Egal

Der Rennsport lebt von der Idee, daß der bessere gewinnen möge. Gemildert wird das durch ein Handicap System, wonach auch mal der schlechtere dran ist, damit alle irgendwann Spaß haben. Aber der Grundsatz lautet, nur vorne gibt’s Geld. Und so ist das Zuchtziel definiert, und so ist die Hierarchie vertikal und nicht horizontal aufgebaut. Daher gibt es für die schnelleren mehr Geld als für die Langsamen. Das ist ein Axiom des Rennsports seit Jahrhunderten. Nun haben sich zwei Rennvereine was Neues ausgedacht, letztes Jahr Köln, nunmehr Bad Harzburg. Das Kölner Modell ist gescheitert, das aus Bad Harzburg angeblich gut unterwegs: Es werden drei Handicaps II – IV mit jeweils € 22.222 Gesamtdotierung ausgeschrieben. Unabhängig von den jeweiligen Nenngeld Einzelheiten bedeutet dies eine radikale Abkehr vom bisherigen System, wie es oben beschrieben wird, und wie es allgemeine Gültigkeit im Sport hat. Es bedeutet, daß es letztlich egal ist, ob ein Pferd 50 Kilo GAG hat oder 75, denn für beide geht es um den gleichen Topf. Ich bezweifele, daß das eine gute Idee ist.

 

Hubertus Schmelz

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Kommentare: 3
  • #1

    tiedcottage (Donnerstag, 30 April 2009 10:45)

    jetzt wird es zeit den stallleuten funktionärsgehälter zu zahlen - oder umgekehrt

  • #2

    Hans Jürgen Kirsch (Donnerstag, 30 April 2009 14:59)

    Vor allem sollte man sich in den nächsten Wochen die genannten Pferde genauer ansehen. Die Gefahr, dass diese vor Bad Harzburg nur noch hinterhermachen, ist doch gross.

  • #3

    volle pulle (Donnerstag, 30 April 2009 18:42)

    schade,für das geld wäre sogar ein LR drin,
    würde bad harzburg auch gut stehen!