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Leere Sattelboxen
Leere Sattelboxen

Das Elend gähnt und ist leer mit Sand davor. Sattelboxen in Düsseldorf als Stillleben, minutenlang eingefangen in grobkörnigen gedeckten Farben des Waldes. Stille, möglicherweise unterbrochen von der Fahrer des blauen DKW mit dem amtlichen Kennzeichen uswusf. So geht das nun in das x-te Jahr der Fernsehbilder Übertragung daheim in die Wohnstuben. Diese Bilder bilden die Marke German Racing ab. Keine Regie erbarmt sich und regelt den Ablauf des Ungeschehens, kein Plan entfaltet sich als Ausdruck einer wieder erkennbaren Veranstaltung, weil es keinen Plan gibt, weil niemand in der Lage ist, dem Kameramann einen Plan der Motive zu geben, die er abfilmen möge.

 

Der Weg der Pferde zwischen Führring und Aufgalopp führt durch ein unsichtbares Nirvana, durch eine Terra Incognita als eingefrorenes Stummfilmbild. Mal ist es ein Parkplatz, mal eine Wurstbude, die das stille Glück in einem versehentlichen Schwenk stören. Mehr nicht. Dann räuspert sich manchmal krächzend ein Tondarsteller, es mag Herr Krischpin sein, der aufgeregt eine Reportage der Start Präliminarien herbetet, als fast Beschwörung, nun möge es doch endlich mal losgehen. Es geht aber auf Deutschen Rennbahnen nicht los, nein, denn irgendwas Geheimnisvolles kommt todsicher dazwischen. Ein loser Schnürsenkel des Starters reicht im Zweifel aus, um das Geschehen anzuhalten.

 

Dem German Racing fehlt es an allen Ecken und Enden. Am Anfang steht und fehlt ein Protokoll, welches die Veranstaltung landesweit und einheitlich bestimmt. Das fehlt als erstes. Ein Plan, wie Renntage abzuhalten sind. Dazu Pläne, wie man dieses Protokoll auf der Bahn und im Fernseh jeweils umsetzt. Es fehlt nicht an Vertriebspartnern, sondern an einem Produkt, welches die Konsumenten verstehen und wieder erkennen. Leere Sattelboxen sind kein Produkt, sondern eine visuelle Zumutung.

 

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Kommentare: 6
  • #1

    veltheim (Sonntag, 28 März 2010 19:21)

    die boxen werden wohl noch leerer werden,
    wenn die belgier und holländer sich nicht
    erbarmen würden und den deutschen galopprenn-
    sport mit startern über die runden helfen.....

  • #2

    Palastpage (Montag, 29 März 2010 10:50)

    Da Elend hat einen Namen: Kölle und da hat et janz viele Jesichter... Abba kriechen Se mal einen von denen vor de Kamera, dat der dat mal erklären soll, dat kann de jar nicht, weil da dochens niemand nix von de Sache versteht.

  • #3

    j.w. (Montag, 29 März 2010 15:17)

    und um gottes willen ja nicht alles vereinheitlichen,oder noch schlimmer, verkölnern. im süden schaffen wir das garantiert auch ohne diese kameradschaft ...

  • #4

    di (Montag, 29 März 2010 17:03)

    bei ihnen kann der moderatorenplatz mit weißblauen rauten ausgeschmückt sein, in hannover mit springenden pferden, ihr man mag bajuwarisch reden, der andere hannöversch. aber der ablauf muß zeitlich derselbe sein. es müssen interviews mit den aktiven rein, es müssen einspieler mit formen/rennen der pferde rein. die leute müssen unterhalten werden. wenn man von neuen leuten wettgeld haben will. wenn nicht, dann ist scheißegal.

  • #5

    j.w. (Montag, 29 März 2010 21:20)

    v. schubert heißt das henkel(sprach)rohr. haben die keinen mehr, der einen job sucht ?

  • #6

    veltheim (Mittwoch, 31 März 2010 21:48)

    die leute einfach nur locken.....mit speck fängt
    man mäuse.....dieses sollte man aber nicht den impressarios übertragen!