Take it or leave it

Aktuell ist es so, daß Stillstand der Rechtspflege herrscht. Das Pferd Earl of Winds, GAG 80,5, steht seit geraumer Zeit in den Startboxen und scharrt erwartungsfroh mit den Hufen. Allerdings ist es schwer, ein Rennen zu finden, wo er rein paßt. Es gab in Deutschland bisher ein Altersgewichtsrennen in Krefeld, da hat Aspectus gewonnen, der um und bei 95 Kilo kann; dann gab es einen Ausgl. II in Hannover über 2.000 Meter, aufgemacht mit – 16, da hätte er also 64,5 Kilo zum Beginn der Saison geschleppt. Dann gibt es in Düsseldorf am 3. Mai einen Ausgl. II -20, der ist aber nur über 1.400 Meter, und so bleibt am 9. Mai ein Ausgl. II in Hoppegarten, -20 über 1.600 Meter. Das paßt ganz gut. 9.Mai. Alle Reformen am System sind gut gemeint, aber für die Galerie, wenn sich die Startmöglichkeiten nicht verbessern. Es gibt keinerlei Auswahl mehr, sondern Take-it-or leave it, und das macht Training nach alter Art schwer, wenn nicht unmöglich. Zumal gerne noch die Ausschreibungen in letzter Minute geändert werden, Skalen und Distanzen. Für Neulinge im Sport mag das alles noch schwer zu duchschauen sein, aber wer  länger mitmacht, den faßt der Jammer ganz unvermittelt an. Ja, die Saison ist noch lang, und es wird noch viel Wasser die Leine runter fließen, aber das ist ein Zustand, der die Selbstauflösung weiter voran treiben wird. Rennsport ist nur sinnvoll möglich, wenn sich Pferde ihrem Leistungsniveau entsprechend trainieren und einsetzen lassen, und dazu braucht man  Alternativen. Frankreich mag eine sein, aber der Aufwand verwässert den Spaß und die Möglichkeit des eigenen Erlebens gewaltig, denn man möchte dabei sein, wenn’s um die Wurst geht. Also geht’s nach Hoppegarten, immerhin, da kennen wir den Weg gut.

 

Hubertus Schmelz

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Kommentare: 5
  • #1

    Hans Jürgen Kirsch (Freitag, 24 April 2009 14:32)

    Die Anzahl der Pferde über 80 kg ist in Deutschland einfach zu gering. Am 13.4. gab es ein passendes C-Rennen in München, das ist ausgefallen, da nur 3 Pferde als Starter angegeben wurden. Ein Pferd wie Earl of Winds kann in Frankreich locker 50.000 € p.a. gewinnen!

    Ab 1.6. ist er ja wieder in D-Rennen startberechtigt, z.B. München 1.Juni 1600 Meter.

  • #2

    volle pulle (Freitag, 24 April 2009 17:35)

    auf nach frankreich !
    viva la france

  • #3

    bigbangthor (Freitag, 24 April 2009 20:50)

    Wenn Frankreich, dann schreit so ein Pferd nach den Tierce-Handicaps. Die sind passend, und es gibt gutes Geld. Zwar nicht auf den Provinzbahnen, sondern nur in Paris.
    Oder jetzt den Start in Hoppegarten mitnehmen und dann beim Meeting in Vichy zuschlagen.
    Möglichkleiten gibt es genug.

  • #4

    volle pulle (Freitag, 24 April 2009 22:54)

    die verwässerung sehe ich nicht so,
    paris ist immer eine reise wert,für 2/3 pers.geht
    immer was.....einfach mal vorher planen .
    könnte ein joy ride werden.der trainer wird bestimmt mitspielen.

  • #5

    tiedcottage (Samstag, 25 April 2009 06:48)

    an wochentagen herrscht auf den pariser bahnen auch meist gähnende leere. sonntags gibts geld und glory !