Mehr oder Weniger

Es findet nun also im April diese Kommanditistenversammlung statt, von der bereits weiter unten die Rede ging. Dabei wird hoffentlich das nunmehr geplante Geschäftsmodell mit Zahlen vorgestellt, und zwar auch auf der Ebene der Wett GmbH, also eine Stufe hinter der Beteiligungs GmbH. Konkret, wie viel kostet der Racebets Spaß.

 

Eines ist schon jetzt klar, nämlich die kartellrechtliche Beurteilung, die sich bisher laut Prospekt um den so genannten Eigenvertrieb drehte. Danach kann der Monopolist durchaus seine eigene Vertriebsschiene besser stellen und bedienen als die Wettbewerber. Darin lag ein Sinn der ganzen Aktion, und so hätte zumindest ab 2012, also mit Ablauf der bestehenden Verträge, eine dramatische Diskriminierung der Buchmacher ins Werk gesetzt werden können. Allein, aus einem Eigenvertrieb ist nunmehr eine Minderheitsbeteiligung an einem Wettbewerber geworden, so daß von Eigenvertrieb nicht mehr die Rede sein kann. Denn wenn man Racebets mit besseren Konditionen beliefere, dann nicht nur den Minderheitsgesellschafter, sondern in Mehrheit logischerweise den Mehrheitsgesellschafter. Damit ändert sich die Geschäftsgrundlage auch im Hinblick auf die wettbewerbsrechtliche Beurteilung.

 

Daß diese Politik auch den prospektierten Modellen im Innenverhältnis zu den Kommanditisten widerspricht, ist bereits an anderer Stelle dargelegt worden, und ergibt sich aus der gleichen Quelle. Wie immer sich diese Beteiligung darstellt, eines wird nötig bleiben, nämlich Ressourcen für das allgemeine Marketing und die Administration einer einheitlichen Rennserie. Insofern reichen die um und bei 4 Millionen nicht aus, da muß deutliche mehr her.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0