15. Dezember

Morgen werden sich die Ministerpräsidenten der Länder treffen. Sie werden über das Schicksal des Glückspiels beraten, also über den Staatsvertrag und seine Alternativen. Der Rennsport ist wie stets nicht im Rampenlicht, sondern das Lottomonopol, der EuGH, Lizenzmodelle, die völlige Liberalisierung des Marktes, die Deutsche Fußballliga und die Olympioniken und Herr Gauselmann. Sollte sich dieses Gremium für eine Verschärfung des Monopols im Sinne von Spielerschutz aussprechen, dann könnte das bedeuten, daß auch Pferde Wetter sich zukünftig per Ausweis legitimieren müssen, also registriert werden. Es könnte den Wegfall der Internet Wetten bedeuten. Es geht um die Steuern und Abgaben, um die Rückerstattung und das RWLG. Das sind keine Aussichten, die erfreulich sind, sondern das endgültige Aus für den Sport bedeuten könnten, wenn sie denn eintreten. Es muß nicht so kommen, aber es ist alles möglich. Das DVR hat sich vor geraumer Zeit im Großen und Ganzen an die Stellungnahme der großen beiden Sportverbände angehangen, die eine Lizenzlösung favorisiert, also Lizenzen an private unter Auflagen etc. Vor diesem weichenstellenden Hintergrund sind alle Debatten über German Racing und Winterrennen und Satzungen im Moment völlig zweitrangig.

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Kommentare: 24
  • #1

    j.w. (Dienstag, 14 Dezember 2010 10:15)

    früher hatte der sport, das/der dvr, ja einen politiker als vorturner. der hat zwar nicht großartig buchmacher aufgekauft wie der jetzige, im stillen kämmerlein aber beharrlich die steuervergünstigung für den sport verteidigt. jetzt hat der neue wirtschaftswaise (nicht-weise) die kiste an die konkurrenz verscherbelt. die paar erhofften silberlinge werden noch teuer werden. aber vielleicht kann man ja auf regress machen ...

  • #2

    40 Jahre von Oberfläche total verschwunden (Mittwoch, 15 Dezember 2010 09:55)

    Heute im 5R Cagnes-sur-Mer Diamond Max. Besitzer Manfred Ommer. Der war doch Anfang der 70er Jahre Leichtathlet. Weit Sprung oder sowas. Nach 40 Jahren steigt er aus den Tiefen des Unterbewußtsein bis ganz nach oben.

  • #3

    ohwielacht (Mittwoch, 15 Dezember 2010 19:12)

    Diese ach so kindliche, vorwitzige Einfalt - drüben, im anderen Forum - dieses überaus schlichte Geblüchere, mit so vielen, vielen Blüchern und wenig Brei, dieses vielschwätzige Nichtssagende, wichtigtuerisch, gebetsmühlenartig und blockwartig

    .....findet sich denn da kein neuer, selbstloser Kassandro, der (die, das) diese Pfostigkeit mit einer knallharten Geraden in die Schmollecke zurückkatapultiert??

    Frohe Weihnachten überall!!!!
    Bis die Tage!!!!

  • #4

    Paris Hilton (Mittwoch, 15 Dezember 2010 22:38)

    Well, Hänneman, go you vorän, because you are so good in voiceful nothing-to-say. What a man!

    Oh, tell me please, what's gebütsmehlenastig?

  • #5

    Am Horizont geht's auch nicht weiter (Donnerstag, 16 Dezember 2010 14:46)

    Schon eine kleine Ewigkeit nicht mehr im Galoppa-Forum gewesen... die entsprechende Seite aufgerufen...und ich muß sagen, das tut mir gut...langsam verschwindet alles am Horizont.

  • #6

    Aber... (Donnerstag, 16 Dezember 2010 15:55)

    ...there is a star !!!
    I like your piece "ohwielacht". You`re good man. Danke Andreas! Danke Karl-Heinz!

  • #7

    Ichmeinjanur (Donnerstag, 16 Dezember 2010 18:15)

    Ich bin ja eher für die Kleinen,
    aber Barca spielt einfach mal den schönsten Fußball.

    Der deutsche Fußball hat aus dem Enke-Selbstmord nicht das Geringste gelernt.

    Pele war der beste Fußballer aller Zeiten.

    Langsam muss Gladbach einsehen, dass Spiele gegen Bayern München nicht mehr 'El Classico' sind.

  • #8

    Liese Zumpel (Donnerstag, 16 Dezember 2010 20:18)

    @ Ichmeinjanur

    das sind doch alles nur Allgemeinplätze!

  • #9

    Ammelie (Donnerstag, 16 Dezember 2010 20:35)

    Ich möchte selbstverständlich auch hier rot unterlegt werden!!

  • #10

    Blücher (Donnerstag, 16 Dezember 2010 21:15)

    Ich erinnere mich noch an den Sylvesterrenntag 1958 in Düsseldorf, da kam Jockey J.v.d.Vlugt nach dem 6. Rennen mit einem 6 cm langen Eiszapfen an der Nase zur Waage zurück, da wurde fett noch mit u geschrieben, damals, aber ich hab ja die verdammten Verträge mit der Rechtschreibkommission nicht ausgehandelt.

    v. Blücher

  • #11

    A Magicman (Donnerstag, 16 Dezember 2010 22:29)

    Vertagt bis März. Und bei drei anstehenden Landtagswahlen wohl eher bis April.

  • #12

    bing crosby (Freitag, 17 Dezember 2010 09:19)

    Dicke rote Kerzen, Tannenzweigenduft
    und ein Hauch von Heimlichkeiten liegt jetzt in der Luft.
    Und das Herz wird weit. Macht Euch jetzt bereit.
    Bis Weihnachten, bis Weihnachten ist nicht mehr weit.

    http://www.youtube.com/watch?v=aBdO66187Os&feature=player_embedded

  • #13

    Neue Heimat (Freitag, 17 Dezember 2010 09:46)

    Schön, dass Kassandro und Diplomat hier eine neue Heimat gefunden haben.

  • #14

    Playboy Willi (Freitag, 17 Dezember 2010 13:41)

    Neue Heimat war die Schülerband von Purple Schulz.

    "Und wenn die Welt zusammenbricht-
    ich halt mich an Dir fest /
    Du bist zwar glitischig wie ein nasser Ast,
    aber ich bin klebrig wie die Pest"

  • #15

    hoppeditz (Freitag, 17 Dezember 2010 14:11)

    @ bing

    sie tragen einen großen namen und haben es auf den punkt gebracht, kurz, knapp und zündend, wie adolf tegtmeyer zu sagen pflegte

    die wahl im dezember zwischen einem spiel der oilers und einem renntag in dortmund-wambel fällt nicht wirklich schwer, da sollte es keine diskussionen geben

    jeder sport hat seine zeit und diesen gebremsten schaum, die schlimme karikatur einer sportart braucht niemand

    .....und die heurigen hartz-IV-pferde haben 2011 zwischen märz und november alle chancen ihren hafer zu verdienen, das schau ich mir dann auch wieder gerne an



  • #16

    Weihnachtslangeweile (Freitag, 17 Dezember 2010 15:17)

    Früher, wie damals, war der letzte Renntag immer am 26.12. in Mühlheim an der Ruhr. Das war immer ganz schön, weil man so der Weihnachtslangeweile entfliehen konnte.

  • #17

    Ommer (Freitag, 17 Dezember 2010 17:05)

    Sie sind sehr schwach, mein Freund. Ich habe schon einmal ziemliche Spuren im Rennsport hinterlasse, vielleich hilft ja mal eine Recherche beim DVR!

  • #18

    Ommer war sehr schnell (Freitag, 17 Dezember 2010)

    40 Jahre lang war Ommer aus meinem Bewußtsein verschwunden. Und auf einmal war er wieder da!
    Mag sein, dass er im DVR dicke Spuren hinterlassen hat, dass er dort sogar Pirouetten gedreht hat.

  • #19

    Man muß nicht alles wissen, sondern alles verstehen (Freitag, 17 Dezember 2010 19:49)

    Selbst das nicht.

  • #20

    Regeln nützen dem Talent, sie schaden dem Genie (Samstag, 18 Dezember 2010 08:59)

    Man muß nicht alles verstehen, und, je weniger man weiß, desto weniger tut man leiden.

  • #21

    Genuß (Samstag, 18 Dezember 2010 09:39)

    Die Zufriedenheit des Schriftstellers, mehr als die des Lesers, ist abermals eine individuelle Angelegenheit. Ich bin sicher, daß das Schreiben manchen Schriftstellern eine Qual ist.

    Andere - dazu gehöre auch ich - genießen es. Ich genieße es, wie es da aus mir herausströmt. Ich sage: Wenn Soundso mich jetzt bloß sehen könnte, verfolgen könnte, wie es aus mir heraus kommt, er würde seine Freude daran haben.

  • #22

    Zeitung geklaut (Samstag, 18 Dezember 2010 10:51)

    warst Du das Catella ?

  • #23

    Weil etwas nicht stimmt und nicht klinkt (Sonntag, 19 Dezember 2010 09:54)

    Wenn ich dann mein Pensum erfüllt habe, lege ich das Ganze sozusagen auf Eis. Ich will es ein oder zwei Monate lang, je länger, desto besser, nicht sehen. Dann erwartet mich ein anderes Vergnügen, eines, das genauso groß ist wie das Vergnügen zu schreiben. Ich nenne das... mit der Axt rangehen...das heißt, ein Stück rigoros zu streichen. Man hat Abstand, Überlegenheit gewonnen. Man sieht es mit völlig neuen Augen. Und man findet Vergtnügen daran, selbst einige der aufregendsten Passagen zu streichen, weil sie nicht passen, weil etwas nicht stimmt, nicht klingt.

  • #24

    Das singende klingende Bäumchen (Sonntag, 19 Dezember 2010 10:25)

    Es war einmal ein E,
    es war einmal ein sel,
    es war einmal ein Eselchen,
    das ging nicht von der Stell.

    Wo willst du hin?
    Ich sag dir was, gib acht.
    Es kommt zu dir das Chriskind heute Nacht.

    Da blieb es nicht mehr wo es stand,
    da ging es von der Stell,
    da lief es heim das Eselchen,
    wie ein Wieselchen so schnell.

    Von Josef Guggenmos