Beratung und Kosten

 

Nunmehr werden einige Details der GmbH&Co KG bekannt, u.A. auch der lapidare Hinweis auf € 360.000 vertragsgemäße Beteiligung für anteilige Anwalts- und Beratungskosten. So steht es in Vollblut. Das macht bei € 3.700.000 Gesellschaftsanteil knapp 10% der Beteiligung aus. Das ist eine üppige Vergütung. Der Prospekt beschreibt dies auf Seite 64 wie folgt:

 

 „Für diese Tätigkeiten erhält der Anbieter vom Emittenten für den Fall, daß € 15 Millionen Kommanditkapital eingeworben werden, eine Vergütung in Höhe von € 517.000,00, die zum Ende der Zeichnungsfrist fällig ist. Bei einem geringeren Platzierungserfolg reduziert sich die Vergütung, jedoch nicht linear.“

 

Aus prospektieren 3% werden also knapp 10%, für 4 Millionen Kapital 360.000 Kosten. In dem Zusammenhang werden also 3,7 Millionen Beteiligung erwähnt, zu denen diese 360.000 gehören, so daß also 3,34 Millionen bei der Wettbetriebs GmbH verbleiben. Damit kann dieser Anteil bei Racebets um und bei 3 Millionen gekostet haben, denn es muß ja auch ein Rest an Liquidität für die anderen Aktivitäten der Wett GmbH übrig bleiben. Wenn der 40% Anteil sagen wir mal 3 Millionen kostet, dann wird Racebets mit 7,5 Millionen bewertet. Ein  stolzer Preis.

 

Auch sonst gibt sich dieser Jubelartikel, der wohl eine erste Zusammenarbeit der Herren Lafrentz und Scheid darstellt, betont optimistisch und aufgeräumt. Und als verdrehte Wahrheit, insofern die Verlängerung der Zeichnungsfrist als Konsequenz guter Arbeit gewertet wird, und nicht als Ausdruck eines mageren Ergebnis. Und auch die verkündete „Kontrolle über die wichtigste Wettplattform im Lande“ stellt sowohl in zeitlicher als auch in materieller Hinsicht einen grotesken Euphemismus dar. Das ist alles Zukunftsmusik mit Wunschdenken, aber diese Attitüde gibt seit Jahren den Takt in Köln vor. Visionen. Solange diese naßforsche Tonart und die ihr zugrunde liegende Denke vorherrscht, solange wird sich an der strukturellen Misere des Galopprennsports nichts ändern.

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Kommentare: 1
  • #1

    Palastpage (Mittwoch, 24 März 2010 00:41)

    Mit Beratungskosten von den Rechtsverdrehern war man ja immer janz großzügich in Kölle. Jetzt jibbet endlich mal ne Zahl, wat fürne Fortschrit. Früher, da hamse dat immer als Vertraulich abjetan, da durfte nix jefragt werden, weil da war janz jeheim.
    So wird dat Jeld dann verprasst un de Spochrt jeht widda leer us.