Interessenlage

Seit geraumer Zeit hat sich das Unternehmen Winrace aus Hamburg mit den Trabern verbunden, und denen Vermittlung von Buchmachern ausschließlich in den Toto verschafft. Nur wer nur vermittelt, bekommt Bilder. Abgesehen von der Provision ein geradezu paradiesischer Zustand. Nun hat Winrace mit BWin ein Geschäft abgeschlossen, wonach auch die mit ihren 20 Millionen Kunden an diesem Konstrukt teilnehmen, also Vermittlung von Wetten ausschließlich in den Toto der Traber.

 

Der Galopprennsport hat sich dieser Initiative nicht angeschlossen, angeblich, weil BWin illegal operiere. Nun ja, selbst wenn man dieser Ansicht für Teile des Geschäftsmodells von BWin auf ausgewählten Märkten ist, so läßt sich das angesichts der Entscheidung des EuGH im Moment für Deutschland kaum begründen, und zum weiteren bleibt eine Vermittlung von Wetten in den Toto zumindest für den Empfänger unschädlich. Warum sollte das illegal sein? BWin hat darüber hinaus eine ordentliche Buchmacherlizenz, so daß noch weniger einsichtig ist, was das DVR antreibt. Man stößt dann natürlich auf Wettbewerbsaspekte, die z.B. Racebets betreffen, also indirekt auch den Sport, aber es fällt sehr schwer zu glauben, daß der Saldo von Racebets plus BWin geringer für den Sport ausfiele als Racebets ohne diesen Mitbewerber. Das aber ist der entscheidende Aspekt, was kommt am Ende für den Sport rum, und nicht, was für Racebets. Racebets ist Mittel zum Zweck, wie auch BWin resp. Winrace.

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Kommentare: 2
  • #1

    j.w. (Freitag, 01 Oktober 2010 22:43)

    das ist die derzeitig bestverkäufliche "meinung". die hat zwar keiner wirklich, wird aber gerne verteidigt, da man dafür nie angegriffen wird. laßt sie machen, uns tut es ja nicht weh. und wenn doch, dann haben das andere nicht vorhergesehen. juristen sehen nie etwas vorher, sonst
    hätten sie ja hinterher nix zu tun ...

  • #2

    hoppeditz (Samstag, 02 Oktober 2010 18:05)

    wer zu spät kommt.......