Wochenende

Das Wochenende war ansonsten voller sportlicher Dramatik; zuerst 96 life mit 6 Stück gegen Gladbach, die beschämend schwach gespielt haben, noch schwächer als 96 in seinen schwächsten Heimspielen, aber sogar Sir Mike Chancentod Hanke hat getroffen, und 45.000 sangen so ein Tag so wunderschön wie heute, wie sich das eigentlich in einem Fußballstadion gehört, statt dieser neumodischen angelsächsischen Poplieder, die keiner versteht. Früher wurden auch noch Sachen wie Gladbach Stürmer krabbeln wie die Würmer oder hahohe, Gladbach ist ko geschmettert, aber das haben sie heute nicht mehr im Repertoire. Aber wie auch immer, der Rummel war riesig, fast wie bei einer Meisterschaft, und nach dem Spiel und der Ehrenrunde setzte sich die Mannschaft gegenüber der Nordkurve auf den Rasen, es wurde ganz still im Fanblock und im Stadion, und ich glaube, fast alle haben an Robert Enke gedacht. Ich jedenfalls. Das war angebracht und passend, ein Moment der kollektiven Ruhe.

 

Dann hat des Nächtens Calvin Borel sein drittes Derby gewonnen, mit Super Saver und für Todd Pletcher, für den es nun endlich de erste Sieger war. Aber der Sieger war Calvin Borel, der als einziger Jockey versteht, daß der kürzeste Weg in einem Oval innen ist. Das ist links, wo diese weißen Zäune sind. Lookin at Lucky haben sie bereits nach ein paar Metern in die Mangel genommen, dann nach 200 Metern noch mal, damit es auch funktioniert, und Garrett Gomez konnte nullkommanichts dagegen machen. Das #1 hole, wie sie dort sagen. Sackgasse mit Feindberührung. Ich glaube nicht, daß Super Saver ein überragender Derbysieger ist. Er hatte einen überragenden Reiter, dem Churchill Downs gehören wie Lester Piggott Epsom Downs und Andrasch Starke das Horner Moor.

 

Sonntag war es dann arschkalt in Bremen, aber wenigstens trocken. Der gute Earl of Winds war nach langer Pause guter dritter, und am Ende fehlte wie erwartet nur die Puste. Der Tag davor hatte seinen Höhepunkt durch den Sieg von Earlsalsa in München, seinem älteren Bruder, der unfassbar weite 2.800 Meter kann, als Sohn eines Meilers aus einer Fliegerin. Sein Züchter wusste davon noch nichts, als wir von der Autobahn anriefen, so daß das eine freudige Botschaft war.

 

Zu guter letzt ist Pauli aufgestiegen.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Palastpage (Dienstag, 04 Mai 2010 10:49)

    Rober Enke - und wer denkt an die Famillie, die er einfach hat sitzen lassen, wer denkt an den Lokomotivführer, der noch lange an den Unfall denken wird, vielleicht Albträume hat. Enke hat sich wech gemacht, die anderen mit den sorgen hat er hier gelassen. Wer denkt an die?

  • #2

    veltheim (Dienstag, 04 Mai 2010 14:32)

    jedes jahr ein kind,jedes jahr ein kind ,
    bis es 96 sind....
    irgendwie treffend.....