Realitäten

Herr Henschker kolportiert im Internet, es gäbe Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Sachen Emission der Beteiligungs GmbH wegen Verdacht auf Anlagebetrug. Das ist eine schwerwiegende Meldung, besonders, wenn sie stimmt. Also wurden die zwei als Ansprechpartner bei German Racing ausgewiesenen Herren am Montagabend angeschrieben und um Stellungnahme gebeten. Die ist nicht erfolgt, wie auch telephonische Bemühungen nicht zum Erfolg führten. Man kann also davon ausgehen, daß irgendwas dran ist, zumal die publizistischen Umstände der Emission immer einige recht zweifelhafte Aspekte aufwiesen. Zum einen die völlige Ausblendung der unklaren Situation in Baden Baden – immerhin der stärkste Umsatzbringer im Lande – und zum anderen der Wechsel vom prospektierten Erwerb einer Wettplattform zur Minderheitsbeteiligung an einer solchen. Das sind qualitative Unterschiede, die nicht graduell sind, sondern prinzipiell. Wer vor Ankündigung dieses Politik Wechsels und nur aufgrund der Prospektangaben investiert hat, der sieht sich durchaus nachvollziehbar getäuscht. Nun gehört zum Betrug auch die Absicht des Betrugs, also ein Willen zur Tat. Da mag man Zweifel haben, ob der bei den handelnden Personen vorlag. Aber eins ist auch während dieser Emission deutlich geworden, die absolute Nonchalance, mit der kritische Aspekte weggebügelt wurden, bzw. ausgeblendet. Es wurden stattdessen schwere Geschütze kontra Kritik aufgefahren, einschüchternde sogar gegenüber Trainern und Abstehern, und in diese unerfreuliche Abteilung gehört auch der virtuose Umgang mit der Umdeutung einer zunächst gescheiterten Emission in die Verschaffung von Gelegenheit für Saumselige in der dreizehnten Stunde. Es gehört in diese Abteilung auch die nimmermüde Behauptung, aus dieser Beteiligung erwüchsen sofort Einnahmen für den Sport. Das ist evident nicht der Fall, wie hier schon mehrmals ausgeführt wurde. Nun also ermittelt wahrscheinlich der Staatsanwalt, wogegen man sich niemals schützen kann, wenn jemand eine Anzeige macht. Aber es muß irgendwas dran sein, sonst geht der Staatsanwalt nicht los, und an diesem Umstand hat man emsig mitgewirkt.

 

In Hamburg werden die Zuschüsse für die Doppelrennbahn absehbar nicht gewährt, und auch die Zuschüsse zum Derbymeeting selbst stehen zur Debatte. Das ist angesichts der Kassenlage nicht verwunderlich, sondern nachvollziehbar. Es geht nicht darum, ob statt Derby die Elbphilharmonie kommt (ein völlig aus dem Ruder gelaufenes Subventionsgrab), sondern ob die Freie und Hansestadt Hamburg die Schlaglöcher ausbessern und die Müllabfuhr organisieren kann. Solange das nicht mehr gezahlt werden kann, kann man schlecht Subventionen eines Luxus Hobbies für wenige verlangen.

 

PS: Das DVR teilt tel. mit, daß von derartigen Ermittlungen nichts bekannt ist. Herr Henschker teilt mit, daß er gesicherte Informationen hat.

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Kommentare: 6
  • #1

    Fritz Rühl (Donnerstag, 17 Juni 2010 09:47)

    der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht.
    Es wurde Zeit, dass er in die Brüche geht.
    Es ist ein Wunder, was der Sport alles finanzieren konnte und noch lebt. Hoffentlich werden nun die Weichen in Richtung 100% Einnahmen für den Sport und nicht 80% für die Trittbrettfahrer und Parsiten und 20% für den Sport ,gestellt. Nur so kann man die Rennvereine retten.Dr.Poth ,Präsident im Münchner Rennverein, hat die Situation richtig erkannt und wird entsprechend handeln.

  • #2

    Tölke (Donnerstag, 17 Juni 2010 11:13)

    Ich bin auch Anteilseigner und damit über Ecken an einem Buchmacher beteiligt. Nicht mehr, nicht weniger. Ich habe keine Anteile an Baden-Racing oder dem IC erworben.
    Wenn Sie Ihren Anteil wieder los werden möchten, ich stehe mit Anschrift und Telefonnummer im blauen Buch.

  • #3

    j.w. (Donnerstag, 17 Juni 2010 14:40)

    über die bootpeoples zu lästern ist mittlerweile müßig. dachte nicht, das die so wichtig sind, das sich sogar ein staatsanwalt kümmern würde. anders sieht es mit hamburg und der rennbahn aus. diese philharmonie ist ja auch nix anderes als ein luxushobby für wenige. für noch weniger eigentlich ...

  • #4

    veltheim (Freitag, 18 Juni 2010 20:12)

    von herrn H.,kam schon des öfteren heiße
    luft,daher nicht alles so eng sehen .

  • #5

    j.w. (Mittwoch, 23 Juni 2010 21:04)

    mittlerweile scheint er nicht immer nur alles der sz nachzuplappern. die entwicklung ehrt ihn ...

  • #6

    j.w. (Sonntag, 04 Juli 2010 11:36)

    mittlerweile scheint ja nemand mehr die ermittlungen zu leugnen. wie auch. auf der hausseite dieser komikerfirma wird der herr w. in höchster a....kriecherweise als derjenige hochgelobt, der in einem jahr mehr getan hätte als alle anderen zuvor. richtig. den staatsanwalt hatten seine vorgänger nie im haus. tolle premiere ...