Regnerisch

Außer Spesen nichts gewesen ist der gängige Spruch nach solchen Expeditionen, aber trotzdem hat der Ausflug Spaß gemacht. Wann hat man mal einen In Deauville laufen? Aber das Wetter hat nicht mitgemacht, 50 Kilometer vor Deauville ging das große Regnen los, und hörte bis 2 Minuten vor dem Start nicht mehr auf. Alles versank, das Wasser stand in Vertiefungen, oder es gurgelte und schmatzte auf dem Weg dahin. Zum Glück haben sie neben der Waage ein Zelt für Besitzer mit Restauration und Fernseh. Das Rennen verlief bis in den Schlussbogen wie gemalt, knapp zweiter hinter der Pace, zweite Spur, alles wie geplant und durch den englischen Dolmetsch im Führring akkurat erklärt. Dann aber hatte Bruno Reis die Idee, innen den kurzen Weg nach Hause zu nehmen, aber leider ist er da in die Sumpffalle geritten, und zwar schnurstracks. Die Bahn hat Gefälle nach innen, und in der Geraden gab`s ne Menge Aktion, aber keinen Vortrieb. Wassertreten, Treibsand, Rutschpartie, ganz wie man will. Egal, so was kommt vor.

 

Danach hat uns Herr Rühl die Bahn von Clairefontaine gezeigt, einige 5 Kilometer von Le Toques entfernt, und noch wesentlich malerischer und idyllischer gelegen und gepflegter, falls das überhaupt noch möglich ist. Eine Gartenanlage mit Rennbahn, voller Rabatte und Beete und Büsche und akkurat geschorener Rasenflächen. Da möchte ich mal laufen.

 

Leider haben die Hotelpreise in Deauville unmäßig angezogen, so daß wir uns entschieden haben, in Le Havre zu logieren, in einem Best Western mit erstaunlich kleinen Zimmern. Aber der Fußweg zur Brasserie Georges ist sehr angenehm, und die Meeresfrüchteplatte komplett mit dem vollen Programm, Muscheln, Krebse, Schnecken, Austern und diversen Crevettes und Brot. Das kostet für zwei Personen unter sechzig €, der Muscadet 19. Le Havre hat bestimmt auch schöne Ecken, aber nicht da, wo wir waren. Es sieht erstaunlich nach Plattenbau aus, irgendwie sozialistische Zweckarchitektur, mit einer monströsen Kirche, die ganz schrecklich gruselig in den Himmel ragt. Vielleicht ist es drinnen gemütlich und heimelig, aber wetten würde ich nicht drauf. Der Morgen begann wieder mit Regen und einem Weißbrot. Auf der Autobahn war dann fast Schluß, weil das Wasser in der Luft stand, als Vorhang, und bis Paris hat es nicht aufgehört. Zur Abwechslung riet das Navigationsgerät in dem kleinen Miet BMW zur Umleitung, weil angeblich Tiere auf der Autobahn waren. Aber wo, was soll denn das! Keine 10 Kilometer war es soweit – ein Baustellenfahrzeug am linken Mittelstreifen stand blinkend, und dahinter, na klar, was denn sonst, ein großer Schwan, den entweder das Wetter, oder persönliche Gründe dorthin geführt hatten.

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Kommentare: 2
  • #1

    veltheim (Freitag, 20 August 2010 18:20)

    oh,was für ein glück ,neben der waage ein zelt für
    besitzer mit restauration und tv....
    etwa auch noch für VIP gäste ?,dann habt ihr den
    OSM vergessen !

  • #2

    opa (Samstag, 21 August 2010 21:30)

    Ich bremse auch für Schwäne .