Antrieb

"Es fehlte der Antrieb."

 

Wird Herr Wöste in der Welt zitiert, offenbar sein Fazit zu Beginn seiner Regentschaft als Präsident des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen. Sogar ein sechstelliges Honorar für Herrn Engelbert Halm, und ein fünfstelliges für Herrn Borchert, vermochten keinen Antrieb auszulösen. Aber, die Männer an der Spitze des Deutschen Galopprennsports, also die Herren Wöste, Halm, Ostermann, Schubert, Baum und andere haben kein Problem mit der Vergangenheit, sondern schreiten mutig und hoffnungsfroh in die Zukunft. Und mit ihnen die überwältigende Mehrheit der Besitzer, die sich in diesem Sinne teils per Akklamation, teils per Abstimmung geäußert haben. Verfahrene Situation mit den Buchmachern? Egal, dann eben ohne sie. Streit? Wozu denn das, das Leben ist zu kurz zum Streit. Derweil sämtliche Publikationen, die sich außerhalb des Sports mit dessen Situation befassen, einen Trauermarsch blasen, und die so genannte Strukturreform als das bezeichnen, was sie ist, nämlich gescheitert, und auch ansonsten unisono und sehr richtig feststellen, daß der Rennsport so gut wie mausetot ist. Nur die dramatis personae stellen sich einen Persilschein nach dem anderen aus, alles richtig gemacht, wenn nur diese blöde Wirtschaftskrise nicht wäre, und der unnütze Streit zweier Super Partner. Man hat selten eine derartige Diskrepanz zwischen Binnenwahrnehmung und Außenwahrnehmung erlebt, eine fast völlige Paralyse des Denk- und Urteilsvermögens der Mandatsträger des Sports und seines Fußvolks. Es fällt als zwischenzeitliche Erholung jetzt nur das folgende ein:

 

  http://www.youtube.com/watch?v=uF2djJcPO2A

 

Virales Marketing paßt sehr gut zu Herrn Engelbert Halm, und auch zu dieser Simultan Personalie Frau Albrecht, die seinerzeit so ausgesprochen geräuschlos wieder entfernt wurde. Aber der Geist, der beide ins Boot holte, regiert ungebrochen weiter. Zumindest wird nun endlich begriffen, daß sich der Rennsport erstmal selber helfen muß. Die Frage ist nur, wie? Wie formuliert man eine Geschäfts- und Anlagestrategie, an deren Ende ein Return on Investment stehen muß? Wo soll der herkommen, wie soll das gehen? Es wird natürlich nicht gehen, denn wenn man jetzt sagen wir mal drei Mark investiert, um eine zurück zu bekommen, dann würde selbst eine Verdoppelung der Erlöse nur zu einer Verringerung des Verlustes führen, nicht jedoch zu einem Gewinn. Man wird versuchen, alle möglichen Abschöpfungen abseits des Totalisators in diese Gesellschaft zu leiten, dazu Vermittlung in den Toto. Aber wo stehen die zukünftigen, externen Gelder bereit, die schon heute nicht hinten und vorne reichen? Werbung, Sponsorship? Wer macht das heute über das Maß hinaus, welches zur Zeit herrscht? Es sieht eher danach aus, als wenn das weniger wird. Und wer soll das dann verantworten und machen? Wenn man die Entscheidung der Besitzer und Herrn Wöstes zu Herrn Halm betrachtet, dann Herr Halm. Gott steh uns bei, denn das hieße, dem schlechten Geld noch gutes hinterher zu werfen. Eine abstruse Idee, die aber ganz folgerichtig als Fortsetzung der Personalpolitik umgesetzt werden müsste. Wer würde bei einer solchen Konstellation Freunden und Verwandten raten, in diesen Fond zu investieren?

 

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Kommentare: 1
  • #1

    volle pulle (Sonntag, 29 März 2009 14:45)

    bin mir nicht sicher,ob diese hochglanzbroschüre
    jemals erscheinen wird !