Debatte

Sehr geehrter Herr Rumstich,

 

Sie beklagen sich darüber, daß andere sich aus Ihrer Sicht zu Pressesprechern von Infront machen, und daß eine Debatte über diese Vermutung und die Aktivitäten von Infront abgewürgt würden. Ich bin ja nur am Rande betroffen, aber ich denke, Sie sind da auf dem Holzweg, was die Absichten von Infront angeht. Und zwar deshalb, weil die bis jetzt nicht weiter bekannt sind, außer daß man öffentlich verkündet hat, den Rennbetrieb in Iffezheim via Pacht der Bahn zukünftig ausrichten zu wollen. Daran kann ich nichts Verwerfliches erkennen, und mehr ist im Moment nicht bekannt. Das betrifft auch das Schicksal der Trainingsanlage.

 

Was man so in öffentlichen Foren zu diesem Thema liest, macht eher keine Freude, weil wie oft Vermutungen als Tatsachen verkauft werden, und selbst simple Sachverhalte, die den Rennsport erstmal aus der örtlichen Krise führen könnten, als Tendenz einiger weniger zur Ausbeutung gedeutet werden. Es werden immer wieder Familiengenerationen gegeneinander auseinander dividiert, es werden simple Wahrheiten der Profitabilität geleugnet, es wird also im Ergebnis Stimmung gemacht, ohne daß es dafür im Moment irgendeinen Grund gibt. Das schadet so einer Sache. Der Witz ist, daß auch jemand wie Sie Geld verdienen möchte, und das durchaus deutlich zum Ausdruck bringt. Das ist völlig in Ordnung, aber das dürfen dann alle anderen auch. Wo ein Finger nach vorne zeigt, zeigen drei zurück.

 

Ich denke, Sie sollten diese privaten Aspirationen aus der Debatte nicht nur ausdrücklich, sondern auch unterschwellig heraus halten.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

di

 

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Kommentare: 11
  • #1

    Rumstich (Dienstag, 30 März 2010 15:18)

    Sehr geehrter Herr Schmelz,

    es ist wohl war, daß Vermutungen und Spekulationen wild ins Kraut schießen, wo es keine Informationen gibt. Es wäre deswegen sehr einfach, wenn Infront einfach mal die Plan-Eckpunkte für die Rennbahn Iffezheim offen auf den Tisch legen würde. Dann bräuchte man sich nicht mit Vermutungen und Spekulationen die Köpfe heiß zu reden, sondern hätte Fakten, über die man diskutieren könnte.

    Der Ball liegt bei Infront, aber dort will ihn wohl keiner spielen. Und damit könnte man alle Vermutungen, die Sie teilweise sehr treffend formulieren, aus der Welt räumen. Warum geht man denn nicht diesen Schritt?

    Mit freundlichen Grüßen
    Norbert Rumstich

  • #2

    j.w. (Dienstag, 30 März 2010 19:25)

    anscheinend lesen die gemeinderäte von iffeze mittlerweile auch im forum und wissen langsam worum es gehen kann. üblicherweise nicken die doch nur ab, was der bürgermeister oder die bezirksregierung vorlegen ...

  • #3

    di (Dienstag, 30 März 2010 20:09)

    aber herr rumstich, warum sollte infront seine pläne öffentlich machen, bevor der vertrag unterzeichnet ist? machen sie ihre geschäftspläne (denn darum handelt es sich) auch öffentlich, oder gar ihre vertraglichen beziehungen? das ist doch humbug. seien sie froh, daß endlich mal sowas wie professionalität ans ruder kommt. die amateure vor ort haben den zustand zum guten teil angerichtet. und was die gemeinderäte anlangt,herr weller, die müssen wissen, was ihnen die sache wert ist. niemand wird gezwungen. jeder gemeinderath ein parkplatzwächter, jeder dorfdeputierte ein bratwurstbräter.

  • #4

    MimiMouse (Dienstag, 30 März 2010 20:33)

    Sehr geehrter Herr X, sehr geehrter Herr Y, immer öfter werde ich mit: Guten Morgen, Herr MimiMouse bzw. Guten Tag, Herr MimiMouse angeschrieben, das: sehr geehrte Herr oder sehr verehrte Frau, ist deutlich auf dem Rückzug.

  • #5

    Rumstich (Dienstag, 30 März 2010 23:06)

    Es ist die Frage, ob eine interessierte Öffentlichkeit mit den Plänen überzeugen will. Was spricht dagegen, die Vorstellungen im groben Rahmen öffentlich vorzustellen. Es geht dabei ja nicht um Kosten- und Erlösplanungen sondern wie die Zukunft der Anlage denn grundsätzlich aussieht.

    Aufgrund allgemeiner Erfahrungen, der in den letzten Jahren im Sport gemacht wurde, läßt langes Schweigen einfach nichts Gutes erwarten.

    NR

  • #6

    VolkerLinde (Mittwoch, 31 März 2010 10:29)

    Sie irren, Herr Schmelz, wenn Sie meinen, dass Sie und vielleicht auch Andere "nur am Rande betroffen sind" von den Plänen rund um Baden Baden.
    Baden Baden ist immer noch das Herzstück des Galopprennsports in Deutschland.
    Betroffen sind nicht nur die Gläubiger und der Internationale Club, viel mehr - weil auch zukünftig - Betroffene sind die ansässigen Trainer, die Besitzer, alle anderen Trainer, die auch disponieren müssen und wollen, die Besucher , die Wetter.
    Nicht zuletzt die Züchter, die auf die bislang funktionierende Symbiose von Racing und Sales, also auch auf die BBAG bauten.

    Etwas mehr Information einzufordern ist also nur demokratisch. Und an Beiden: der Demokratie und der Information hapert es nach wie vor in unserem Sport.

  • #7

    di (Mittwoch, 31 März 2010 11:58)

    hier werden privatwirtschaftliche verträge zwischen diversen beteiligten ausgehandelt, wobei es sich bei mehreren um öffentlich-rechtliche akteure handelt. wenn überhaupt jemand zur rechenschaft verpflichtet ist, dann diese. keine ag oder gmbh oder preivatmann, der auf der anderen seite steht, ist der öffentlichkeit derzeit zu mehr verpflichtet, als freiwillig gesagt wurde. daran ändert unser aller interesse nichts. und dieses interesse rechtfertigt auch keine pauschalbeurteilung ausbeuter etc.. völliger schwachsinn. diese basis sollte aufpassen, welche dinge da in ihrem fahrwasser ausposaunt werden.

  • #8

    j.w. (Mittwoch, 31 März 2010 14:48)

    so ein frontenwechsel ändert natürlich zwischenzeitlich schon mal die eigene stimmung. aber es gibt ja das vergessen und verzeihen. auch nach ostern ...

  • #9

    veltheim (Mittwoch, 31 März 2010 22:18)

    nun lassen 'se mal den blücher das machen ,
    schließlich arbeitet er sich für den galopprennsport auf ,indem er bürgermeister ,ohne
    rücksicht auf eigene verluste,zu rückrufen
    zwingt ,daß soll ihm erst mal einer nach machen!
    wenn der so weiter macht,kommt er noch auf die
    schwarze Bgm liste !

  • #10

    Overdose (Freitag, 02 April 2010 21:08)

    aber herr rumstich, warum sollte infront seine pläne öffentlich machen, bevor der vertrag unterzeichnet ist? machen sie ihre geschäftspläne (denn darum handelt es sich) auch öffentlich, oder gar ihre vertraglichen beziehungen? das ist doch humbug. seien sie froh, daß endlich mal sowas wie professionalität ans ruder kommt. die amateure vor ort haben den zustand zum guten teil angerichtet. und was die gemeinderäte anlangt,herr weller, die müssen wissen, was ihnen die sache wert ist. niemand wird gezwungen. jeder gemeinderath ein parkplatzwächter, jeder dorfdeputierte ein bratwurstbräter.

    Wer Kritik übt, muss auch mal sagen:
    Das war mal 1A gesehen.

  • #11

    Overdose (Donnerstag, 08 April 2010 21:25)

    Obwohl: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.