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Ach du Schreck, kein The Pamplemousse unter den ersten drei, und dann die Nachricht, gestrichen. Das liest man nicht gern, wenn man das Pferd im Kentucky Derby gewettet hat, und die Geschichte dieser Streichung liest sich auch nicht besonders gut. Es hat offensichtlich eine Sache gegeben, die die örtliche Tierärztin gesehen hat, dann der behandelnde Arzt, und dann hat Dr. Arthur, der Chefvet in Californien, so ungefähr folgendes verlautbart: Es habe da eine warme Stelle gegeben, vorne links, irgendwas mit der Sehne und den Weichteilen, was man aber vor dem Rennen nicht mehr genau diagnostizieren könne, und daher habe Trainer Canani im Zweifel für das Pferd und gegen einen Start entschieden. Und Jockey Solis sen. ergänzte, man wolle nunmehr in die Bluegrass Stakes nach Keneeland gehen. Hoffen wir, das nichts dramatisches ist, obwohl die Planung für den 2. Mai ziemlich im Eimer ist. Damit war die Spannung aus dem Rennen und der Weg frei für Pioneerof The Nile, der wie gewohnt unspektakulär, aber sicher gewonnen hat. Vor dem erwarteten Zweiten Chocolate Candy. Der Sieger ist einfach ein sehr routiniertes und gutes Pferd, der das macht, was zählt – gewinnen.

 

Der andere Favorit hatte es wesentlich schwerer, aber er machte auch wesentlich mehr her. I Want Revenge blieb am Start des Wood Memorials stehen und verlor mehrere Längen, und in der Geraden rannte er hinter einem Wald von Pferden. Aber dann zog ihn Talamo raus, und in einer dünnen Lücke ging er Mitte der Geraden sehr dramatisch von den Gegnern weg. Das war durchaus spektakulär, ein offenbar stark verbessertes Pferd mit viel Wumms und Biß. Den sollte man im Derby nicht auslassen, wie auch Pioneerof The Nile nicht, den Profi unter den Derbypferden. Aber die Daumen werden für The Pamplemousse gedrückt, wen denn sonst.

 

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