Chris Antley

Leider gibt es fast nur in Angelsachsen gute Bücher über den Rennsport. Eins davon ist „Three Strides before the Wire“. Autorin Elizabeth Mitchell. Es beschreibt als zentrales Thema das Leben und Sterben von Chris Antley, dem Siegreiter von Charismatic im Kentucky Derby/Preakness Stakes 1999. Es geht auch über Trainer D.Wayne Lukas sowie Beverly und Bob Lewis, die mit den Gelb/Grün Farben. Aber das wesentliche ist die minutiöse Auflistung von Antleys Leben, welches sehr anschaulich für die ungeheuren Anstrengungen steht, mit denen die meisten Reiter ihren Kampf mit der Waage ausfechten. Ein außerordentlich talentierter Reiter, dem das Reiten ganz leicht fiel, der aber ständig unter den Entbehrungen seines Berufes litt, mehrere Ausfälle hatte, zurück kam, wieder verschwand, und wieder auftauchte. Irgendwann ging es dann nicht mehr, und im December 2000 war sein Leben zu Ende. Man erinnert sich an das berühmte Bild wenige Meter hinter der Ziellinie der Belmont Stakes; Chris Antley kniet auf dem Sand, und hält das Bein von Charismatic, der in der Nähe des Ziels eine Fraktur hatte. Den konnte man Retten, den Retter nicht. Man wünscht sich oft, daß das fach- und sonstige Publikum mehr Sachverstand und Anstand walten ließe, wenn es sich um die Kommentierung von Alkohol und anderer Mittel handelt, die Rennreiter seit Urzeiten gebrauchen. Das hat oft seine Gründe.

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Kommentare: 3
  • #1

    tiedcottage (Sonntag, 30 Mai 2010 19:51)

    der godfather dieser armen männer, fred archer, musste sein erstes rennen mit elf jahren und 32 kg lebendgewicht in einer steeplechase at bangor riskieren. 18 jahre schaffte er es.

  • #2

    freelancer (Freitag, 04 Juni 2010 21:38)

    sie sollten ins forum zurückkommen!

  • #3

    Forenleser (Sonntag, 06 Juni 2010 12:37)

    Kann der Aufforderung von Freelancer nur zu stimmen!