Femme fatale

Der Fall ist nicht einfach, aber es muß im Interesse des Rennsports und der Dame gesagt werden: Frau Werning ist nicht die große optische Identifikations- und Integrationsfigur des siechen Patienten. Seit Jahren wird nunmehr immer drängender versucht, diese Dame als Schönheit zu Pferde auszuloben, und neueste Kreation ist ein Photo, auf welchem sie für die Trabrennbahn in Bahrenfeld wirbt. Ein selten mißlungenes Abbild einer durchaus ansehnlichen und anmutigen Person, gewandet im Stil eines Sattelschlepperkapitaintraums, in einen auberginefarbenen, fast schon ins grellpurpurne changierenden Overall gepresst, der unten von unsäglich grausigen und kohlpechrabenschwarzen Stiefeln abgeschlossen wird. Dazu eine Oberweite straight from Photoshop. Das ganze Ensemble der Albtraum einer mißratenen Femme Fatale schlechthin. Das geht gar nicht, und man darf und muß das so scharf sagen, weil Frau Werning diese Dinge freiwillig und gegen Entgelt mitmacht. Das alte Plakat aus Bremen war auf seine Art charmant und glaubwürdig, weil nach dem Absatteln ungeschminkt und aus dem Leben entstanden ist. Aber diese neue Masche einschließlich Photositzungen mit blanken Sätteln auf schmalen Brüsten sind nur albern und geschmacklos. Luciano reicht als optischer Hinkucker völlig aus. Es sollen noch genügend Plakate auf dem Dachboden oder im Rumpelkeller des DVR rumliegen.  

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Kommentare: 3
  • #1

    Ananova (Mittwoch, 07 April 2010 20:20)

    wo kann man das Bild sehen?
    Sie meinen doch nicht dieses hier?
    http://werningcattle.com/

  • #2

    Rumpelkeller (Mittwoch, 07 April 2010 23:45)

    sowas hätte man der Supernova gar nicht zugetraut

  • #3

    Overdose (Donnerstag, 08 April 2010 21:24)

    Schön, nach 8 Monaten hat es der "GROSSE DI" gemerkt, dass dieses Plakat existiert. WOW. Aber mit Frauen im Rennsport hatte man ja bis heute immer so seine Probleme.