AGB

„2. Übertragung des Vertrags- und Kundenverhältnisses

JAXX behält sich vor, das Vertragsverhältnis als Ganzes oder einzelne Dienstleistungen

auf die JAXX UK Limited, Seventh Floor 90 High Holborn London WC1V 6XX, zu

übertragen. Sie erklären sich damit einverstanden, dass JAXX zu diesem Zweck Ihre

Daten an die JAXX UK Limited, London weitergibt.“

 

 

Das ist eine sehr interessante Klausel, die das Haus Jaxx in seinen AGB am Ende platziert hat. Zum Verständnis, es handelt sich laut Herrn Frank Henschker um einen fortgesetzten Fall der böswilligen Schlechtbehandlung des Internet Portals „Turfnachrichten“ durch das Karlsruher Regierungspräsidium. Das hat nämlich Turfnachrichten die Werbung für Jaxx.de verboten. Weil die angeblich verbotene Glückspiele anbieten. Es geht also im Kern darum, daß Turfnachrichten nicht schlechter als z.B. das DVR behandelt werden möchte, weil die in der Tat weiter für Jaxx.de werben. Offenbar, weil es keiner verboten hat.

 

Nun gibt es aber leider keinen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht, nach dem Motto: Wenn der was Verbotenes macht, möchte ich das auch. Die Frage bleibt also, macht Jaxx GmbH was Verbotenes? Zumindest haben sie eine Generalklausel, nämlich die oben zitierte, die quasi beliebig den Vertragspartner des Spielers in das Belieben von Jaxx GmbH stellt, so daß man sagen muß, es handelt sich nicht nur um ein Angebot der Jaxx GmbH, sondern gleichzeitig auch um eins der Jaxx UK Ltd. Und die wiederum bietet im Internet unter Jaxx.com  auch Dinge an, die in Deutschland per Staatsvertrag nicht angeboten werden dürfen. Natürlich in Deutsch, wegen der besseren Lesbarkeit, und identischer Optik.

 

Aus Sicht des Galopprennsports, die hier radikal und subjektiv vertreten wird, ist der Jaxx Konzern ein lästiger Wettbewerber des Totalisators, den man bekämpfen muß, insoweit nicht nur vermittelt wird, sondern auch gehalten. Inwieweit das DVR gut beraten ist, für diesen Wettbewerber zu werben, mag dahin gestellt sein. Ich täte es nicht, wenn ich dadurch per Saldo Umsätze für den Totalisator generieren könnte. Ob Turfnachrichten werben darf oder soll, ist für den Galopprennsport nicht weiter interessant, und bemisst sich aus Sicht des Sports ebenfalls nur nach dieser Elle – per Saldo Schaden oder Nutzen.

 

Herr Henschker meint dann im Übrigen, daß durch dieses Werbeverbot bei Turfnachrichten der Wettbewerber Racebets bevorteilt würde. Nun ja, daß mag im Einzelblick auf Pferdewetten der Fall sein, aber es ist bis jetzt nicht bekannt, daß Racebets ähnliche Aktivitäten wie Jaxx UK im allgemeinen Glückspielmarkt entfaltet. Aus Sicht des Rennsports sind erstmal alle die Wettbewerber des Totalisators, die nicht nur vermitteln, sondern auch ins eigene Buch nehmen. Am Ende zählt dann wieder nur der Saldo für den Rennsport: macht die Beteiligung an Racebets per Saldo Sinn, dann sollen die ruhig bevorteilt werden. Wenn nicht, sollten alle bekämpft werden.

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