Hannoverscher Sportverein von 1896

Schade, jetzt gerade verbindet sich in der 50 cent Diskussion der Rennsport mit dem Wein, da überschattet 96 alles andere. Aber auch dafür hat ein heller Kopf eine Überleitung gefunden, und der Hannöversche Rennverein wird folgerichtig einen 96 Renntag veranstalten. Das wurde auch allerhöchste Zeit. Was auffällt ist, daß viele gute Spieler der Roten eher kleinwüchsig sind – Steven der „US Boy“, wie jeder zweite Reporter pfiffig weiß , Pinto, Schmiedebach, Rausch, Ya Konan. Erstaunlich, nicht wahr? Könnten fast alle Jockeys sein, natürlich mit weniger Gewicht, aber so von der ganzen Anlage und Dynamik sowieso. Es dreht sich besser im Kreis mit niedrigem Schwerpunkt, was man am besten bei Didier sehen kann, den die Verteidiger verfluchen, weil er sich so schnell drehen kann im Kreis mit Ball, daß einem ganz schummerig wird. Dazu diese unheimliche Schrumme, wie Heinz-Florian Oertel sagte, der auch den Stoßstürmer Peter Ducke kannte. Jürgen Milewski ist auch ein eher kleinerer Spieler gewesen, Der Gläserne, der erstaunlich gut Riesling von Bordeaux unterscheiden kann und schöne Geschichten von Branco Zebic erzählt, vom Pokern auf dem Zimmer mit Autogrammkarten statt Bargeld. Jimmy Hartwig rannte dann aufgeregt hinterher, wollte sein Geld wieder zurücktauschen gegen die Karten von Branco, aber der Trainerfuchs wußte: "Was willst Du Geld, hast du wertvolle Karten!"

 

Die rührige Diskussionsplattform bei Winrace zugunsten der Aktion Sag ja zum Gesetz ist leider wieder eingeschlafen, nachdem sich am Anfang einige Rolfs, Jans, Norberts und Heinz Tell mächtig ins Zeug gelegt haben. Denn bei German Racing wollten sie nicht diskutieren, oder der zuständige Diskussionsleiter Niko Lafrentz „Niko“ war nicht diskussionsfreudig genug. Und das alles, obwohl es 824 Freunden gefiel/nicht gefiel/weiß nicht. Mir kommt es so vor, als wenn die Facebook Geschichte mehr satirische Ansprüche von voyeuristischen Lesern befriedigt, als neue Wetter und Besitzer für den Sport erzeugt. Man stelle sich mal vor, eines Tages stehen diese Unmengen von Freunden als Überraschungsbesuch bei Niko vor der Tür, und begehren Einlaß mit Kaffee und Kuchen. Daher habe ich keine Freunde bei Facebook, weil ich den Inhalt meines Weinkellers nicht mit 824 Freuden teilen möchte, die sowieso keine Ahnung von dem Stoff haben. Sondern nur mit ausgewählten Fachleuten. Z.B. neulich den 1979 Chateau Palmer, der lag ganz unzuvertraulich und friedlich irgendwo in einer Ecke im Keller rum, konnte kein Wässerchen trüben, und zack, schon war`s um ihn geschehen. Lecker und schmackhaft, fast saufig, und dazu urgesund nach Jahren der Polymerisierung und Oxydation. Geht in die Richtung Rosen und Tee, kann ich sehr empfehlen.

 

Den Pferden geht es sehr gut. Alle sind gut gelaunt und unternehmungslustig nach dem langen Winter. Den größten Sprung hat Emiliy of Tinsdal gemacht, die ihren Brüdern immer ähnlicher wird. Am Körper und im Geist. Bald findet der Transfer zu Torsten Mundry statt, und im Herbst wollen wir anspannen. Dashing Dandy hat sich nun auch an die größere Versammlung beim Trainer gewöhnt, sieht aus wie ne Million, und hoffentlich kann er das Talent auch auf der Bahn umsetzen. Wenn der Kopf mitmacht, wird das ein Guter. Mein Lieblingspferd ist Earl of Winds, Earlymann. Das ist ein Vollblüter, wie er sein soll. Der hat eigentlich immer gute Laune, der wälzelt sich und wirft sein Säcklein hinter sich und soll für Martina Grünewald in Hannover den großen 96 jedes Jahr ein Kind Preis laufen. Wenn der stattfindet. Leider haben sich die Rennvereine mal wieder nicht abgestimmt bei den Ausschreibungen, so daß mehrere von diesen neumodischen teueren Handicaps angeboten werden. Wer soll die ganzen Nenngelder bezahlen, wer soll da überall laufen?

 

Der Große, Durban Thunder, ist natürlich auch mein Lieblingspferd, und zu Recht. Der hat über Winter noch mal zugelegt, und zwar an den richtigen Stellen und auch im Kopf. Er rollt, wenn er galoppiert, ein selten athletisches und begabtes Pferd. So was kriegt man, wenn überhaupt, nur alle Jubeljahre einmal. Hoffentlich bleibt er heile, dann kann es ein schönes Jahr werden. Er soll in Hoppegarten im Listenrennen anfangen, zum Aufwärmen. Könnte knapp werden, könnte aber auch reichen. Rennsport ist immer schön unwägbar, das macht es so spannend.

 

Zu guter letzt noch mein guter Rath an die Wetter: Ever Strong, gelaufen letzten Sonntag in Düsseldorf. Ich fand, der sah sehr Viel verspechend aus. Der sah nach wesentlich mehr aus als Sieglosen Rennen.

 

Morgen ist aber erstmal Ha Es Vau ./. 96.

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Kommentare: 5
  • #1

    kassandro (Freitag, 15 April 2011)

    Allzu viel Ahnung vom Wein und speziell vom Riesling haben sie aber auch nicht, sonst wüßten sie nämlich, daß 2003 wegen der vielen Sonne (bei uns trocknete der Oderteich aus) ein gutes Wein-Jahr aber kein sonderlich gutes Riesling-Jahr war, denn der mag die Hitze nicht. Sie sollten halt auch in Wein-Sachen bei Wikipedia abschreiben, zumal dort dieselbe überhobene Sprache benutzt wird, wie sie unter Weinkennern üblich ist. Geistig wenig erbauliche dafür aber umso lustigere Beiträge. Die unfreiwilligen Komiker sind halt doch die besten.

  • #2

    Hallo! (Freitag, 15 April 2011 09:12)

    Drücke dir und deinen Pferden ganz,ganz doll die Daumen.

  • #3

    Alte Turfweisheit: (Freitag, 15 April 2011 11:12)

    Jedem guten Jahr folgt mindestens ein schlechtes Jahr.

    2010 war sehr gut. Für 2011 ist somit Skepsis geboten.

    Dennoch H&B den Pferden.

  • #4

    Alte Bauernweisheit: (Freitag, 15 April 2011 20:03)

    Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter - oder es bleibt wie es ist.

  • #5

    tiedcottage (Samstag, 16 April 2011 06:20)

    touch wood und allen h & b für 2011