Feiner Ritt

Wie verschieden doch Rennen gesehen werden – feiner Ritt, schreibt der eine, schön  eingeklemmt der nächste, ein Fachmann aus Bayern. Ich tendiere zum feinen Ritt. Aus der Außenbox ohne großes Geraschelle an die zweite Position an die Rails, das Pferd gut in der Hand auf kurzem Weg. Das ist erstmal die von jedem Trainer ersehnte Position hinter der Pace, ohne Pullen und Murren. Da der Pilot einen ordentlichen Galopp ging, konnte man da sehr schön hinter bleiben. Dann kam einer außen, Soumillion, der deckte den Weg nach vorne zu. Das ist so, weil diese Spur frei und nicht verboten ist. Dafür ging der zweite Spur, und der vordere ging in der Geraden weiter, so daß eigentlich nichts falsch war denn: die anderen sind auch schnell. Quijano konnte immer weiter an den Rails galoppieren, hatte zum Schluß freie Bahn, und wurde reell geschlagen guter Dritter. Wenn Starke ihn eingangs weiter nach außen genommen hätte, wäre der Weg weiter gewesen und der Schwung und Rhythmus perdu. Das wird oft übersehen bei Kritiken an Rennreitern, daß nämlich das Momentum der Pferde nicht gern gestört wird, also abruptes Rausnehmen oder heftiges Anfassen. Das führt oft zu gegenteiligem Erfolg. Insofern sieht das für mich wie ein feiner Ritt aus, wo zwei Pferde am Ende schneller waren, und der Reiter Andrasch Starke das Beste rausgeholt hat.

 

 http://www.dubairacingclub.com/popups/video.php?id=953e1b68&width=704&height=576

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Kommentare: 4
  • #1

    tiedcottage (Dienstag, 16 Februar 2010 11:27)

    so dachte ich das auch.

  • #2

    j.w. (Dienstag, 16 Februar 2010 23:45)

    wenn sie als zweiter hinter dem führenden an den rails agieren, müssen sie sobald durch einen dritten die äußere spur gesperrt ist das tempo des führenden "mitgehen" ohne reagieren zu können. auch wenn der in der geraden eine verschnaufpause braucht. andere, frei agierende mitbewerben haben dann freies feld um wie geschehen, die vorderen zu überrollen. kurz vor dem ziel kann dann sogar der weg noch "frei" werden, der schwung fehlt halt. aber man kann es auch anders sehen. die wirkliche jockeycreme legt sich nicht freiwillig feseln an. denk ich halt mal ...

  • #3

    di (Mittwoch, 17 Februar 2010 08:41)

    wie mans macht, macht mans falsch. ich denke, gradmesser ist der hypothetische rennverlauf: hätte er ansonsten, wie auch immer, ne siegchance gehabt?

  • #4

    tiedcottage (Mittwoch, 17 Februar 2010 13:12)

    und ich glaub der starke gehört zur creme, weltweit!