0:9

Das war ein Wochenende mit o:9 Punkten; St.Pauli, 96 und der HaEsVau. Alle drei Spiele in der Loge von J.J. in München erlebt, was das ganze kulinarisch mehr als erträglich machte, aber spochtlich doch sehr sehr enttäuschend. Der HaEsVau hat sich in der zweiten Halbzeit ohne Not zurückgezogen, Pauli hat offenbar Angst vor dem Aufstieg, und die Roten schreiben gerade eine besondere Geschichte im Profifußball. Der Vorabend gesalbt mit 45`Mouton und 55`Haut Brion aus dem Keller des nämlichen Gastgebers, der damit bewies, daß auch Fußballer nach der Karriere was Vernünftiges anfangen können. Große Münchener Gastfreundschaft und milde 12 Grad.

 

Währenddessen auf dem Schreibtisch zu Hause eine Monographie aus den Häusern HVT und Winrace zum Thema Pferderennsport und Wetten. Nichts wirklich Neues außer deprimierenden Zahlen,  aber ein Beweis, daß der Schulterschluß der Traber mit diesem Vermarkter funktioniert. Zumindest wissen die, wo der Hase legal hinläuft, und die undichten Stellen sowie die Quellen, aus denen sich das gesamte Gebilde Rennsport finanziell speist, werden korrekt und expressis verbis benannt. Beim DVR und seinen Satelliten ist man sich bis heute nicht so sicher, ob die legale Matrix, die den Sport bestimmt, wirklich verstanden wird. Diese Frage stellt sich natürlich auch im Zusammenhang mit dieser kolportierten Beteiligung an Racebets, deren wirtschaftlicher Sinn nur sehr schwer zu ergründen bzw. zu enträtseln ist. Was frommt dem Sport, was frommt den Gesellschaftern, das sind a priori zwei Seiten einer Medaille, die sich durchaus Konkurrenz machen. Da hilft das Mantra, man wolle endlich auf Augenhöhe mit dem Wettbewerb stehen, erstmal nicht weiter. Entscheidend werden die Zahlen sein, also zuerst der Preis der Beteiligung. Diese Zahlen kennt man nicht. Dann wird das Gerangele um die Politik des Hauses losgehen, also wer bestimmt, was gemacht wird. Auch das sieht erstmal nicht so recht ermutigend aus, denn die Herren werden sich ganz sicher nicht so richtig in die Karten kucken lassen. Zum guten Beschluß macht man sich mit dieser Beteiligung natürlich auch befangen, was grundsätzliche Bekämpfung der Außerlandesschaffung der Gelder anbelangt. D.h. Initiativen zur Novellierung von Besteuerung dieser oder ähnlicher Tätigkeiten, auch Quellensteuer genannt. Und das Urheberrecht, das benötigt auch ganz dringend eine Novellierung, damit man dann 2012 endlich die Preise aufrufen kann, die den Betrieb auskömmlich alimentieren. Oder die den Wettbewerb rausdrängen.

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    j.w. (Mittwoch, 03 März 2010 12:21)

    der sinn ist allein, das sich der herr v. s. auf kosten des hauses die bilderrechte gesichert hat. ohne gage. oder will der rennsport für seine eigenen bilder jetzt auch noch selber bezahlen? zuzutrauen wäre es denen allemal ...

  • #2

    tiedecottage (Mittwoch, 03 März 2010 13:38)

    und attheraces überweist den rennbahnen in uk mehr geld für die übertragungen.