Schande

„Das Geläuf wird sich am Sonntag in einem guten Zustand präsentieren, so dass einer Durchführung der Rennveranstaltung nichts im Wege steht. Außerdem wird es bei steigenden Temperaturen nicht mehr so kalt sein.“

 

Nach erfolgter Unwetterwarnung und heftiger Niederschläge musste die Bahn zu Beginn der Rennen noch einmal nachpräpariert werden, damit die Rennen überhaupt durchzuführen waren.“ Widriger hätten die Wetterverhältnisse in Dortmund kaum sein können: Nass kalt und jede Menge Schneeniederschläge ließen die Veranstaltung zu einer extremen Erfahrung für die AktivenVon Aktivenseite wurden diese Bemühungen aber nicht als ausreichend erfolgreich eingeschätzt. Eduardo Pedroza (Foto r), Filip Minarik (Foto l), Andre Best und sogar Eugen Frank, der das erste Rennen gewinnen konnte, weigerte sich anschließend, in den Sattel zu steigen.

Dies wird wohl nicht ohne Konsequenzen bleiben. Es steht eine Strafe wegen Nichtausführung angenommener Ritte im Raum werden.

 

„Für die "Revolte-Reiter" Eduardo Pedroza, Filip Minarik, Andre Best und Eugen Frank wurden inzwischen die Strafen bekannt gegeben. Gegen Minarik und Frank, die beide im ersten Rennen noch am Start waren und erst danach den Dient quittierten, soll eine Ordnungsmaßnahme von je 300 Euro verhängt worden sein, während Andre Best und Eduardo Pedroza mit drei Tagen Lizenzentzug bedacht worden sein sollen.“

 

„Dies hat auch Trainer Christian von der Recke so gesehen: "Für mich war die Bahn praktibel."

 

Eine schändliche Angelegenheit, in der sich die Rennleitung offenbar an eine lange zurück liegende Entscheidung erinnerte, bei der es in Köln mal um vereiste Verhältnisse ging. Das hat also Tradition in Deutschland, daß die Rennleitungen und Trainer über die Köpfe der Reiter hinweg entscheiden, daß die ihre Gesundheit gegen ihre Überzeugung und Geldbeutel zu Markte tragen müssen. Bzw. büssen müssen, wenn sie es nicht tun. Besonders erfreulich, daß Herr Recke sich mal wieder als Marketing Mann der Zentrale betätigt, wahrscheinlich unter Hinweis auf seine Karriere als Herrenreiter Hasardeur, der auch in Sibirien antrat oder der inneren Mongolei. Ganz großes Kino, super Image Pflege.

 

Ansonsten hat bereits das erste Rennen gezeigt, daß es sich heute um eine Zirkusveranstaltung gehandelt hat, die nichts mit Pferderennen zu tun hat, aber viel mit Tierquälerei. Ich habe kein Pferd normal galoppieren sehen, aber alle völlig mürrisch und gequält. Man sollte wirklich mal über entsprechende Aktionen bei der Staatsanwaltschaft am LG Dortmund nachdenken, damit den verantwortlichen Trainern und Besitzern endlich was durch den Kopf geht. Solche Rennen für die Basis gehören abgeschafft. Eine Schande.

Kommentar schreiben

Kommentare: 25
  • #1

    j.w. (Sonntag, 05 Dezember 2010 23:33)

    vergessen sie dann bei ihrer anzeige nicht die abhaltung von 8 - 10 rennen bei bodenwert 6 und mehr. die löcher im geläuf so nach dem 5. rennen dürften dann manchmal ein zurücksehnen an präparierte winterbahnen auslösen ...

  • #2

    rühl (Montag, 06 Dezember 2010 09:18)

    Ich denke , wenn die aktiven Reiter das Geläuf als gefährlich einstufen, dann sollten die Herren der Rennleitung, diese Aussage als bindend anerkennen. Letztlich brechen sich die Aktiven die Knochen und nicht die Herren der Rennleitung. Eine Strafe hätten die Herren der Rennleitung verdient und nicht die Reiter. Ich denke , die Rennleitung gehört ausgewechselt.

  • #3

    j.w. (Montag, 06 Dezember 2010 09:51)

    im galopperforum kann man jetzt immer eine zusammenfassung der rennen sehen. toller service. schauen sie sich den film an und versuchen sie dann zu erklären, was da so gefährlich aussieht. wahrscheinlich hat die verspätung den herrn stars die laune verdorben.
    verabredungen waren da wohl gefährdet. sonst nix ...

  • #4

    di (Montag, 06 Dezember 2010 10:26)

    ich sehe schneetreiben und abstände, die mehr in kilometern als metern gemessen werden. ich sehe pferde, die null bock haben, zu galoppieren, und daher meilenweit hinterher hoppeln. wer soll da wetten? was soll das alles?

  • #5

    j.w. (Montag, 06 Dezember 2010 10:36)

    das, werter di ist eine andere frage. sandbahnrennen haben hierzulande oft viel platzbedarf im einlauf. und weder für pferd oder reiter sind die veranstaltungen reine freude. arbeit halt, die man sich nicht immer aussuchen kann. im restjahr bei regenschauer und boden abgrundtief und 19 löcher pro laufmeter allerdings gilt das auch. plus risikozuschlag. pferderennen sind nicht sehr tierfreundlich. waren das noch nie ...

  • #6

    di (Montag, 06 Dezember 2010 10:48)

    wenn sie nicht zu unrecht auch die schlammrennen auf gras ins visier nehmen, dann erst recht diesen affenzirkus. früher gabs mal winterrennen auf grünbraun, wenn es ging. das hatte gewissen zirkuscharakter. ansonsten standen die pferde im stall oder, wie bei uns, auf der koppel. diese sandbahnen wurden einzig und allein zur unterhaltung der basis eingeführt, sandbahn gran prix hin oder her.

  • #7

    j.w. (Montag, 06 Dezember 2010 11:00)

    na ja. anfangs waren ja alle begeistert. fortschritt, amerika ließ grüßen. dortmund träumte zusammen mit köln von einer neuen superrennbahn incl. "sandbahn" für ganzjahresbetrieb. und dann schneits a bisserl und jeder redet von einer katastrophe. und vergessen sie die zeiten nicht, in der sie auch mal basis waren. derbysieg und gruppensieg hin oder her ...

  • #8

    di (Montag, 06 Dezember 2010 11:05)

    die vergesse ich überhaupt nicht, und einmal sind auch wir mit di in dortmund angetreten. da hat sich das schlaue pferd nach drei galoppsprüngen entschlossen, das fahrwerk einzuziehen und halt zu machen. und wir haben uns entschlossen, da niemehr mitzumachen. wir hätten auch neulich angesichts der klebrigen verhältnisse nach dem 2, 3 rennen ns machen sollen, aber wer bringt sowas übers herz. nach meiner ansicht unser fehler.

  • #9

    Dortmund (Montag, 06 Dezember 2010 12:37)

    Soweit mir bekannt gibt es für solche Entscheidungen Soweit mir bekannt gibt es für solche Entscheidungen eine Rennbahnprüfungskommission (mit Aktiven) und die hat wohl zugestimmt!

  • #10

    Petra Katzenberger (Montag, 06 Dezember 2010 13:04)

    "Außerdem wird es bei steigenden Temperaturen nicht mehr so kalt sein.“

    Das verstehen auch Superblonde wie ich - Pferderennen ist so einfach! Wenn ich das vorher gewußt hätte ... Danke GOL oder wie du heißt!

  • #11

    waldorfschüler (Montag, 06 Dezember 2010 16:16)

    gefühlte 47 zuschauer, davon drei paare mit maxi taxi kinderwagen, durch den matsch, kein quatsch, auf der suche nach einem wickeltisch

  • #12

    hoppeditz (Montag, 06 Dezember 2010 18:08)

    ...und opa hoppenstich ist sogar die elfstädtetour durch friesland mitgeritten

    früher war mehr lametta

  • #13

    j.w. (Montag, 06 Dezember 2010 22:29)

    danke d.i. ab jetzt überlaß ich das feld dann doch wieder ihren perlendeppen/innen. schade, aber der zeitgeist brodelt halt ...

  • #14

    Für Vulcan (Mittwoch, 08 Dezember 2010 09:34)

    Dortmunder Rennverein said, we could, we should come, in Wambel dann viel Schlamm.

  • #15

    Auf ein Neues (Donnerstag, 09 Dezember 2010 09:38)

    Meine Partnerin sagte, das sei alles nicht lustig. - Natürlich war das alles nicht lustig.

  • #16

    two men, one problem (Donnerstag, 09 Dezember 2010 13:21)

    look, what a nice hat
    der freiherr von der recke hat
    auch dr. tasch's glatze
    fordert stets so was wie eine mütze

  • #17

    di (Donnerstag, 09 Dezember 2010 15:30)

    # 14 und 16 sind besonders gut gelungen, für meinen geschmack. ganz aus einem guß. danke für die belebende spende.

  • #18

    kassandro (Donnerstag, 09 Dezember 2010 23:25)

    Über Geschmack soll man zwar nicht streiten, aber eine Werbung für ihren Frizzante ist er nicht. Was nun ihren Ruf nach dem Staatsanwalt angeht, so drängt sich mir da wieder einmal ein Sprichwort auf: Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Ihr jüngstes Auftreten auf dem Ohlweilerhof hat ja zu ähnlichen Forderungen geführt. Auch trifft dem Dortmunder RV keine Schuld, denn letztlich entscheiden Besitzer und Trainer, ob sie unter diesen Bedingungen ihre Pferde dort starten lassen und genau an diese hätte sich die aufsässigen Jockeys auch wenden sollen.

  • #19

    Pelle Jöns (Freitag, 10 Dezember 2010 09:54)

    # 13

    Da geht nichts drüber!!!

    Diese Mischung aus Johannes Heesters, Ebenezer Scrooge, Ottmar Zittlau (http://www.youtube.com/watch?v=TbaAkG2cmoU&feature=related) und Klaus Kinski ist für jedes Forum eine unverzichtbare Bereicherung.

    Gut für jeden Ablach und Schenkelklopfer.

  • #20

    j.w. (Freitag, 10 Dezember 2010 10:01)

    der gehalt der witze hier reicht allenfalls für hühnerschenkelklopfen ...

  • #21

    LOVE to all the common people (Freitag, 10 Dezember 2010 13:56)

    Ich glaub für mich heute wieder Döner oder PizzaTaxi

  • #22

    Isidora Duncan (Freitag, 10 Dezember 2010 20:05)

    let it snow, let it snow, let it snow

    translations for original Bavarians & similar aborigines:

    Last it schneeen, last it schneeen, last

    ... phmff ... Sorry guys, at last I gulped a snowflake. phmff, humps, humps.

  • #23

    Gunther Jauche (Freitag, 10 Dezember 2010 21:41)

    Preisfrage im Prix d'Honte:

    Wer sagt nicht die Wahrheit, wenn in di's Lieblingspostille unter der Überschrift:

    "Geballte Kompetenz: Daniel Krüger, der Neusser Präsident Jan Vogel und Andreas Tiedtke"

    drei zynisch grinsende Bärchen den Leser anschauen?


    Zusatzfrage: Würden Sie von denen einen Gebrauchtwagen kaufen?

  • #24

    Molly (Sonntag, 12 Dezember 2010 10:01)

    Molly - der kleine, dicke Moderator in Vaal, Turffontein - 'mal holt er die grünen, mal die blauen, mal die roten Brillengläser aus seiner Schublade. Meine Partnerin: Laß ihn doch! Sie meint immer, ich wolle den Leuten was.

  • #25

    Sheldon Peters. Pietermoritzburg, Durban. Südafrika. (Sonntag, 12 Dezember 2010 10:16)

    Die Stute blieb am Start einfach stehen. Der erste Satz von Rennkommentator Sheldon Peters: The Starter says go, Mojati says no. Wie alt mag er sein? Maximal 35. Er singt die Rennen. Zieht die letzte Silbe der Pferde aufreizend schön nach oben, in die Höhe. Er wird wohl noch kommentieren, wenn wir schon lange ins Gras gebissen haben.