Ping Pong

Endlich mal ein Rennen, an welchem man die schwere Aufgabe der Rennleitung demonstriert bekommt. Das Santa Anita Handicap hatte einen sehr mühsam zu entwirrenden Rennverlauf in der Geraden, und diese Rennnleitung brauchte 12 Minuten, um zu einem 2-1 Spruch zu kommen; es bleibt alles, wie es war. Sieger Game On Dude vor Setsuko, der Favorit Twirling Candy geschlagen. Wie man der Rennverfilmung entnehmen kann, kam es eingangs der Geraden zu einem großen Gedränge mit Ping Pong zwischen diesen drei Pferden, wobei Twirling Candy der Schinken im Sandwich war, und schwer in die Mangel genommen wurde. Aber man sieht auch, daß er selbst nicht unschuldig an dieser Situation war. Jedenfalls sieht es so aus, als wenn er als erster gegen den innen laufenden Game On Dude tendiert, der sich dann resolut revanchiert. So sah es wohl auch die Rennleitung, was dem Team von Mandella/Espinoza nichts nützte, die dadurch ein Glied der Kettenreaktion wurden, ohne das zu provozieren oder verhindern zu können. Angesichts des Abstandes im Ziel verständlich, daß die sich beschissen vorkommen. So ist das nun erstmal ein Sieg für Chantal Sutherland, eine Dame, und damit der erste große für einen weiblichen Jockey nach Julie Krones Breeders Cup Filly Juvenile mit Halfbridled in 2003. Das war auch in Santa Anita.

 

Ich habe das Ergebnis nach 10 Minuten betrachten der Wiederholung so erwartet, aber ich könnte auch verstehen, wenn man den Zweiten nach vorn gesetzt hätte. Ein Dilemma für die Rennleitung und der Beweis, daß nicht alles im Rennsport selbstverständlich ist. Ganz im Gegenteil.

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Kommentare: 14
  • #1

    Wer behauptet so etwas? (Montag, 07 März 2011 23:22)

    "... der Beweis, daß nicht alles im Rennsport selbstverständlich ist."

    So gut wie nichts ist im Rennsport selbstverständlich. Wie kann man so einen Quatsch schreiben?

  • #2

    MimiMouse (Montag, 07 März 2011 23:46)

    Alles sehr unästhetisch. Das Geläuf, der Kommentar des Kommentators, das Ambiente, das Flair, die Reitweise der Jockeys... kurz um: das Rennen hätte keinen Sieger bzw. Siegerin verdient. Klingt hart. Ich weiß. Aber kein Scheiß.

  • #3

    Ahnunghaber (Dienstag, 08 März 2011 09:33)

    mit ausgewählten einzelfällen kann man im rennsport alles beweisen und auch das genaue gegenteil.

    die ahnunghaber sind fast immer die, die sich an den ein oder anderen ihnen gerade einfallenden fall erinnern.

    das sind die, die den wald vor lauter bäumen nicht sehen können, aber mit dicken backen immer vorne weg, wie z. b. cr, dd, kg, di, ...

  • #4

    E kracht, es zischt ... (Dienstag, 08 März 2011 09:40)

    ... viel lärm um nischt.

    im zweifel gilt immer noch "in dubio pro reo".

    so ist z. b. silvaner winterfavorit geworden.

  • #5

    Sprechen und Handeln (Dienstag, 08 März 2011 10:15)

    Seht es pragmatisch. DI gibt hier nette Denkanstösse, die guten Dinger stehen dann in den Kommentaren.

    Denkanstösse geben wollte auch der von DI hoch geschätzte NL. Von dem hört man inzwischen nichts mehr.

    Das ist nicht anders wie bei Onkel MO aus Witten oder Onkel W. aus D. und AT versteckt sich in der SW hinter seiner demokratisch zustande gekommenen Legitimation.

    Kometen am Firmament, kurzes Aufstrahlen, schnelles Verglühen, danach das NICHTS.

  • #6

    Chaostheorie Schmetterlingseffekt (Dienstag, 08 März 2011 10:20)

    Nach wenigen Minuten lief uns am Sonntag in Dortmund-Wambel Schiergen wieder über den Weg. Ich sagte zu Brigitte, dass ich gar nicht wüßte, was er im Winter jetzt immer hier will. Pan Krischbin löste dann schnell dieses Rätsel, als er sich über Schiergens Sohn ausließ.

    Rennprogramm, Fachzeitung Sport-Welt und ähnliches kaufen wir grundsätzlich nicht auf der Rennbahn. So kann sich dann eine Frage, wie die obige, schon mal aufdrängen.

    Brigitte kam am Führring mit dem jungen Mann ins Gespräch, der Fiftys Brother führte. Immer wenn er mit dem Hengst an uns vorbei kam, wechselte sie mit ihm einige Worte. Zuletzt meinte er, dass der Hengst Brigitte wohl ganz offensichtlich möge, worauf sie fragte, ob sie ihn beim nächsten Mal 'mal streicheln dürfe, was sie dann auch tat.

    Fifty Brother gewann dann das Rennen als vorletzter Außenseiter...wir hatten ihn allerdings nur mit Intercom in einem Platz-Zwilling kombiniert: doppelt, half aber auch nichts.

    Auf der Rückfahrt sagte ich, dass sie durch ihr Streicheln wohl den ganzen Totalisator entscheidend beeinflußt habe. Ohne ihr Dazu Tun, ohne ihren Disput mit dem jungen Mann, wäre der Rennverlauf ein ganz anderer gewesen.

  • #7

    di (Dienstag, 08 März 2011 11:05)

    klingt plausibel.

  • #8

    Aprilschicker (Dienstag, 08 März 2011 12:19)

    die wa(h)ren rennsportfreunde lieben solche geschichtchen und können diese runterblubbern bis ihnen und ihren zuhörern die resthirne implodieren.

    es kraxt, es zixt, viel lärm um nixt.


    ist berühren von teilnehmenden pferden durch zuschauer vor dem rennen / im führring erlaubt oder durch ausschluss des pferdes vom rennen zu ahnden? wo waren tasch, römer & co.?

  • #9

    j.w. (Dienstag, 08 März 2011 13:07)

    danke für das einstellen.

  • #10

    Obermain (Dienstag, 08 März 2011 18:17)

    Sorry, aber die Dame hätte ich disqualifiziert. Die haut ja drauf wie "auf Kalteisen" und verursacht den ganzen Schlamassel.

  • #11

    Rennleitung (Dienstag, 08 März 2011 18:32)

    Jedenfalls sieht es so aus, als wenn er als erster gegen den innen laufenden Game On Dude tendiert

    Und warum tendiert er dorthin?

  • #12

    Wo ist (Dienstag, 08 März 2011 22:28)

    Heini Pissnelke?

  • #13

    godolpin (Mittwoch, 09 März 2011 10:41)

    Ich geb Rennleitung recht, erst hat sich nach links, dann rechts, dann hat er sich hingeschmissen. Mehr war nicht da.

  • #14

    Schläfer (Freitag, 11 März 2011 11:07)

    Der ist eingelaufen.