Sa
02
Jul
2011
Nicht nur sportlich überzeugt das Programm in Hamburg, sondern auch künstlerisch und sozial. Es gibt nette Arrangements, z.B. heute abend das berühmte Derby Dinner im Hotel Atlantic, welches aber nur an der Alster steht. Unter Kandelabern und im schattigen Innenhof mit plätscherndem Wasserspiel schwitzen die Geladenen in Smoking und kleinem Langen. Es gibt Abendbrot serviert, spendiert vom HRC für die Beteiligten des morgigen Derbys. Dazu hält der Sieger (Besitzer, nicht Pferd) des letzten Derbys die deutsche Ausgabe der Gimcrack Rede. Heute möglicherweise der Ruler, oder sonst ein schicker Scheich.
Unter der Woche gab es bereits das große Auslosen der Startboxen mit Lunch, also Mittagessen, in der Spielbank. Auch da waren die Gäste geladen. Leider wurde im berühmten Vorfeld dieser Veranstaltungen etwas unklar agiert, so daß einige Beteiligte erst gestern erfuhren, daß ihre Anwesenheit erwünscht sei. Starterangabe sollte der Gradmesser sein, so daß der Einwand, man könne keine passende Garderobe in der Kürze der Zeit arrangieren, nicht gildet. Denn, es gibt ja Kostümverleih! Es drängt sich insofern der Eindruck auf, nicht alle Beteiligten seien gleich, sondern noch gleicher seien zum Teil auch Leute, die überhaupt nicht aktiv am Besitzergeschehen teilnehmen. Die nennt man Trittbrettfahrer, Funktionäre des Sozialen, die dabei sind, ohne dabei zu sein. Das war immer schon die Stärke eines hanseatischen Rennvereins, auch diese Leute kraftvoll an die Rampe zu schieben. Immer wieder staunt man, wie viele galante Würdenträger den Sport ideell leben, statt finanziell. Recht so, das sind oft die Eifrigsten und Emsigsten. Denn Rennsport ist teuer, und in großen Dingen genügt es, sie gewollt zu haben. Und außerdem, wer möchte schon protzen. Der Hanseat, auch wenn er aus Niedersachsen kommt, nimmt weder Orden an noch zeigt er Reichtum. Das war schon immer aktiv gelebte Tradition seit Johannes Brahms und Helmut Schmidt (Schnauze).
Dazu passt die überraschende Neuigkeit als Kontrastprogramm, daß nämlich der neue Bürgermeister Scholz (SPD) kommen will, nachdem der alte von Beust (CDU) nie gekommen ist. Verkehrte Welt, dachte man im HRC doch immer traditions- und konservativaffin, also praktisch sich qua Geburt und Gesinnung der christlich-sozialen Abteilung zugehörig. Und nun das! Bald kommen womöglich auch Grüne auf die Bahn - dürfen die das? Die Welt befindet sich im Wandel, aber sie dreht sich immerhin noch.
Enzo hat eine Trattoria Due aufgemacht, am Großneumarkt, also gleich um die Ecke des Stammbetriebes in der Wexstraße. Von da stammen die original italiänischen Rezepte – Pizza Bolognese und Salat nach italiänischer Art und solche Schweinereien. Gestern gab es aber stattdessen Nudeln mit Trüffel und Nudel mit Bottarga. Enzo ist mittags jeden Tag ausverkauft, kein Wunder bei einem Menue komplett für € 7,50 dreigängig. Dafür sitzen auch geschätzte 50 Leute, wo 30 reinpassen. Im neuen geht es etwas großzügiger zu. Hingehen.
Der Boden ist nach wie vor nicht weich, aber an der Innenseite sehr aufgewühlt. Das ist möglicherweise nicht der Platz, wo Sieger laufen werden
Einmal spielte Helmut Schmidt Kronenkranich. Das seien diese schönen Vögel, die er aus Afrika kenne.
Fritz Klein stellte damals Helmut Schmidt die Fragen.
Fritz Klein führte durch's Programm, Addi Furler kommentierte das Derby.
Walter J. Jacobs züchtete Surumu, den Vater von Temporal, der seinen Lomitas im Derby schlug. - Dasselbe könnte morgen Baron Ullmann mit Shirocco widerfahren.
wenn ich mir von den 18 einen aussuchen dürfte, dann möchte ich gereon haben.
wobei Christian Zschache über Gereons Schlußarbeit berichtete, daß ihm dabei fast die Stoppuhr weggeflogen wäre. Wenn die Bahn nach Regen und Vorprogramm kaputt ist, dann könnten die Innenbahnen
plötzlich die schlechtesten Bahnen sein. Vielleicht wird das Gereon-Märchen doch noch war. Ich hab meine Meinung jedoch schon vor Tagen festgelegt:
Arrigo - Earl of Tinsdal - Brown Panther,
wobei Brown Panther im Gegensatz zu EoT kein Platzpferd ist. Entweder er siegt oder er floppt. Ich wollte ihm nur auf der Karte haben.
Hamburg ist eine stressige Bahn, daher kommt viel auf die Tagesform an.
Brown Panther trägt die Hoffnungen von Michael Owen, aber eine Mauer von 17 Einheimischen erwartet ihn, allein 5 Schlenderhaner...
"Ein grausamer Tag für den Hamburger Rennclub!"
Mal ein bisschen schlechtes Wetter, schon ist die ganze Euphorie verflogen.
Und warum?
Weil die Klappsmänner an der Spitze nicht verstehen, dass man mehrgleisig fahren muss.
Bahnumsatz + (wetterunabhängiger) Eigen-Aussenumsatz
ist das Ziel.
Die Race-, My- und Yoo- Bet-Umsätze werden den deutschen Rennsport nicht retten, auch nicht deren Bilder-Gebühren.
Herr Schmelz ist abgetaucht.
einmal Brown Panther mit Saltas, einmal mit Silvaner im Sechserweg über alle
Brown Panther Sieg
Silvaner Sieg/Platz
Herr Delius hat doch den Regen gleichsam herbeigeredet, das Geläuf bräuchte unbedingt noch Regen, jetzt hat er seinen Regen, muß er jetzt halt unterm Regenschirm moderieren...
Buzzword war im letzten Jahr mal Zufall, dieses Jahr wird alles wieder zurechtgerückt.
Aber mit Saltas könnten Sie schon ganz richtig liegen.
Gestern gewann in Südafrika Igugu dieses Monster-Rennen, letztes Jahr Bold Silvano. Alles ohne Surama und Asterblüte nicht wegzudenken.
Auch heute wird der Derbysieger wieder Blut einer der beiden Stuten in seinem Pedigree haben...Ohne Surama gäbe es auch keinen Brown Panther.
waren doch im Derby zumeist eine Bank
Warum den Suruma. Für die steht auf dem Fährhof kein Gedenkstein. Da steht aber einer für Literat, dem unglücklichen Vater von Surumu, und der hat auch anderweitig noch großes geleistet.
Walther J. Jacobs wurde mal nach seinem Lieblingspferd gefragt.
Surama, sagte er.
keinen Literat und Alles was danach kam!
Ohne Alchimist keinen Birkhahn, keine Schwarzgold, keine Stammeasart (mit dem Enkel Star Appeal), keine Aralia (mit dem Enkel Lombard) und keine Waldrun, von der Waldpark in der Mutterline abstammt. Schlenderhan hat auch nur deshalb den Birkhahn aus der DDR geholt, weil man solch außerordentlich gute Erfahrungen mit seinem Vater Alchimist hatte (Schwarzgold und Aralia). Wenn man die geringen Möglichkeiten bedenkt, die Alchimist hatte, muß man sagen, daß er der qualitativ beste Vererber der deutschen Zucht war.
