Kassenausfluß

Die rätselhafte Welt der Umsätze, umschrieben mit der unsäglichen Formel „flossen durch die Kassen“, die an sich schon verdient, daß keine Umsätze fließen. Aber dieses seit Jahren anhaltende alberne Suchen nach exogenen Ursachen, der Wetterexegese, der Freibadproblematik, der technischen Kniffe, der Launen des Schicksals, die geht mächtig auf den Zeiger. Dabei ist es doch so einfach und geradeaus, zu verstehen selbst von den Simpeln in der Rennbahnstraße. Das Modell Partnerschaft mit den Buchmachern ist seit Urzeiten völlig aus der Luft gegriffen und virtuell, da helfen auch keine Jubelstürme bei Galopponline, wenn Herr Dr. Norman Albers gleich den ersten Start als Besitzertrainer erfolgreich absolviert. Das eherne Gesetz der Wirtschaft ist, daß Rendite angestrebt werden muß, systembedingt gegen den Wettbewerb, nicht mit ihm. Kein Buchmacher dieser Welt kann anders agieren, wenn er seine Familie ernähren will, und die kommerziellen Fallstricke sind nicht die Kurse für partnerschaftliches Vermitteln oder Sponsoring, sondern einen eingeschenkt bekommen. Und daher war der größte Fehler von Herrn Engelbert Halm nicht nur seine Bestallung, sondern dieses unglaubliche Konstrukt, mit welchem dem Wettbewerb bis Ultimo 2011 auskömmliche Konditionen garantiert werden. Die Folge dieser Selbsterwürgung waren 3 Millionen für Racebets, die anderweitig für die Vermarktung fehlen, sowie mutmaßlich mehr Geld, welches just aus Gründen dieser systemwidrigen Politik nicht gegeben wurde. Daß man den Buchmachern Daten und Bilder andienen muß, ist schlicht gelogen. Das muß man nicht. Man kann das, und zwar zu derart prohibitiven Kursen, daß denen die Luft ausgeht. Nur das wäre sinnvoll. Warum sich um die Familien der Buchmacher scheren, oder deren Angestellte, oder deren Familien, wenn das zu Lasten der Jockeys, Trainer, Besitzer und deren Familien geht? Warum sollen die das Auskommen der Buchmacher, der Herren Weiss oder Albers oder Springer finanzieren?  

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Kommentare: 13
  • #1

    Palastpage (Dienstag, 20 April 2010 10:31)

    Yep, dat ist wahr gesprochen. Aber in Kölle, da denkt man eben mehr an die armen Kinders von die Buchmacher als an die Kinders von die Trainers und Jockeys
    Dat liecht wohl daran, dat die Buchmachers beim Halm mal anders auf die Tisch hauen, als dat die Frau Mäder macht. Die Jockeys und Trainers jammern und bitten und betteln tun se auch. Die Buchmachers stellen Forderungen und da zuckt der Halm und knickt ein wie ein Strohhälmchen...
    Am Ende hat man in Kölle halt die Funktionäre, die man verdient

  • #2

    veltheim (Dienstag, 20 April 2010 14:28)

    ob die aber auch den titel:funktionär überhaupt
    verdienen ?

  • #3

    j.w. (Dienstag, 20 April 2010 18:20)

    köln ist mittlerweile halt nicht mehr als ein austragsstüberl.besonders aber für den sport insgesamt. wenn der sich nicht bald nach einer anderen bleibe umsieht ...

  • #4

    J.W.Hafemann (Dienstag, 20 April 2010 19:15)

    Ich habe immer schon gesagt, daß die Verantwortlichen des Rennsportes statt des Hutes ihr Gehirn an der Garderobe abgegeben haben. Wie sonst ist das ganze Desaster zu erklären?

  • #5

    Fritz Rühl (Mittwoch, 21 April 2010 08:06)

    Was haben eigentlich die Verantwortlichen in den regionalen ca. 26 Rennvereinen unternommen, dass sich dieser Wettumsatz- Transfer in die Steueroasen , auf Kosten der Rennvereine, nicht breit machen konnte.
    Viele dieser Verantwortlichen waren und sind die Steigbügelhalter der Parasiten und Schmarotzer.
    Es wäre wünschenswert, wenn das Land NRW eine neutrale Untersuchungskommission
    einsetzen würde, die diesen Ist Zustand überprüft

  • #6

    veltheim (Mittwoch, 21 April 2010 17:36)

    herr rühl,aber bestimmt nicht unter schwarz/gelb;
    denn die haben zuviele lobbyisten vor ort....
    jeder RV präsident hat geherrscht wie ein
    kleiner provinzfürst .dafür kam jetzt die quittung
    .

  • #7

    j.w. (Mittwoch, 21 April 2010 18:25)

    diese verallgemeinerungen bringen nix, veltheim. es gibt und gabt durchaus vereinsvorsitzende, die sehr engagiert, auch mit persönlichem vermögen, für ihre vereine handelten und handeln. das problem ist vor allem der wasserkopf, der ja auschließlich von vereinen und besitzern über abgaben am
    "leben" gehalten wird. ...

  • #8

    veltheim (Mittwoch, 21 April 2010 19:15)

    j.w.,o.k. aber ausnahmen bestätigen die regel .

  • #9

    di (Mittwoch, 21 April 2010 20:23)

    ich behaupte sogar, daß es auf dieser ebene keine böswilligkeit, sondern nur einfalt gibt. weder herr v. gärtner noch herr wille oder herr jacobs wollten oder wollen dem sport was schlechtes. sie bereichern sich auch nicht. sie haben nur partielle wahrnehmungsstörungen. die ebene darunter ist problematisch, weil da geld ins spiel kommt.

  • #10

    tiedcottage (Mittwoch, 21 April 2010 22:12)

    partielle wahrnehmungsstörungen

    der alte oder der junge jacobs ? oder beide ?

  • #11

    Fritz Rühl (Donnerstag, 22 April 2010 09:03)

    in jedem Unternehmen haftet der Vorstand , weshalb liegt die Verantwortung dann auf den Ebenen darunter ? Wer besetzt denn die Stellen?
    Als Präsident eines Vereines habe ich die Sorgfaltspflicht für den Verein , die Gelder die heute nach Maltar oder sonstwohin gehen
    wären bei German Tote besser aufgehoben .
    Ist race bet die Lösung? Fragt sich nur wer hier die Vorteile hat ,der Sport bestimmt nicht.


  • #12

    j.w. (Freitag, 23 April 2010 17:42)

    und wer sitzt denn da jetzt an der totokasse in iffeze? und veranstaltet die dazugehörenden leistungsprüfungen? die bootpeople sind buchmacher. die scheiden aus. der herr jakob ist sportveranstalter, aber nicht gemeinnützig. und der verein ist pleite. die sparkasse hätte noch einen bezug zur öffentlichen hand. aber die hat ja eigene kassen ...

  • #13

    veltheim (Sonntag, 25 April 2010 00:41)

    und die herren und frauen der Infront sind
    bei der BULI so einfach ,ratzfatz ,ausgestiegen,
    nachtigall ,ick hör dir trapsen....