehr (Donnerstag, 02 Juni 2011 11:56)

    nein aber von Blüchow war schon
    bei der Domestizierung des Ur-Pferdes
    mit beteiligt!

  • #15

    murmel (Donnerstag, 02 Juni 2011 12:22)

    Hat AT davon schon Wind bekommen?

  • #16

    Der (Donnerstag, 02 Juni 2011 23:30)

    (AT) weiss nix. tut nur so. darum hat der den posten bekommen. alle fallen drauf rein. so wie bei eh.

  • #17

    cr (Freitag, 03 Juni 2011 00:09)

    du aber auch nicht

  • #18

    keiner (Freitag, 03 Juni 2011 10:42)

    weiss was, ahnung haben reicht völlig.

    frag @galopprennsport oder @di oder @manto oder @kassandro oder @pipalong oder @colonia oder @blücher oder @amelie oder alle anderen.

  • #19

    wer (Samstag, 04 Juni 2011 12:51)

    am wenigsten weiss kommt ins dvr oder in die ausschüsse, wo r.l. residiert.

    für eh hat sich nichtwissen echt gelohnt. ob at in diese fussstapfen tritt? das erste halbjahr deutet darauf hin.

    hauptsache aw trinkt keinen alkohol - ist ohnehin schon schlimm genug was der so verlautet.

  • #20

    rühl (Sonntag, 05 Juni 2011 08:46)

    Galopp Online berichtete über die Frühjahrsauktion der BBAG in Baden Baden,.."die mit einem akzeptablem Ergebnis endete !!!!!
    Ich denke das Ergebnis war jämmerlich !

    von 112 Pferden wurden 68 Pferde zurückgezogen oder
    nicht verkauft. (zurückgezogen 25,zurückgekauft 26,17 nicht verkauft)
    verkauft wurden 44 Pferde:
    19 Pferde unter 5.000 €
    11 Pferde unter 10.000 €
    10 Pferde unter 20.000 €
    4 Pferde unter 30.000 €

  • #21

    nur 2,5 % (Sonntag, 05 Juni 2011 21:09)

    umsatzanstieg ggü. 2009? das wäre eine ziemliche pleite.

    warum übernimmt pmu nicht den gesamten dt. totobetrieb? der umsatz und erlös, den die in den bb-rennen machen, finanziert zumindest alle rennpreise dt. pferde in französischen rennen.

  • #22

    rühl (Montag, 06 Juni 2011 07:04)

    wäre die beste Lösung für Deutschland, leider nicht möglich, da man mit Racebets die Rennvereine retten will. Wie ,sagt man in Bayern? "avanti dilettanti "