A Horse Called Nijinsky

Die konsequente Fortsetzung dieser Dokumentation ist die über Nijinsky, diesmal sechs Episoden a` knapp 10 Minuten. Man muß sich die bei youtube direkt raussuchen, unten nur die erste. Diese Geschichte stellt nun also die Fortführung dieser großartigen Verbindung von Vincent O`Brien und Piggott dar, in vieler Hinsicht auch den Höhepunkt ihres Schaffens. Es beginnt mit den Dewhurst Stakes, es endet in den Champion Stakes, und die Geschichte wird von Orson Welles erzählt. Es gibt jetzt auch Interviews der Akteure, O`Brien und sein Co Trainer, Charles Engelhardt, Bruce McNall, E.P. Taylor und, ganz selten dokumentiert, das dunkle Gemurmel von Lester Piggott. Man sieht und lernt soviel, die ewigen Riten des Trainings, bis heute so gut wie unverändert, das Phänomen des one to many in den Champion Stakes, das beste Pferd seiner Generation und, ermöglicht durch die Frontalkamera, die Einsicht, warum es im Arc nicht langte. Nijinsky ist kurz vor dem Ziel deutlich gegen die Peitsche nach links weggebrochen. Das war es, was am Ende fehlte. Der Ritt von Piggott ist oft kritisiert worden, aber ich denke, er hat das hervorragend gemacht. Das Pferd war wohl schon etwas über den Berg, und er hat ihn sehr ökonomisch geritten. Die Aufgabe im Einlauf konnte er lösen, aber er war wohl müde, und daher der Wackler. Jedenfalls ist das ein Dokument aus den goldenen Zeiten des Rennsports, die gar nichts von ihrem Glanz eingebüßt haben.

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