Investitionen

Es sollten mal 30 Millionen werden, die Investoren als Eigenkapital bringen sollten. Das wären angeblich 49% vom Buchwert des Rennsports, Abteilung Galopp, gewesen. Lassen wir mal den steuerlichen Aspekt der Aktivierung beiseite. Mit dem Geld sollten vor allem überregionale Vertriebslokale zusammen mit Gala Coral aufgebaut werden. Gala Coral sollte daneben auch den Betrieb übernehmen.

 

Nun ist Gala Coral zumindest bisher ein Investment schuldig geblieben, und insofern wird nun eine  interne Rennsport Lösung favorisiert. Allerdings scheint die Idee mit den Shops und diesem Betreiber nach wie vor aktuell zu sein. Macht das Sinn? Ist es überhaupt realistisch und notwendig, 30 Millionen einzuwerben, oder 20, oder 10? Macht es Sinn, solche Shops bundesweit aufzumachen, in der vagen Hoffnung, da könne man später, wenn denn die Sportwette vielleicht dermaleinst legalisiert wird, klotzig mitverdienen? 

 

Zunächst erscheint jede Verbindung mit Gala Coral höchst dubios; die Zahlen lügen nicht, und der Charakter der hinter Gala Coral stehenden drei Gesellschafter mahnt ebenfalls zu äußerster Vorsicht. Natürlich ist da jeden Tag enormer cash-flow, aber das ganze Gebilde steht auf völlig tönernen Füßen, und kann jederzeit zusammen brechen. Da wird dann ganz bestimmt keine Rücksicht auf Partner in Deutschland genommen, da geht es dann rund und grob zu. Des Weiteren ist fraglich, ob ein High Street Modell von Wettshops von GB auf Deutschland übertragbar ist, ob also die Expertise von Gala Coral überhaupt ausreicht, bei uns Erfolg zu generieren. Diese Shops müssen betrieben werden, von Personal, und wo soll das herkommen? Aus London? Von Racebets.com, oder Simon Springer, oder Herrn Albers?

 

Sinn macht die Internetpräsenz, wenn’s sein muß mit Buchmacherlizenz, wodurch German Tote wegen PMU ausscheidet, aber Quersubventionen intellektueller und logistischer Art möglich bleiben. Auch kann man gegenüber dem Wettbewerb durchaus stark sein, denn das Argument, die Traber stünden auf juristisch unsicherem Grund, trägt nur insoweit, als alles a la longue fraglich ist. Im Moment ist es so, daß Winrace eine erstklassige Position vis-a-vis den Buchmachern hat, und da könnte man sich durchaus dranhängen. Wer ausschließlich in den Toto vermittelt darf mitmachen, wer nicht, bleibt in der dunklen Stube. Dazu sollte nun endlich das mehrmals angekündigte staatliche Lotto Geschäft als Vertrieb und Sachinvestor kommen. Dann wäre ein realistischer und pragmatischer Anfang gemacht.

 

Das ganze kostet deutlich weniger ohne diese Shops, und erscheint auch als Beteiligungsmodell realistisch. GmbH & Co KG.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    G1 (Freitag, 06 März 2009 22:46)

    wie nannte herr linde,daß unwort des
    jahres noch?...........