Bahrenfeld

Heute war große Neueröffnungsfete in Bahrenfeld. Die ganze Bahn hat von der Renovierung profitiert; das Geläuf und die Baulichkeiten. Nur die Fassade strahlt immer noch den Charme des Plattenbaus mit Patina aus. Drinnen ist es hellgrün mit Sandfarbe, Bohlen im Restaurant, schlichte aber ordentliche Bestuhlung, und als Zentrum der Anlage zwei Vitrinen, in denen reichlich Siegerpokale und Trophäen des großen Johannes Frömming ausgestellt werden, sämtlich Leihgaben aus Besitzerbeständen. Dazwischen eine Schautafel mit einigen Daten und Fakten seiner Vita. Das ganze Ensemble in der Tribüne nennt sich Johannes Frömming Club, und in diesem speziellen Fall stimmt die Inanspruchnahme und auch die Größe des Namensgebers ohne Anmaßung und Übertreibung. Delmonica Hanover!

 

Die ganze Chose ist eine Initiative des Hauses Winrace, und damit der Gesellschafter, dem Haus Herz sen. und jun.. Drei Dinge kommen in diesem Glücksfall für den Trabrennsport zusammen: Wirtschaftliche Potenz, unternehmerische Aktivität, Enthudsiasmus für den Trabrennsport. Der Senat hatte einen Staatsrath geschickt, der eine maßvoll staatstragende Rede hielt, und die Bemühungen seiner Behörde in Sachen Doppelrennbahn kontrastierend zum Tagesanlaß löblich beteuerte. Wahrscheinlich waren auch Repräsentanten des HRC geladen, aber außer gefühlten 4 Mitgliedern war niemand zu erspähen. Die 4 bestanden aus dem Präsidenten der Traber, Herrn Peter Heitmann, der auch im HRC Mitglied ist, dem berühmten Doppelzüchter aus Rissen, der insofern beidhändig zuständig ist, einem jungen und aufstrebendem Dienstleister beider Fakultäten und dem Berichterstatter, der als einziger der 4 keine Ahnung vom Trabsport hat. Man fragt sich, wozu der HRC solche absenten Vorstände braucht, aber Herr Wahler war wahrscheinlich ganz hingerissen, als Herr Ostermann so unvergleichlich schnöselig und unverschämt über die Traber herzog. Das war in Bremen, auf dieser auch ansonsten denkwürdigen Veranstaltung der Jubelperser. Solche Taktschläge wirken offenbar inspirierend nach. Von der Doppelrennbahn hört man aus dem HRC nichts, ebenfalls nichts zur Frage der Finanzierung der hochfliegenden Meetingspläne, die Herr Mattiessen als Jahrhundertwerk prognostiziert.  

 

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Kommentare: 6
  • #1

    veltheim (Montag, 05 April 2010 18:42)

    jubelperser...köstlich

  • #2

    Vienna (Montag, 05 April 2010 22:54)

    In dem Winter, als Delmonica Hanover den Prix d'Amerique, wohnte ich in München. So ziemlich jeden Tag besuchte ich einen Wienerwald und aß dort eine Schweinskopfsülze mit Röstkartoffeln oder einen Brotzeitteller. Die Schweinskopfsülze kostete damals 2,80 Mark.

  • #3

    Vienna (Montag, 05 April 2010 22:56)

    als Delmonica Hanover den Prix d'Amerique gewann

  • #4

    veltheim (Montag, 05 April 2010 23:13)

    das waren noch zeiten ,leopoldstraße rauf und
    runter,dazu noch einen blick in die occamstraße
    geworfen.....

  • #5

    Vienna (Mittwoch, 07 April 2010 17:41)

    Die Franzosen kriegen das ö nicht so hin. Stakkato hatten sie Fromming, Fromming applaudiert, als Delmonica Hanover den Prix d'Amerique gewann. Und wenn dann Hans Frömming bei der Siegerparade auf unnachahmliche Art mit seinem Fahrerhelm in der rechten Hand in die Zuschauermassen grüßte, dann gabs überhaupt kein halten mehr, dann waren die Franzosen völlig aus dem Häuschen.

  • #6

    di (Mittwoch, 07 April 2010 17:56)

    schweinskopfsülze ist ein hervorragendes kaltes essen, erfrischend und leicht bekömmlich. im sommer. im winter kann man gut bratzmänner dazu machen und eine eine essiggurke fächrig aufschneiden und daneben tun. und remoulade. das ist dann schon ein assortiertes gesamtessen. die hühner im wienerwald profitierten geschmacklich sehr von der drehmethode, weil so das fett des huhns sich immer wieder aufs neu über das huhn hermacht. das trinken dazu ist allerdings nicht so einfach, wenn man kein bier nicht so recht mag. als wein vielleicht sylvaner oder grauburgunder. riesling geht nicht, wegen der säure.