Krokodilstränen

„Unser Blogger D.I. geht jetzt auch auf das Imageproblem des Rennsports ein. So ganz werde ich aus dem Mann nicht schlau. Wenn man Misstände im Internet angeprangert hat, war er oft einer der Ersten die einem der Lüge bezichtigten bzw. die Beiträge ins Lächerliche zog. Viele schwammen auf seiner Welle mit und bezichtigten einem der Nestbeschmutzerei oder rieten einem, sich aus diesem Sport zurückzuziehen.
Wenn sich alle redlichen Leute aus dem Galopprennsport zurückziehen würden, würde man wahrscheinlich noch öfter Beiträge im Fernsehen sehen, wie "schlimm" mit den Tieren umgegangen wird. Es hilft auch nichts mit den Fingern auf andere Pferdesportarten zu zeigen. Auch bei uns gibt/gab Zustände die verbessert werden müssen. Dass sich aber Einer, der fast jedem geraten hat, sich nicht in Dinge zu mischen, von denen er keine Ahnung hat, zum Anwalt der Tiere aufschwingt, empfinde ich als geradezu lächerlich.“

 

Das ist eine der Reaktionen auf die vorhergehende Kommentierung, die so recht ins Bild paßt. Frau Arnold sieht sich offenbar sachverständiger und kompetenter in Fragen des Tierschutz, und findet meinen angeblichen Aufschwung zum Tierschützer geradezu lächerlich. Warum, bleibt ihr Geheimnis. Kein Geheimnis ist allerdings, daß es immer schon Vorfälle gab, die von den selben aufgeregten Beobachtern öffentlich gebrandmarkt wurden, die meine Reaktion so furchtbar finden, und dazu gehört der Fall aus Frankfurt, wo angeblich Herr Starke sein Pferd so stark mit der Peitsche im Führring geschlagen hat oder vor den Tribünen – man ist da nicht so sicher – daß sogar die Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden sollte. Zusätzlich und erschwerend kam hinzu, wie kolportiert wird, daß eine junge Familie mit Kindern Zeugen dieser Aktion wurde, die nun bestimmt nie wieder auf die Rennbahn käme. Das mag so gewesen sein, oder auch nicht. Ich glaube, daß das Ganze sehr aufgebauscht und ausgeschmückt wurde, aber selbst wenn nicht, es liegen Welten zwischen einer ad hoc Tat wie dieser und den systematischen Dingen, die ansonsten vorkommen. Peitsche gehört dazu, das Schlagen damit auch, wenn auch reglementiert, und weil das so ist, wird es immer Leute geben, die den Sport per se nicht mögen. Die kommen dann auch möglicherweise nicht wieder, was schade ist, aber nur zu ändern, wenn die Peitschen generell verboten werden. Das möge man fordern. Solange man aber den Rennsport hinnimmt, wie er ist, also inklusive Peitsche und ihren Gebrauch, solange sind das alles Krokodilstränen.

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Kommentare: 6
  • #1

    Overdose (Mittwoch, 04 August 2010 21:39)

    Wird hier zensiert? Oder warum ist mein Kommentar nach ein paar Stunden verschwunden? Aus diesem Grude werde ich es nun lassen, Ihre GEISTREICHEN Kommentare zu hinterfragen, aufzuschlüßeln, oder, Ihnen den Spiegel vors Gesicht zu halten.

  • #2

    di (Donnerstag, 05 August 2010 08:48)

    ich glaube, sie haben sich einen in der abteilung vertan. weiter oben steht ein spiegel, den sie mir vor das gesicht halten bzw. ein schlüssel und eine HINTREFRAGUNG. wenn sie das meinen. ich zensiere nichts.

  • #3

    Ulrike Arnold (Donnerstag, 05 August 2010 13:16)

    Sie verwechseln da ein paar Dinge. Es geht um verschiedene Dinge. Der Fall in Frankfurt hat sich im Absattelring zugetragen. Die Familie hat die Rennbahn in Köln verlassen. Den Veterinär habe ich vor einem Renntag in Mannheim informiert und das DVR wg. eines Falles in Dresden. Es ging auch nicht immer um Peitschengebrauch. Aber ich kann mich bei allen Fällen an Ihre Reaktion erinnern. Tenor, dass mich das nichts angeht und man dann besser wegbleiben sollte.

  • #4

    di (Donnerstag, 05 August 2010 16:20)

    sie müssen nicht glauben, daß ich diese dinge immer auf sie beziehe. ich beziehe mich auf kampagnen und tendenzen, an denen viele mitgewirkt haben, die die peitsche wegen ihrer aussenwirkung auf junge familien scheiße fanden, oder wegen angeblicher striemen, die ich in über vierzig jahren noch nie so prominent gesehen habe wie sie angeblich. ich habe ein gerüttelt maß an niederbrüchen und anderen fatalen verletzungen erlebt, auf der hindernis/flachbahn und beim training, sozusagen lebendfrisch. da ist diese peitschengeschichte ein bettel gegen. ich habe kollapse erlebt, aortenabrisse, genickbrüche, eingegangenen jährling, einschläfern nach op aufwach kollaps. kolliken mit fahrt zur klinik, aufgespießte auf den rails oder weidezäunen. alles mögliche.

  • #5

    veltheim (Freitag, 06 August 2010 14:28)

    Ja,ja wen die Amelie nicht schon alles informiert
    hat .Lächel........

  • #6

    veltheim (Samstag, 07 August 2010 23:15)

    also ,verständig ist die Amelie schon,aber auch
    in der sache ? Lächel